Vorläufige Einigung im Drehbuchstreik: Hollywood läuft wieder
Die Show kann weitergehen. Drehbuchautoren und Studios erzielen eine vorläufige Einigung. Die Gewerkschaft ist stolz – der Streik jedoch noch nicht beendet.
afp | Die Drehbuchautoren der US-Film- und Fernsehindustrie haben nach einem monatelangen Streik eigenen Angaben zufolge eine Einigung mit den Studios erzielt, die ihnen eine Wiederaufnahme der Arbeit ermöglichen könnte. „Wir haben eine vorläufige Einigung über einen neuen (Mindestrahmenvertrag) 2023 erzielt“, hieß es in einem Schreiben der mächtigen US-Autorengewerkschaft (WGA) an ihre Mitglieder.
„Wir können mit großem Stolz sagen, dass dieses Abkommen einzigartig ist – mit deutlichen Gewinnen und Schutz für Autoren in allen Bereichen (…)„, hieß es weiter. Einzelheiten zu der Einigung werden in dem Schreiben nicht genannt. Diese müssten noch ausgearbeitet werden und letztendlich würden die Mitglieder, „die Anfang Mai ihre Stifte niedergelegt haben, das letzte Wort haben“. Niemand dürfe an den Arbeitsplatz zurückkehren, bevor die WGA dies nicht ausdrücklich genehmigt habe, warnte die Gewerkschaft. „Bis dahin sind wir noch im Streik.“
Die Verhandlungen zwischen den Studios und den Autoren waren vor Wochen ins Stocken geraten. In den vergangenen Tagen nahmen jedoch die Chefs von Netflix, Disney, Universal und Warner Bros Discovery persönlich an den Gesprächen teil.
Tausende Drehbuchautoren für Serien und Filme in Hollywood hatten Anfang Mai die Arbeit niedergelegt. Die Autoren fordern unter anderem eine bessere Bezahlung und einen besseren Schutz vor den Auswirkungen künstlicher Intelligenz.
Mitte Juli traten dann auch die Schauspieler in Hollywood in den Streik. Es ist der erste Streik der US-Schauspieler seit 1980. Damit erlebt Hollywood erstmals seit mehr als 60 Jahren einen Doppelstreik.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert