TV-Panne in Österreich: „Nein, der schon wieder“
Wegen einer Verwechslung lasen Zuschauer*innen bei der Vereidigung von Österreichs Regierung Untertitel einer Telenovela. Der ORF entschuldigt sich.
„Nein, der schon wieder.“ Mit diesen Worten begrüßte Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen den neuen alten Bundeskanzler Sebastian Kurz bei der Vereidigung der neuen österreichischen Regierung am Dienstag. Van der Bellen bezeichnet Kurz daraufhin als Küken – glaubt man zumindest den eingeblendeten Untertiteln.
Durch eine Panne hatte der ORF nämlich versehentlich die Untertitel der zuvor im TV-Programm laufenden Telenovela „Alisa – Folge deinem Herzen“ der Sondersendung in der Mediathek zugeordnet. So lasen Zuschauer*innen, dass sich Van der Bellen morgen eine Arbeit suchen würde. Der Moderator der Sendung verriet indes, dass es aus sei und er Christian liebe. In den sozialen Medien kursieren Screenshots der skurrilen Panne.
Empfohlener externer Inhalt
1/2#ICYMI
— Tim Grecco (@timgrecco) January 8, 2020
Die #Angelobung der neuen österreichischen Bundesregierung mit der falschen #ORF-Untertitelung zur Telenovela "Alisa" als Video Slideshow mit den Screenshots von @FloPSchmidt, @f46906169 und @JulyaRabinowich.#Untertitel #Panne pic.twitter.com/Fk6VpxNoJk
Grund für die falschen Untertitel sei ein „Abwicklungsfehler“ gewesen, schreibt der ORF in seiner Stellungnahme. Es würden Maßnahmen getroffen, damit eine derartige Panne nicht mehr vorkomme. Das Hauptfernsehprogramm von ORF2 und der Livestream seien nicht betroffen gewesen, sondern lediglich die On-Demand-Fassung in der Mediathek. Zu allen Sendungen lassen sich dort Untertitel anzeigen, damit Hörgeschädigte und Gehörlose sie verfolgen können.
Telenovela-Untertitel wurden mittlerweile entfernt
Mittlerweile seien die falschen Untertitel in der Mediathek entfernt und durch die korrekten ersetzt worden. Einzelne Twitter-User*innen danken dem ORF indes, für eine gute Stimmung auf Twitter zu sorgen, und fordern, aus der Panne ein eigenes Format zu machen. Unabhängig davon ist das Internet nun erst mal für die kommenden Monate mit ausreichend Stoff versorgt.
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