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Umweltminister Schneider bei Klimadialog„Erneuerbare Energiequellen sind Sicherheitsenergien“

Klimapolitik liefere auch Lösungen für die Energiekrise, so Umweltminister Schneider. Um der Regierung Druck zu machen, ruft Fridays for Future zu Demos auf.

Greenpeace-Aktivist:innen protestieren mit Kajaks am Veranstaltungsort des 17. Petersberger Klimadialogs in Berlin Foto: Kay Nietfeld/dpa

dpa/epd | Die Greenpeace-Aktivist*innen in Kajaks auf dem Wasser beim Berliner Konferenzzentrum am Westhafen hatten eine klare Botschaft: „Befreit euch von fossilen Energien!“ Drinnen klang Bundesumweltminister Carsten Schneider fast genauso deutlich. Die Abhängigkeit von fossiler Energie wie Öl, Gas oder Kohle sei ein nicht zu kalkulierendes Risiko, auch für Deutschland, sagte der SPD-Politiker zur Eröffnung des 17. Petersberger Klimadialogs. „Erneuerbare Energiequellen sind dagegen Sicherheitsenergien.“

Der Klimadialog ist ein informelles Treffen rund 30 wechselnder Staaten, zu dem die Bundesregierung traditionell im Frühjahr einlädt. Es geht darum, die jeweils nächste Weltklimakonferenz diplomatisch vorzubereiten, die dieses Jahr in der Türkei stattfinden soll.

„Die Klimapolitik liefert die Lösungen, damit die nächste fossile Energiekrise weniger weh tut“, sagte Schneider zum Auftakt des Treffens. Längst gebe es mit erneuerbaren Energien, Elektromobilität und Wärmepumpen gute Gegenmittel. „Ich bin mir deshalb sicher: Diese aktuelle fossile Energiekrise wird als Beschleuniger wirken.“

Dass das ein Selbstläufer wird, glauben nicht alle. Die Klima-Initiative Fridays for Future hat für Freitag Kundgebungen in 70 deutschen Städten angekündigt. Am vergangenen Samstag hatten bereits zehntausende Menschen in vier Großstädten für mehr Klimaschutz und die Energiewende demonstriert.

Fridays for Future: Wirtschaftsministerin „im Gasrausch“

Bundeswirtschaftswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) befinde sich „im Gasrausch“, erklärte Fridays for Future. Angesichts der eskalierenden Klima- und Energiekrise verschließe die Ministerin „die Augen vor der Wirklichkeit“. Gasbohrungen im Wattenmeer und in Oberbayern, Flüssiggas-Terminals an den Küsten und immer mehr Gaskraftwerke seien Ausdruck von Reiches „zerstörerischen Energieplänen“.

„Energiepolitik wirkt für viele abstrakt, doch steigende Preise spüren alle unmittelbar im Alltag“, hieß es weiter. Tanken, Heizen und Lebensmittel seien durch den Iran-Krieg und die Abhängigkeit von den Fossilen bereits teuer, und die Preise würden weiter steigen: „Wir machen sichtbar, was politische Entscheidungen Menschen tatsächlich kosten, heute und in Zukunft.“

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