Verzögerte Sanierung: Bahn sorgt für Ärger bei den Ländern
Seit August ist die Bahnstrecke Hamburg-Berlin für eine Generalsanierung gesperrt. Wegen des harten Winters dauern die Arbeiten länger als geplant.
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dpa | Die länger dauernde Sperrung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin sorgt für Unmut und Empörung in den betroffenen Bundesländern. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns fühlt sich von der Deutschen Bahn getäuscht. Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos) teilte mit, erst vor wenigen Tagen hätten Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und er die Bahnchefin Evelyn Palla getroffen.
„Die Ministerpräsidentin hat ausdrücklich gefragt, ob es bei der Eröffnung bleibt. Da gab es kein Wort von der Bahn zur Verzögerung. (…) Genau das ist das Problem der Deutschen Bahn: Dass die Bürgerinnen und Bürger sich einfach nicht darauf verlassen können“, betonte der Minister.
Auch aus Brandenburg kam Kritik. Es sei absolut unverständlich, dass das Unternehmen nun bis Mitte März brauche, um überhaupt einen neuen Zeitplan auf den Weg zu bringen, teilte Landesverkehrsminister Detlev Tabbert (parteilos) mit. „So geht es bei allem Verständnis nicht“, sagte er. „Wir haben jedes Jahr Winter.“
Die Deutsche Bahn hatte am Vortag überraschend mitgeteilt, die Strecke könne nicht wie geplant bis Ende April fertiggestellt werden. Wegen des Winterwetters brauche man mehr Zeit. Seit sechs Wochen seien die Arbeiten auf der Strecke in Verzug, weil Frost und Schnee vor allem die Kabeltiefbauarbeiten für die Signal- und Stellwerksanlagen nahezu unmöglich machten.
Meck-Pomm Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos)
Schwierig gestalteten sich aufgrund der Kälte auch Arbeiten an den Oberleitungen, erläuterte die Bahn. Diese hätten bereits im Januar erfolgen sollen, was aufgrund der Witterung aber nicht möglich gewesen sei. Wie lange sich die Inbetriebnahme der Strecke verzögert, blieb offen. Am 13. März will der Konzern einen neuen Zeitplan vorstellen.
Die Bahnstrecke Hamburg-Berlin ist seit Anfang August 2025 für die Sanierung gesperrt – zunächst war mit neun Monaten Bauzeit geplant worden. Die 280 Kilometer lange Strecke führt durch fünf Bundesländer und ist eine der wichtigsten Pendlerstrecken in Deutschland mit täglich rund 30.000 Fahrgästen im Fernverkehr und insgesamt 470 Zügen pro Tag.
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