Trotz Corona die Nerven behalten: Wer kriegt hier die Krise?

Der Kampf gegen das Corona-Virus legt das öffentliche Leben lahm und beeinträchtigt jeden persönlich. Manchmal sorgt das für erstaunliche Entdeckungen.

Viel Platz zum Joggen gerade in Berlin – hier auf der Straße des 17. Juni

BERLIN taz | Es ist ruhiger, weil leerer geworden in Berlin mit den Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Darf ich das auch schön finden? Ich finde, ich darf. Ich gehe weiterhin täglich zur Arbeit, mein Job wird durch die Epidemie eher noch stressiger als sonst. Ich genieße es jetzt, morgens zu Fuß zur Arbeit, abends zu Fuß nach Hause zu gehen. Mein Weg führt mich am Landwehrkanal entlang durch Kreuzberg nach Neukölln, und es ist ruhiger geworden am Urbanhafen, an der Admiralbrücke, auf dem Kottbusser Damm, auf dem Hermannplatz.

Nicht nur ruhiger, finde ich, sondern auch freundlicher: Die Menschen, die da unterwegs sind, scheinen leiser zu sprechen, sich langsamer zu bewegen. Und wo sonst zu Stoßzeiten Menschen hetzen und drängeln, ist jetzt nicht nur Platz zum höflichen (und gesundheitsfördernden) Abstandhalten, sondern oft auch Zeit für ein

Der Autoverkehr in der Stadt hat abgenommen und damit auch der Lärm und die schlechte Luft. Erstaunlich, wie das auffällt und den jetzt beginnenden Frühling noch schöner macht – vor allem nach einem reinigenden Regen, den ich ebenfalls mehr als sonst genießen kann.

Es steckt in alldem – bei allem Schrecken, der dahintersteht, wenn man die weltweite Coronakrise sieht – in meinen Augen auch so etwas wie eine Aufforderung zur Erholung: Entspannt euch, kommt mal zur Besinnung und denkt darüber nach, was für euch, für uns alle wirklich wichtig ist. Alke Wierth

Licht und Schatten im Home Office

Corona macht nicht nur krank, es teilt die Arbeitswelt auch in Gewinner und Verlierer. Erstere sind die, die feste Stellen haben und ins Homeoffice gehen können. Aber auch beim Homeoffice gibt es Gewinner und Verlierer. Weil ich bisher zu den Gewinnern gehöre, habe ich lange überlegt, ob ich diese Zeilen schreiben soll. Neid ist so ziemlich das Letzte, was wir gerade brauchen können.

Ich mache es trotzdem, weil es auch da Licht und Schatten gibt. Zuerst das Licht: Schon morgens um sechs scheint es ins Schlafzimmer. Wenn ich dann ans Fenster gehe, sehe ich den Garten in der Sonne, die Ulme, die Frühblüher, die ans Licht schießen, meinen Leseplatz auf dem kleinen Hügel, wo die Sonne am längsten steht.

Mein Homeoffice befindet sich in Brandenburg, 125 Kilometer von Berlin entfernt. Ich habe keine Kinder, ich kann mir die Zeit, abgesehen von den Telefonkonferenzen und Redaktionsschlüssen, frei einteilen. Wenn ich will, setze ich mich zwei Stunden aufs Fahrrad und arbeite dann halt länger. Bewegung tut gut in diesen Tagen – und stärkt das Immunsystem.

Wenn da nicht der Schatten wäre. Weil sich die sozialen Kontakte in dieser ländlichen Idylle auf einige wenige beschränken, ist der Schreibtisch die einzige Schnittstelle nach draußen. Kein Hallo beim Bäcker, kein Tschüss im Park. Auch kein Klatschen auf dem Balkon.

Stattdessen Schreibtisch, mal raus, wieder Schreibtisch, bis spät in den Abend. Ich glaube, die Arbeit wird hier draußen nicht weniger, sondern eher mehr. Gut möglich, dass ich mir bald wünsche, mich von dieser Art Heimarbeit erholen zu dürfen. Uwe Rada

Weniger Rrröööööhhhhhmm

Wer von Prenzlauer Berg Richtung Norden nach Pankow fährt oder radelt, wird von tieffliegenden Flugzeugen im Minutentakt begrüßt und mit viel Krach daran erinnert, dass es ja immer noch den innerstädtischen Flughafen Tegel gibt. Rrröööööhhhhhmm. Und gleich noch mal: rrrrrööööhhhhmmm.

Doch seit einigen Wochen ist wegen der – weltweiten – Verbreitung des Coronavirus Besserung zu vermelden: Es gibt stetig weniger Krach, weil weniger Flieger. „Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beträgt das Flugaufkommen derzeit lediglich noch 20 Prozent“, sagt Daniel Tolksdorf, Sprecher der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB). Pssssttttt. Das gelte auch für Schönefeld.

Die FBB rechne mit einem weiteren Rückgang, sagt Tolksdorf. Derzeit seien vor allem Rückkehrer unterwegs, für die es entweder nach Berlin oder von Berlin zurück an ihre Wohnorte ginge. Und sehr viel Fracht werde geflogen, darunter Medizin und Medizintechnik.

Das könnte für Pankow – und natürlich auch die noch stärker von Fluglärm betroffenen ReinickendorferInnen – bedeuten, dass sie ganz sanft von viel Krach über wenig bei gar keinem landen. Denn bei der FBB sind sie optimistisch, dass der Eröffnungstermin des BER trotz allen Corona-Einschränkungen gehalten werden kann.

Vielleicht erleichtert weniger Flugverkehr den Start des BER sogar: Dann wäre der Druck, dass alles 100-prozentig funktionieren muss, geringer. Bert Schulz

Fahrradfahren ohne Ziel

Die Spielplätze in Pankow sind am Wochenende zwar, anders als in vielen anderen Bezirken, noch nicht gesperrt. Aber der ungeschriebene Corona-Knigge verbietet dennoch die Nutzung, jedenfalls werden die wenigen Eltern, die noch mit dem Nachwuchs im nassen Sand sitzen, ziemlich strafend angeschaut. Was jetzt? Der Fünfjährige muss jedenfalls an die frische Luft, der große Bruder übt schon Handstand auf dem Wohnzimmersofa, so etwas geht nicht lange gut.

Wir sind dann in den Hof gegangen. Wir haben Jägerball gespielt, ich hatte schon ganz vergessen, wie das geht. Total anstrengend, sehr lustig. Seilspringen übrigens auch, schon ewig nicht mehr gemacht – der Kreuzsprung geht sogar noch. Auf dem Gehweg vor unserem Haus hatte ein Vater mit Kreide Kästchen gemalt, damit die Tochter Hinkekästchen springen kann. Alle gehen auf Abstand, und dennoch: Irgendwie ist fast mehr Leben um einen herum als sonst.

Am Samstagnachmittag schnappe ich mir den Kleinen und kündige eine Radtour an. Wohin es denn gehe, will er ­mäßig begeistert wissen. Tja, wohin? Eigentlich gibt es kein Ziel mehr, es hat ja alles zu. „Wir fahren einmal um den Pudding“, sage ich.

Als Kind auf dem spärlich besiedelten Land musste ich früher ständig „um den Pudding“ fahren, also quasi eine große Runde ums Haus drehen, weil es außer der Eisdiele auch kein Ziel gab, wohin man hätte fahren können.

Selten so viel draußen gewesen wie an diesem Wochenende. Und die Pudding-Runde behalten wir bei, auch nach Corona.

Anna Klöpper

Endlich mal Lehrerin spielen

Es gibt für mich zumindest eine positive Seite an der ganzen Coronasache: Ich bekomme endlich mal was von der Schule mit. Mein Sohn geht in die zweite Klasse einer Ganztagsgrundschule. Er hat also keine Hausaufgaben, die ich mir ansehen könnte – und erzählt ansonsten herzlich wenig, was in den acht Stunden passiert, die er in der Schule ist. Jetzt darf ich Heimarbeit mit ihm machen, seine Arbeit kontrollieren und „Häkchen“ drunter setzen, die Mathe-Aufgaben nachrechnen. Teils bin ich beeindruckt – wie schnell er schon bis 100 addieren kann –, teils geschockt, etwa über seine ungelenke Handschrift. Auf jeden Fall schön zu sehen, was und wie er lernt.

Gleichzeitig ist es anstrengend. Im Homeoffice Artikel recherchieren und schreiben, während alle fünf Minuten ein Achtjähriger reinkommt und „Das versteh ich nicht“ ruft, ist kein Zuckerschlecken. Umso mehr bin ich mir im Klaren, wie privilegiert meine Position mal wieder ist. Andere haben jetzt drei Kinder zu Hause, manche plötzlich kein Einkommen mehr und massive Sorgen, wie sie Essen und Miete bezahlen sollen. Dazu sollen sie sich noch um die Hausaufgaben ihrer Kinder kümmern, was sie zum Teil schon sprachlich gar nicht können. Auch die Kinder, die jetzt in zu engen Wohnungen aufeinanderhocken und lernen sollen, haben es schlechter als mein Sohn.

Keine Frage: Auch Corona muss vom Klassenstandpunkt betrachtet werden. Dennoch freue ich mich jetzt jeden Morgen über unser neues „Schulespiel“. Susanne Memarnia

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie im Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 29. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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