Tourismus im Norden läuft wieder an: Vor der Seebrücke wird's eng

St. Peter-Ording musste wegen der Coronapandemie in den Ruhemodus schalten. Montag wird wieder hochgefahren. Eine Ortsbegehung.

Blick auf die Seebrücke in St. Peter-Ording

Wird eng: Die Seebrücke in St. Peter-Ording ist ein Nadelöhr auf dem Weg zum Strand Foto: Esther Geißlinger

NEUMÜNSTER taz | Vasen mit roten Tulpen stehen auf den Tischen des Cafés, aber niemand sitzt dort. An der Tür des geschlossenen Heimatmuseums werben Plakate für Veranstaltungen, die nie stattgefunden haben. Rot-weißes Markierungsband sperrt die Bänke vor der Eisdiele. Überlaut schallt der Gesang der Amseln über die leeren Straßen. Der Ort sieht aus wie eine Filmkulisse in einer Drehpause: Die Gebäude, die Straßen, die Dünen, der Himmel und das Meer sind da, nur die Menschen fehlen. Am Montag sollen sie zurückkehren. Wird dann alles wie früher in St. Peter-Ording – und wäre das überhaupt gut?

Vor 60 Jahren, als ihre Eltern noch Kühe hielten und gelegentlich einen Raum in ihrem Reetdachhäuschen als „Fremdenzimmer“ vermieteten, musste Frauke Petersen immer erklären, was SPO bedeutet. „Heute beneidet mich jeder, dass ich hier leben darf“, sagt Petersen. Denn SPO, St. Peter-Ording, gilt als einer der beliebtesten Ferienorte in Schleswig-Holstein. Der Grund dafür ist der Strand, der dank einer Sandbank so breit ist wie nirgendwo sonst an der Festlandküste. Dazu kommt eine Schwefelquelle, die mit der salzhaltigen Luft den Ort zum „Nordseeheil- und Schwefelbad“ adelt.

Neben Familien und dem Rollatoren-Publikum reisen SportlerInnen an, für die St. Peter-Ording ein riesiger Spielplatz ist. Der Seewind schafft beste Bedingungen zum Wind- oder Kitesurfen, Strandsegler sausen über den Sand. Neben der Seebrücke stehen Strandbars auf Stelzen, im Ort lösen sich Fischbrötchen- und Eisläden mit Nippes- und Bekleidungsgeschäften ab. 2,5 Millionen Übernachtungen zählt die Nordseegemeinde mit ihren 4.000 EinwohnerInnen in einem normalen Jahr. Doch in diesem Jahr ist nichts normal.

Constanze Höfinghoff läuft mit schnellen Schritten über die Straße „Am Kurbad“ zum Platz vor der Seebrücke. Dieser Bereich wird ein Problem werden, es ist das engste Nadelöhr der Gemeinde. Wer zum Meer will – und das wollen alle – muss einen der Übergänge über die Dünen und Salzwiesen nutzen. Und die Seebrücke erschließt den breitesten, schönsten und belebtesten Teil der Sandbank. Selbst bei kühlem Wetter drängen sich hier Hunderte.

An diesem Tag kurz vor dem Neustart lassen sich die Menschen noch an einer Hand abzählen: Ein Mann mit Rad, eine Frau mit Hund, ein Pärchen in Windjacken, das über die Brücke in Richtung See schlendert. Kein Kite-Segel stört den Blick in die Ferne, Wolken treiben am Himmel, der Wind bringt Salz und Frische mit.

Die Tourismuszentrale hat Millionen verloren

Höfinghoff hat für die Natur keinen Blick, nicht in diesen verrückten Wochen. Die 49-Jährige ist seit 2014 Tourismus-Direktorin in SPO, Herrin über einen Jahresetat von 17 Millionen Euro und Chefin von 160 Angestellten in der Tourismuszentrale und der Therme mit Wellenbad, Sauna, Gesundheits- und Wellnessangeboten.

Rund 2,6 Millionen Euro an Einnahmen hat die Tourismuszentrale durch Corona bereits jetzt verloren, dafür ein Mehrfaches an Arbeit geleistet, sagt Höfinghoff: Alle Sorgen, alle Fragen landeten in der Zentrale. „Das Lustige ist, dass wir oft auch gar nicht viel mehr wissen als das, was gerade über die Medien transportiert wird.“

Das gilt auch für diese letzten Tage vor dem Neustart. Eigentlich freut sich Höfinghoff darauf, dass Lokale und Hotels wieder öffnen und Fremde anreisen dürfen: „Ich als Tourismus-Chefin musste den Gästen sagen: Bitte kommt nicht. Wie absurd ist das denn!“ Aber Einzelheiten stehen immer noch nicht fest, es fehlen detaillierte Verordnungen. Also „tappen alle im Dunkeln“.

Frauke Petersen, Ferienwohnungsvermieterin

„Einige Gäste kommen nicht mehr, weil sie finden, der Ort sei überlaufen und zu rummelig“

Weil Höfinghoff aber lieber regelt als abwartet – „Klar bin ich eigentlich nicht zuständig, aber wer soll’s sonst machen?“ –, hat sie ein „Lenkungskonzept“ entworfen. Der sichtbarste Teil sind blaue Aufkleber auf den Straßen, die Kernaussage lautet „Abstand“.

Zusätzlich werden die TouristInnen über Plakate, Broschüren und Mails über die Regeln zum Reisen in Coronazeiten informiert. „Auf freundliche und charmante Weise, denn wir sind freundliche Gastgeber und wollen die Gäste hier haben – aber wir appellieren an den gesunden Menschenverstand.“

Einfach werde es nicht, die Regeln durchzusetzen: „Es ist den Leuten manchmal schon schwer begreiflich zu machen, dass auch im Urlaub die Straßenverkehrsordnung gilt“, sagt Höfinghoff. Vor allem die Tagesgäste bereiten ihr Sorgen. Darunter die Gruppe der Sport­lerInnen: „Dass Sport im Freien wieder erlaubt ist, macht es für uns schwierig.“ Denn die Kiter und Surfer, die wie die meisten Gäste mit dem Auto anreisen, können zwar auf einen der Strandparkplätze fahren, aber viele landen trotzdem am Nadelöhr vor der Seebrücke.

Lässt sich etwas lernen aus der Krise, kann oder muss etwas anders werden? Höfinghoff schüttelt energisch den Kopf: „Mit Nachhaltigkeit befassen wir uns schon lange. Und über Verkehr wird auch seit Jahren gesprochen.“ Das Problem liegt in der Struktur des Ortes, in dem nur eine zentrale Straße die Ortsteile Ording, Bad, Dorf und Böhl verbindet. In der Saison drängen sich die Wagen hier Stoßstange an Stoßstange.

Ja, es wird gesprochen, nur geändert hat sich wenig. „Es wird allmählich zu viel mit dem Tourismus“, sagt Frauke Petersen. Ihr Hof liegt außerhalb des Ortskerns, umgeben von Wiesen, auf denen Kühe grasen. „Unsere Gäste suchen genau diese Ruhe“, sagt die 70-jährige Künstlerin. Sie ist vor einiger Zeit aus Hamburg zurück in ihr Elternhaus gezogen, hat im ehemaligen Kuhstall ihr Atelier eingerichtet.

Statt des möblierten Fremdenzimmers von früher gibt es zwei Ferienwohnungen im Haus, weiß gestrichen, mit modernen Möbeln und wenigen alten Stücken eingerichtet, die Petersens Mutter auf den Dachboden verbannt hatte.

Vermieten ist in SPO normal: 12.000 der insgesamt 17.000 Gästebetten im Ort werden privat angeboten. In dieser Saison fehlen den Einheimischen schon jetzt die Einnahmen einiger Wochen, und die strengen Hygiene-Auflagen mit Pausen zwischen den Vermietungen bedeuten Mehrarbeit und Umsatzverlust.

Der Massentourismus hat auch eine Kehrseite

Petersens Tochter Martje hilft ihrer Mutter bei der Verwaltung des Hauses aus dem 19. Jahrhundert. Zurzeit bauen die 35-Jährige und ihr Mann sich die Scheune zur Wohnung aus. Sie findet das Leben in SPO für junge Familien ideal, unter anderem wegen der Infrastruktur mit Läden, Kita, Schulen, Freizeitangeboten, die der Ort dank seiner Millioneneinnahmen vorhalten kann.

Trotzdem sieht auch sie die Kehrseite des Massentourismus. Und ihre Mutter erzählt, dass Kritik auch von Gästen kommt: „Einige kommen nicht mehr, weil sie finden, der Ort sei überlaufen und zu rummelig“, so Frauke Petersen. Sie wünscht sich, dass der Coronaschock etwas an den Strukturen ändert.

Constanze Höfinghoff sieht dagegen keine Alternative zum heutigen Urlaubsbetrieb: „St. Peter-Ording lebt zu 125 Prozent vom Tourismus.“ Wobei sie Änderungen durchaus befürwortet: Weniger Tagesgäste und damit weniger Verkehr, dafür mehr professionelle Unterkünfte seien wünschenswert. Zurzeit gibt es 2.000 Hotelbetten, 3.000 seien „durchaus zu vertreten“.

Aktuell wird im Ort über das sogenannte „Ufo-Hotel“ gestritten, ein Bau, der in den Dünengürtel gesetzt werden soll. Optisch soll das Haus darin verschwinden, aber der Naturschutz hat Bedenken. Die Gemeindevertretung ist uneinig, die Einheimischen ebenfalls.

Karsten Werner, Geschäftsführender Vorstand des „Strandgut Ressort“, sitzt im leeren Hotel-Restaurant „Deichkind“ und wirkt ex­trem entspannt dafür, dass sein Haus zurzeit täglich Geld verliert. Die meisten seiner 85 Beschäftigten waren in Kurzarbeit, ihr Chef freut sich, dass sie nun wieder zu vollen Bezügen, Schichtzuschlägen und Trinkgeld zurückkehren. In der Zwangspause ist einiges saniert worden in dem 2007 eröffneten „Lifestyle-Hotel“: „So ungestört können die Techniker sonst nie arbeiten“, sagt Werner, der 2013 in die Geschäftsleitung eingestiegen ist.

Gäste sollen nicht nur an die Ansteckungsgefahr denken

Eine neue Terrasse mit Meerblick wird helfen, die Abstandsregeln im Lokal einzuhalten – auf den Tischen liegen schon Warnzettel aus, die Zahl der Plätze wird reduziert. Aber noch sind viele Fragen offen: Nach den neusten Regeln dürfen zwei Familien gemeinsam essen, aber wie viele Personen könnten das sein, und wie soll ein Kellner herausfinden, wer zu einer Familie gehört?

Eine Antwort ist, dass Gäste platziert werden, statt sich selbst einen Platz zu suchen. Werner hofft darauf, dass die Menschen vorsichtig bleiben und Abstand halten, aber dennoch nicht ständig an die Ansteckungsgefahr denken: „Sie sollen schließlich ihren Urlaub auch genießen.“

Auch er findet, dass SPO durchaus noch mehr Hotels vertragen könnte, wobei es auf das Konzept ankäme: „Ein Familienhotel fehlt noch.“ Aber auch Werner wünscht sich, dass der Ort mehr auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzt, vielleicht auch deshalb, weil das bei seiner urbanen Klientel gut ankommt. So schlägt er vor, die Autos aus dem Zentrum zu verbannen und die Gäste mit Elektrobussen zu transportieren.

Die Ruhe in der Woche vor dem Neustart sei übrigens nur relativ, sagt er: „Die Zweitwohnungsbesitzer sind wieder da, das bringt schon einiges.“ Im April dagegen „liefen die Rehe auf den Straßen herum“.

Mehr darüber, wie sich der Norden wieder für Tourist*innen öffnet und sich dabei vor der Ausbreitung des Coronavirus schützen will, lesen Sie in der taz am wochenende oder in unserem eKiosk.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie im Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 29. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

wir pausieren vorübergehend die Kommentarfunktion: Wir freuen uns darauf, bald wieder von Euch zu hören.

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Bis dahin wünschen wir Euch eine gute Zeit!
Eure taz