Schüsse vor israelischem Konsulat: Fast 200 Festnahmen nach Schüssen in Istanbul
Der IS soll für die Schüsse vor dem israelischen Konsulat in Instanbul verantwortlich sein. Knapp 200 Verdächtige wurden am Mittwoch festgenommen.
Foto: Murad Sezer/reuters
afp | Nach dem Schusswechsel vor dem israelischen Konsulat in Istanbul am Dienstag haben türkische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben am Mittwoch fast 200 Verdächtige festgenommen. Justizminister Akin Gürlek sprach im Onlinedienst X von einer „zeitgleichen Operation in 34 Provinzen gegen die Terrororganisation Daesh“ – die arabische Abkürzung für die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS). Die Zahl der Festgenommenen gab er mit 198 an.
Vor der diplomatischen Vertretung Israels im Geschäftsviertel Levent hatten am Dienstag mehrere Angreifer das Feuer auf Polizisten eröffnet, die daraufhin zurückschossen. Ein Angreifer wurde der Regionalverwaltung zufolge getötet, zwei weitere wurden verletzt. Sie sind unter den Festgenommenen. Zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen. Israelische Diplomaten befanden sich nicht in dem Gebäude.
Zuvor hatten bereits türkische Medien berichtet, der getötete Angreifer habe Verbindungen zur IS-Miliz gehabt. Das israelische Außenministerium und der US-Botschafter in der Türkei waren ebenfalls davon ausgegangen, dass ein gezielter Angriff auf das Konsulat geplant gewesen war.
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