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Verkehrsministerkonferenz in BerlinBund und Länder vertagen Entscheidung zum Deutschlandticket

Das D-Ticket soll bleiben. Die Frage ist nur immer noch, wer was dafür bezahlt. Die Fronten bleiben verhärtet.​

dpa | Bund und Länder haben sich grundsätzlich für den Erhalt des Deutschlandtickets über das Jahr 2025 hinaus bereiterklärt, sind sich aber bei der Finanzierung noch nicht einig. „Bund und Länder bekennen sich dazu“, sagte die saarländische Verkehrsministerin Petra Berg (SPD) nach einer Sonderkonferenz der Verkehrsminister in Berlin zu Zukunft des Fahrscheins. Auch der neue Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) habe, so Berg weiter, „gesagt, dass er auch weiter mit ihm Boot bleibt“.

Unabhängig von der generellen Einigung ist die finanzielle Ausgestaltung des Tickets zwischen Bund und Ländern weiter offen. Die Verkehrsministerinnen und -minister von Bund und Ländern konnten sich nicht einigen. Knackpunkt bleibt, wie mögliche Mehrkosten für die Verkehrsunternehmen ausgeglichen werden sollen. Auch über den künftigen Preis des Abos, der bisher bei 58 Euro pro Monat liegt, gab es kein Übereinkommen.

„Wir Länder, wir stehen zum Deutschlandticket“, sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) im Anschluss an die Sitzung. Über die 1,5 Milliarden Euro, die die Länder bisher zugesagt haben, könnten diese aber nicht mehr zahlen, betonte er. Bayern hat derzeit den Vorsitz in der Verkehrsministerkonferenz (VMK). Bernreiter verwies auf weitere Verhandlungen auf der nächsten regulären VMK-Sitzung im Herbst in Straubing.

Das Deutschland-Abo gibt es seit Mai 2023; es ermöglicht seinen Inhaberinnen und Inhabern bundesweit Fahrten im öffentlichen Regional- und Nahverkehr. Der Preis für das Ticket hat sich im Januar um neun Euro auf 58 Euro pro Monat erhöht.

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Finanziert wird das Angebot vor allem mit Mitteln von Bund und Ländern, die jeweils 1,5 Milliarden Euro zuschießen. Mehrkosten wurden bisher über die Preissteigerung und übriggebliebene Mittel aus dem Jahr 2023 abgedeckt. Doch für die Zeit nach 2025 gibt es noch keine Regelung.

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5 Kommentare

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  • Goldi

    Die Nahverkehrszüge werden auch gebraucht um Soldaten zu transportieren.

    Da ist doch sicher ein abzwacken vom 100 Milliarden schwerem Rüstungs- und Militarisierungsetat möglich.

    Oder einfach mal Steuergerechtigkeit für Hochvermögende einführen (Stichwort: Vermögenssteuer) und die Einahmen direkt der Bahn und den Verkehrsunternehmen der Länder zukommen lassen .

    Seltsam, das Hunderte von Milliarden an "Sondervermögen" für die Militarisierung/die Rüstungsindustrie aus dem Nichts geschöpft werden können, doch für das erfolgreiche Deutschlandticket sollen nicht einmal 2 Milliarden an Förderung pro Jahr möglich sein?

    Übrigens, ein Sozial-/Studiticket sollte bundesweit für 25 Euro eingeführt werden. Hamburg macht es vor!

    Zu überlegen wäre auch die Einführung eines IC-D-Ticket (inklusive Nutzung aller Intercity Züge) für 69 Euro pro Monat (39 € für Sozial-/Studi-IC-D-Ticket) zur besseren Verteilung der Reisenden auf mehrere Züge/Verbindungen und eine bessere Gesamtausnutzung der knappen Gleiskapazitäten.

    Müssen nur wollen... . ;-)

  • Stefan Schmitt

    Einer der Kategorien, in denen sich die Auswirkungen dieser Hochrüstungspolitik zeigt.



    Weitere:



    1. Bürgergeld: rund 5,5 Mrd. € weniger im Jahr 2025 



    2. Der Bundeszuschuss für Renten wird reduziert, was mittel‑ bis langfristig zu höheren Rentenbeiträgen führen könnte – Einsparpotenzial von mehreren Milliarden Euro



    3. Entwicklungshilfe & humanitäre Ausgaben



    Deutliche Einschnitte bei der Entwicklungshilfe: etwa 0,9 Mrd. € weniger im Etat 2025. Auc.h Mittel für humanitäre Projekte werden gekürzt

    Der Rüstungsetat soll bis 2029 auf über 150 Milliarden pro Jahr ansteigen...

  • pumble

    Es werden grade dreistellige Milliardenbeträge freizügig verteilt, der Etat der Bundeswehr mal eben verdoppelt.

    Aber 1,5 Milliarden für das Deutschlandtiket, das Millionen Bürgern direkt das Leben erleichtert, sind nicht machbar.

  • Flix

    Es fehlen also1,5 Milliarden Euro, also ca. 0,1 Spahn pro Jahr.

  • Der Cleo Patra

    Das Deutschlandticket ist ein Bundesding. Dann muss der Bund auch das Geld dafür geben das fehlt. Oder auf 70€ erhöhen. Wird aber auch nicht ausreichen.