Unterdrückt Frankreich Klima-Aktivisti? : Die drei wichtigsten Klima-News der Woche
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Die EU ringt um ihr Klimaziel für 2040. Die Regierung will Gasbohrungen vor Borkum vorantreiben. Amnesty erhebt schwere Vorwürfe gegenüber Frankreich.
Europa will bis 2050 klimaneutral werden – hat aber bisher kein Zwischenziel für das Jahr 2040. Das soll sich nun ändern. Gegenüber 1990 sollen die Emissionen Ende des kommenden Jahrzehnts um 90 Prozent reduziert sein, hat die EU-Kommission nun vorgeschlagen. Aber: Sie will dabei alle möglichen Rechentricks erlauben. Susanne Schwarz und Verena Kern sprechen im klima update° darüber, wie viel Klimaschutz das Ziel real bringt.
Geschmälert wird der Effekt nämlich unter anderem dadurch, dass die EU ihren Mitgliedsländern erlauben will, Klimaschutz aus außereuropäischen Ländern per Zertifikat einzukaufen. Dabei ist bekannt: Solche Projekte sind pannenanfällig – und teilweise sogar betrügerisch. Regelmäßig wurde bei solchen Konstellationen weniger CO2 eingespart als auf dem Papier festgehalten.
Außerdem: Die Bundesregierung will einen Vertrag mit den Niederlanden unterschreiben, der Gasbohrungen in der Nordsee ermöglichen würde, die das Gebiet beider Länder betreffen. Auf der niederländischen Seite hat der Konzern One-Dyas sogar schon mit der Förderung des klimaschädlichen Energieträgers angefangen. In Deutschland und vor allem auf der betroffenen Insel Borkum regt sich Protest.
Der Konzern schätzt, aus dem Feld über mehrere Jahre zwischen 4,5 und 13 Milliarden Kubikmeter Gas gewinnen zu können. Dies entspräche knapp 6 bis 16 Prozent der rund 80 Milliarden Kubikmeter, die Deutschland allein im vergangenen Jahr verbraucht hat. Das ist schlecht fürs Klima. Umweltschützer*innen sorgen sich zudem über das Wohlergehen des Wattenmeers.
Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegenüber Frankreich: In dem Land würden Klima- und Umweltschützer*innen bewusst unterdrückt. Das reiche über einen rauen Tonfall im öffentlichen Diskurs, in dem die Aktivist*innen von der Politik teils als Ökoterrorist*innen bezeichnet würden, über die Einschränkung von Aktionen bis hin zu unverhältnismäßiger Polizeigewalt.
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