Neue Umfrage zur Wahl in Berlin: Linkspartei und Grüne überholen die CDU
Die regierende CDU rutscht auf den vierten Platz. Linke und Grüne legen zu. Die fünf stärksten Parteien trennen aber weiterhin nur wenige Prozentpunkte.
afp/dpa/taz | Knapp drei Monate vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat die CDU des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner die Führung in der Wählergunst einer Umfrage zufolge an die Linke verloren. Die Linkspartei um Spitzenkandidatin Elif Eralp erreicht in der am Mittwochabend veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg 20 Prozent und legt damit seit Ende April um 2 Prozentpunkte zu. Die CDU verliert 2 Punkte auf 17 Prozent und belegt Platz vier.
Dazwischen rangieren die Grünen mit 19 Prozent bei einem Plus von 1 Punkt und die AfD mit unverändert 18 Prozent. Die derzeit mit der CDU regierende SPD verliert 1 Punkt auf 13 Prozent.
Die FDP und das BSW wären mit unverändert jeweils 3 Prozent nicht im neuen Landesparlament vertreten. Befragt wurden von Donnerstag vergangener Woche bis Montag 1.165 Wahlberechtigte in Berlin.
Wegner spricht von Warnsignal für die Stadt
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner spricht angesichts des Absackens seiner CDU von einem besorgniserregenden Signal für die Hauptstadt. „Die Zahlen sind alles andere als gut, das ist klar. Sie sind aber auch ein Warnsignal für die Stadt. Wir haben eine klare Stärkung der Ränder“, sagte Wegner dem Tagesspiegel. „Die Linkspartei ist jetzt vorn, wir haben aber auch eine sehr, sehr starke AfD.“ Das sei gefährlich für die Stadt.
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Rechnerisch und politisch denkbare Koalitionen mit parlamentarischer Mehrheit wären in Berlin Dreierbündnisse aus Linkspartei, Grünen und SPD oder aus Grünen, CDU und SPD. Die Abgeordnetenhauswahl findet am 20. September zeitgleich mit der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern statt. Zuvor wird am 6. September in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt.
Die Abgeordnetenhauswahl vom 12. Februar 2023 gewann die CDU mit 28,2 Prozent vor der SPD und den Grünen mit je 18,4 Prozent. Die Linke erreichte damals 12,2 Prozent, die AfD kam auf 9,1 Prozent. Die FDP schied mit 4,6 Prozent aus dem Landesparlament aus, das BSW trat noch nicht zur Wahl an. Wegners CDU ging nach der Wahl eine Koalition mit der SPD ein.
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