Schulöffnungen unter Corona: Und die Förderschulen?

Diese Woche nehmen die ersten Förderschüler*innen wieder den Unterricht auf. An regulären Schulbetrieb ist aber nicht zu denken.

Eine Gehhilfe steht in einem Schulflur

Homeschooling für Sonderschüler*innen lässt sich nur schwer umsetzen Foto: Karsten Thielker

BERLIN taz | Diese Woche öffnen die ersten Schulen wieder ihre Türen. In manchen Ländern für Abiturient*innen, die nur für ihre Abschlussprüfungen ins Schulhaus müssen, in anderen Ländern starten die ersten Klassen mit den Prüfungsvorbereitungen. Für die Wiederaufnahme des regulären Unterrichts, der in den nächsten Wochen schrittweise ausgebaut werden soll, müssen sich die Schulen nun vorbereiten.

Kleine Lerngruppen, Schicht- und Wochenendbetrieb, strikte Abstandsregeln: Mit den – je nach Bundesland eigenen – Vorgaben und Empfehlungen kommen Schulträger und Pädagog*innen vielerorts ins Schwitzen. Förderschulen hingegen stellen die Hygiene- und Schutzmaßnahmen vor eine kaum lösbare Aufgabe. Nordrhein-Westfalen hat deshalb angekündigt, Förderschulen – mit Ausnahme der Prüfungsklassen mit körperlich beeinträchtigten Kindern – vorerst geschlossen zu halten.

„Schülerinnen und Schüler dieser Schulen benötigen zum einen oftmals ergänzende pflegerische und therapeutische Angebote, die besonderen Hygienemaßnahmen unterliegen“, so die Begründung. Zudem sei es „den Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer Disposition nicht immer in ausreichendem Maße möglich, die in Corona-Zeiten notwendigen Regeln einzuhalten.“

Mit dieser ausdrücklichen Regelung ist NRW jedoch die Ausnahme. Die meisten anderen Länder verlieren über die Förderschulen kein gesondertes Wort – wie schon vor sechs Wochen, als landesweit alle Schulen geschlossen wurden und viele Eltern sich plötzlich auch um Kinder kümmern mussten, die besondere medizinische oder pädagogische Betreuung nötig haben.

Homeschooling? Schwer!

So wie der Sohn von Jan Klug. Der 13-Jährige besucht eine Förderschule mit dem Schwerpunkt „geistige Entwicklung“ in Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Was Klug von den vergangenen Wochen erzählt, belegt, wie schwer sich Homeschooling für Sonderschüler*innen umsetzen lässt. Mit seiner Tochter, die eine Berufsschule besucht, könne er schnell mal bei einer Powerpoint-Präsentation helfen, so Klug. Bei seinem Sohn sei das anders: „In seinem Fall können wir das pädagogische Konzept des Unterrichts nur erahnen.“

Problematisch sei vor allem, dass die Lernmaterialien nicht – wie bei anderen Schulen – per Mail gesendet werden können. Viele der Unterrichtsmaterialien seien Gegenstände, die sich in der Schule befänden und nicht alle Kinder mit nach Hause nehmen könnten. Jan Klug sagt, dass er und seine Frau nun improvisieren und einfach zu dem greifen, was bei ihnen zuhause so rumliegt.

Dass die spezifischen Belange von Förderschulen in der Politik nur bedingt Gehör finden, sei nichts Neues, sagt Klug, der auch im Vorstand der Landeselternkonferenz sitzt. Der Umgang in der Corona-Krise bestätige nur seine bisherigen Erfahrungen. Vor allem über die Stellungnahme der Leopoldina, an der sich Bund und Länder bei der schrittweisen Schulöffnung orientiert haben, hat sich der Ingenieur geärgert.

Auf das besondere Betreuungsbedürfnis von Grundschüler*innen und Kitakindern seien die Wissenschaftler*innen in ihren Empfehlungen eingegangen. „Förderbedürftige Kinder werden auf den 18 Seiten jedoch an keiner Stelle erwähnt“, so Klug. Für ihn ein typisches Beispiel, wie „mit Behinderten im Allgemeinen und ihren Familien im Besonderen“ umgegangen werde.

Unklares Unterrichtskonzept

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert den Umgang der Landesregierungen während der Coronakrise. „Bisher hat die Politik die Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen weitgehend sich selbst überlassen“, beobachtet GEW-Vorstandsmitglied lka Hoffmann. Schulträger- und Behörden fordert sie auf, Förderschulen mit speziellen Schutzkonzepten und Beratung zu unterstützen.

Doch wie ein regulärer Unterricht an Förderschulen zurzeit aussehen könnte, bleibt vielerorts unklar. Nur wenige Bundesländer haben diesbezüglich überhaupt spezifische Ankündigungen gemacht. Klar ist bislang nur: Die Öffnung hängt mit dem jeweiligen Förderschwerpunkt der Schule und der daraus entstehende Betreuungssituation zusammen. Und: Förderschüler*innen, die dieses Jahr einen Abschluss schreiben, starten in der Regel zeitgleich mit den Abschlussklassen anderer Schularten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrifft das an den Förderschulen in diesem Schuljahr 16.000 Jugendliche.

Die Förderschüler*innen aus Sachsen starten am heutigen Mittwoch mit ihrer Prüfungsvorbereitung. Am Donnerstag sind dann Förderschüler*innen in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt dran. Förderschulklassen in Berlin, Brandenburg und Bayern etwa folgen kommenden Montag. In manchen Bundesländern ist derzeit noch offen, wann und wie Förderschüler*innen überhaupt wieder unterrichtet werden können. Viele Bundesländer bieten aber wie in den vergangenen Wochen weiter eine Notfallbetreuung an. Doch auch die sehen Beteiligte kritisch.

Zum Beispiel Sabine Behrendt, Schulleiterin der Städtischen Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in Brandenburg an der Havel. Derzeit befänden sich bei ihnen zwar nur vier Kinder in der Notbetreuung. Doch Behrendt beobachtet, wie wenig die Kinder die verordneten Schutzmaßnahmen einhalten können. Durch den engen Kontakt von Lehrkräften und Schüler*innen sei es nahezu unmöglich, einen Abstand von zwei Metern einzuhalten. Außerdem sei es für die Kinder schwer, sich an Hygieneregeln zu halten. „Bei Schnupfen ist da sofort mal die Hand im Gesicht“, erzählt Behrendt.

Schutz kaum möglich

Und das kann für Kinder mit Vorerkrankungen im Fall einer Infektion gefährlich werden. Eine Infektion aber lässt sich aber schwer verhindern, weil die Kinder bei einem Schulbesuch mit deutlich mehr Personen in Kontakt kommen als zuhause: der Fahrdienst vom Roten Kreuz, die Schulbegleiter*innen – all dies erhöht das Ansteckungsrisiko für Förderschüler*innen, die ohnehin oft zur Risikogruppe gehören. Andererseits weiß die Schulleiterin auch, was geschlossene Förderschulen für die Eltern bedeuten. „Unsere Kinder sind speziell. Die Eltern können sich mit ihnen nicht einfach an den Tisch setzen und Aufgaben auf E-Learning-Plattformen lösen.“

Dennoch ist Behrendt insgesamt froh, dass die Förderschulen geschlossen sind. Ursprünglich wollte das Kultusministerium in Brandenburg einen Teil der Förderschulen sogar noch offen halten, als bereits alle anderen Schulen wegen der Corona-Pandemie dicht waren. Die Entscheidung ist bei Eltern und Schulen gleichermaßen auf Unverständnis gestoßen: Mit dieser Regelung konnten im Endeffekt die Eltern entscheiden, ob ihre Kinder weiter zur Schule gehen oder nicht, kritisiert Sabine Behrendt von der Havelschule. Immerhin habe die Landesregierung diese Regelung schnell aufgegeben und die Förderschulen bis auf die Notbetreuung geschlossen. Und so wird es wohl erst mal bleiben.

Wenig öffentliche Wahrnehmung von Förderschulen

Für viele betroffene Eltern ist die jetzige Situation ein großes Problem. Nicht alle sind so flexibel mit ihren Arbeitszeiten wie der Ingenieur Klug aus Gelsenkirchen. Hinzu kommt, dass Förderschulen in der Regel Ganztagsschulen sind. Das heißt, Kindern und Eltern stehen oftmals keine außerschulischen Betreuungsmöglichkeiten zu. Und: Ein Teil der Eltern besuchte früher selbst eine Förderschule oder hat Migrationshintergrund.

Letzteres sei ein Grund dafür, dass die Förderschulen in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen würden, glaubt Jan Klug. Andererseits würden sich Land und Kommunen für Förderschulen wenig interessieren. Klug macht dies daran fest, dass sich Kommunen und Landesregierung die Verantwortung für die Förderschulen hin und schieben würden. Zum Beispiel für die Betreuungssituation.

Auch Familie Klug merkt, dass der Sohn zunehmend unter der Schulschließung leidet. Zwar könne er nicht sprechen. Dass aber nun der Schulbus unter der Woche nun nicht mehr kommt und ihn abholt, bedrücke ihn dennoch sehr, erzählt Klug. „Uns fällt es schwer ihm zu vermitteln, dass es nicht seine Schuld ist, dass die Schule momentan nicht stattfindet.“

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte haben sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit soll der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie Anfang Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen: Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 5. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen sollen die Regeln gelockert werden: PatientInnen oder BewohnerInnen sollen wieder durch eine bestimmte Person besucht werden können.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport soll das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt sein. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga darf die Saison ab Mitte Mai mit Geisterspielen fortsetzen – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten. Was alles unter „Großveranstaltung“ fällt, wird noch geklärt.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios sollen die Ländern Lockerungen eigenständig verantworten.

■ Spielplätze sollen unter Auflagen wieder öffnen – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen werden wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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