Krach zwischen Ukraine und USA : Welche Chancen hat die Ukraine noch?
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Die neue Allianz zwischen Trump und Putin sorgt für einen Eklat vor laufenden Kameras. Die EU will Gelder für die Ukraine bereitstellen. Kann das den Krieg beenden?
Eigentlich war der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenksyj in der vergangenen Woche nach Washington gereist, um ein von den USA gefordertes Rohstoffrahmenabkommen zu unterzeichnen. Stattdessen düpierten US-Präsident Donald Trump und sein Vize J.D. Vance Selenskyj vor laufenden Kameras, es kam zu einem so nie gesehenen Eklat, und schließlich musste Selenskyj vorzeitig abreisen.
Zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs drückten sofort ihre Solidarität mit der Ukraine aus und trafen sich in London mit Selenskyj zu einem Krisengipfel – während aus den trumpnahen Kreisen in den USA erst die Forderung kam, Selenskyj möge sich entschuldigen oder zurücktreten und schließlich die Erklärung, Washington setze mit sofortiger Wirkung alle Militärhilfe an die Ukraine so lange aus, bis man überzeugt sei, dass die Ukraine tatsächlich Frieden wolle.
In Deutschland einigten sich CDU und SPD in ihren Sondierungsgesprächen darauf, doch eine Verfassungsänderung mit dem alten Bundestag durchzusetzen, um zukünftige Militärausgaben grundsätzlich von der Schuldenbremse auszunehmen. EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen stellte unter dem Titel „ReArm Europe“ („Europa wiederbewaffnen“) die Idee vor, „nahezu 800 Milliarden Euro“ für die Aufrüstung der EU zu mobilisieren. Noch an diesem Donnerstag – ein Tag nach der Aufzeichnung dieser Podcastfolge – sollte bei einem EU-Sondergipfel in Brüssel über das weitere Vorgehen diskutiert werden.
Unterdessen schrieb Selenskyj auf X, er wolle Frieden, sei weiterhin bereit, das Rohstoffabkommen zu unterzeichnen und bedauere den Verlauf des Besuchs in Washington. Donald Trump reagierte darauf in seiner Rede zur Lage der Nation gönnerhaft – aber Militärhilfe und Aufklärungsinformationen bleiben zunächst dennoch ausgesetzt.
Was bedeutet der aktuelle Bruch der USA mit der Ukraine für das angegriffene Land? Wie schaut Moskau auf Trump und auf Europa? Kann Europa die Unterstützung der USA ersetzen? Gibt es tatsächlich irgendeine Chance auf Frieden?
Darüber spricht taz-Auslandsredakteur Bernd Pickert mit der ukrainischen taz-Autorin Anastasia Magasowa, Moskau-Korrespondentin Inna Hartwich und Brüssel-Korrespondenten Eric Bonse.
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