Notfallmedizin für Corona in Deutschland: Warum Covid-19 tötet

30 Prozent der schwerst an Covid-19 Erkrankten sterben. Die Ursachen: Vorerkrankungen, Behandlungsdauer und das Fehlen eines Medikaments.

Zwie Menschen in Schutzanzügen stehe vor dem Eingang einer Intensivstation.

Gut ausgestattet: Krankenschwester und Stationsarzt im Uniklinikum Gießen und Marburg Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

BERLIN taz | Werden die Intensivbetten reichen? Seit Wochen bestimmt diese bange Frage die Debatte, ob und wie gut Deutschland die Pandemie überstehen wird. Doch nun zeigt sich: Es gibt derzeit sogar erhebliche Überkapazitäten – von 32.559 Intensivbetten bundesweit sind nach Angaben des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) mehr als ein Drittel, nämlich 12.937 frei.

Dennoch ist die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten, die trotz Hochleistungsmedizin nicht gerettet werden können, hoch: Drei von zehn Patienten, die so schwer am Coronavirus erkrankt sind, dass sie auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, sterben nach Angaben des DIVI in Deutschland. Warum?

„Eine solche Intensivsterblichkeit bei einer großen Kohorte von Patienten, das ist aus unserer Sicht sicherlich viel, findet sich aber auch bei anderen schwer verlaufenden Lungenentzündungen“, sagt DIVI-Präsident Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Interdisziplinäre Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital im nordrhein-westfälischen Eschweiler.

Intensivmedizin hat keine Medikamente an der Hand

Die Sterblichkeitsrate bei anderen viralen oder bakteriellen Lungenentzündungen, die ebenfalls intensivmedizinisch behandelt werden, liege zwischen 25 und 50 Prozent. Unklar sei, ob die Covid-19-Sterblichkeitsrate auf Intensivstationen von derzeit 30 Prozent womöglich nach oben korrigiert werden müsse. Janssens: „Die Patienten liegen außerordentlich lange auf der Intensivstation, 14 bis 21 Tage im Mittel, und von vielen wissen wir zurzeit einfach noch nicht, ob sie es schaffen werden.“ In Großbritannien etwa, das zeigen Daten des Intensive Care National Audit and Research Center, liegt die Sterblichkeit von maschinell beatmeten Covid-19-Patienten bei 51,6 Prozent. Heißt brutal: Nur jeder zweite Intensivpatient in Großbritannien überlebt, in der Gruppe der über 80-Jährigen sogar nur jeder vierte.

Nun ist Deutschland nicht Großbritannien, wo Patienten häufig erst zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt der Erkrankung, in einem weitaus kritischeren Allgemeinzustand und damit mit einer von vornherein schlechteren Prognose erstmals Zugang zu Intensivmedizin erhalten. Und dennoch, mahnt etwa Bernd Oliver Maier, Chefarzt für Palliativmedizin und interdisziplinäre Onkologie am St. Josefs-Hospital Wiesbaden und daneben Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, sei es unerlässlich, Nutzen und Schaden, aber vor allem das Ziel einer Intensivtherapie für jeden Betroffenen individuell immer wieder abzuwägen: „Gerade bei multimorbiden, vorerkrankten Patienten sollte man darüber nachdenken, ob eine Intensivtherapie tatsächlich für deren persönliche Lebensrealität einen Sinn ergibt.“

Klar sei schon jetzt, sagt Intensivmediziner Uwe Janssens: „Wir sehen bei Covid-19 ein dramatischeres Bild als bei anderen Lungenerkrankungen.“ Dies liege auch daran, dass die Intensivmedizin im Fall von Covid-19, anders als bei anderen Lungenentzündungen, „keine Medikamente an der Hand hat, mit denen wir das Virus killen können. Wir können also nur darauf hoffen, dass die Abwehrkräfte des Körpers in der Lage sind, das Virus in den Griff zu kriegen, während wir den Organismus mit invasiver Beatmungstherapie unterstützen und diese so gestalten, dass sie möglichst geringe Nebenwirkungen hat.“

Nun muss glücklicherweise längst nicht jeder mit dem Coronavirus Infizierte befürchten, an einer Lungenentzündung zu erkranken und auf einer Intensivstation um sein Leben zu ringen. Nur für 3 Prozent der übermittelten Infektionsfälle ist dem Robert-Koch-Institut (RKI) bekannt, dass diese Personen eine Lungenentzündung entwickeln. Bei dem Löwenanteil der Erkrankten, 83 Prozent, sind die Verläufe so mild, dass sie nach Angaben des RKI zu Hause oder ambulant versorgt werden können.

Die übrigen 17 Prozent werden im Krankenhaus behandelt, 3 bis 5 Prozent auf der Intensivstation, sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Michael Pfeifer. Der Anteil der sehr schweren Verläufe ist also gering, aber in der insgesamt kleinen Gruppe, die deswegen einer Intensivtherapie bedürfen, müssen sieben bis acht von zehn Patienten maschinell beatmet werden.

Rechtzeitiges Reagieren entscheidend

Und diese Beatmung kann, selbst wenn man sie überlebt, schwere Schäden nach sich ziehen. Diese betreffen paradoxerweise weniger die Lunge denn andere, durch Covid-19 selbst gar nicht geschädigte Organe wie die Nieren, das Herz sowie das Gehirn.

„Einige Patienten sind hinterher dialysepflichtig, bei anderen ergeben sich Komplikationen aufgrund von Keimen, die das Herz oder das Gehirn befallen; es sind Risiken, die nicht speziell mit Covid-19 zusammenhängen, sondern die grundsätzlich bei jeder Beatmung bestehen“, sagt Pfeifer. „Die Lunge dagegen erholt sich in der Regel so gut, dass die funktionelle Einschränkung nicht messbar ist.“

Ein leeres Bett in einer Intensivstation

Ausreichend vorhanden: leeres Bett in der Intensivstation des Berliner Krankenhauses Havelhöhe Foto: Fabrizio Bensch/reuters

Umso wichtiger sei es für Ärzte, sagen übereinstimmend Intensivmediziner Janssens, Lungenarzt Pfeifer und Palliativmediziner Maier, den Willen des Patienten zu kennen. „Viele“, sagt Bernd Oliver Maier, „haben eine sehr klare Vorstellung auch davon, wie sie leben, aber auch, wie sie sterben wollen.“ Die Aussicht, nach überstandener Intensivtherapie mit schwersten lebenslänglichen Behinderungen weiterzuleben, lehnten viele ab.

Was aber, wenn Ärzte nicht wissen, was der Patient unter einem für ihn lebenswerten Leben versteht, weil er bei der Einlieferung ins Krankenhaus nicht mehr ansprechbar ist? Was, wenn die Ärzte nur noch die Angehörigen fragen können – und diese in ihrer Angst, einen geliebten Menschen zu verlieren, womöglich Druck machen, die Therapie trotzt minimaler Erfolgsaussicht fortzusetzen? „Es wird häufig unterstellt, Ärzte betrieben die Intensivtherapie aus kommerziellen Gründen, quasi ohne Indikation und ohne Rücksicht auf den Patienten“, sagt der Palliativmediziner Maier. „Das kann ich nicht bestätigen.“

Michael Pfeifer, Lungenspezialist und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin

„Je mehr Begleit­erkrankungen ein Patient hat, desto größer ist sein Risiko zu versterben“

Auch die Annahme, es würden zu viele Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, sei „so pauschal nicht korrekt“. Wenn ein Patient plötzlich unter schwerster Atemnot leide und sich zuvor nicht explizit, etwa per Patientenverfügung, gegen eine Beatmung ausgesprochen habe, wäre es unethisch, so Maier, ihm nicht durch künstliche Sauerstoffzufuhr zu helfen. „In einer solchen Akutsituation“, sagt Maier, „kann man oft noch gar nicht differenzieren, wer von der Therapie profitieren wird und wer nicht.“ Dies stelle sich oft erst im Verlauf der Intensivtherapie heraus. „Und dann ist es natürlich wichtig, immer wieder zu fragen, welches das Therapieziel ist, ob es erreicht werden kann oder ob es eine Therapieziel­änderung geben muss.“ Auch das Eingeständnis, die Maschinen dann besser abzustellen, könne dazugehören.

Für die Erfolgsaussicht der Beatmung bei Covid-19 entscheidend sei, sagt Lungenspezialist Pfeifer, dass sie rechtzeitig beginne, also nicht zu früh, aber auch nicht zu spät; häufig gerieten bis dahin stabile Patienten zwischen Tag 8 und 12 der Erkrankung quasi aus heiterem Himmel binnen weniger Stunden in eine lebensbedrohliche Situation.

Rechtzeitiges Reagieren aber erfordere zugleich eine engmaschige Überwachung der Patienten – sowie hoch spezialisiertes Personal, das in der Lage sein muss, Röntgenuntersuchungen und Computertomografien durchzuführen, Blutgasanalysen korrekt zu interpretieren und ein strenges Monitoring der Vital- und Blutwerte zu garantieren. „Wir hatten in der Intensivfachpflege schon vorher Personalmangel“, sagt Uwe Janssens. „In der Coronakrise ist es nicht besser geworden.“ Die Zahl der Intensivbetten allein sagt also wenig aus über die tatsächliche Qualität der Behandlung. Dazu kommt, so der Lungenspezialist Pfeifer: „Je mehr Begleiterkrankungen ein Patient hat, desto größer ist sein Risiko, zu versterben.“

Zu diesen Erkrankungen gehören etwa, das hat das Robert-Koch-Institut ermittelt, Herzerkrankungen und Bluthochdruck, Asthma und chronische Bronchitis, Lebererkrankungen, Diabetes und Krebs. Auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem, etwa aufgrund einer Transplantation oder durch Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem schwächen, zählen zur Risikogruppe.

Das Wissenschaftliche Institut der Krankenkasse AOK (WIdO) hat anhand der Abrechnungsdaten des Jahres 2018 zur ambulanten und stationären Versorgung von Versicherten sowie zur ambulanten Arzneimitteltherapie errechnet, „dass unter den 83 Millionen Einwohnern Deutschlands bei insgesamt 21,9 Millionen Personen mindestens eine der berücksichtigten Vorerkrankungen vorliegt, sodass sie ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe von Covid-19 haben“.

Jeder vierte Bundesbürger ist also statistisch gesehen gefährdet. Dabei zeige sich aber, so das WIdO, „ein deutlicher Anstieg mit zunehmendem Lebensalter“. Bei den über 80-Jährigen etwa liege der Patientenanteil mit Vorerkrankungen bei 80 Prozent. Entsprechend wenig überraschend teilt das RKI mit, dass 87 Prozent aller Covid-19-Todesfälle und 19 Prozent aller Fälle älter als 70 Jahre sind.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte haben sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit soll der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie Anfang Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen: Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 5. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen sollen die Regeln gelockert werden: PatientInnen oder BewohnerInnen sollen wieder durch eine bestimmte Person besucht werden können.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport soll das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt sein. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga darf die Saison ab Mitte Mai mit Geisterspielen fortsetzen – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten. Was alles unter „Großveranstaltung“ fällt, wird noch geklärt.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios sollen die Ländern Lockerungen eigenständig verantworten.

■ Spielplätze sollen unter Auflagen wieder öffnen – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen werden wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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