Klimawandel in Spanien: Rekordwert von 101 Hitzetoten in Spanien im Mai
Die ungewöhnlich frühe Hitzewelle hat über 100 Menschen das Leben gekostet, teilt das spanische Gesundheitsministerium mit.
afp/taz | In Spanien sind nach Behördenangaben im vergangenen Monat 101 Menschen im Zusammenhang mit der Hitze im Land gestorben – ein Rekord seit Beginn der Erhebung der Zahlen vor mehr als zehn Jahren. „Diese Zahl ist 3,6 Mal höher als die Durchschnittszahl der Hitzetoten im Mai im vergangenen Jahrzehnt“, erklärte das spanische Gesundheitsministerium am Mittwoch. Es betonte „die bedeutenden Auswirkungen von Hitze-Episoden sogar schon vor Sommerbeginn“.
Bei den Angaben zu den Hitzetoten handelt es sich um Schätzungen, die sich auf ein System namens Momo stützen. Dieses sammelt die tägliche Zahl der Todesfälle in Spanien und gleicht sie mit der auf Grundlage historischer Daten eigentlich zu erwartenden Todesfälle ab.
Im Mai waren in mehreren Städten des beliebten Urlaubslandes Temperaturrekorde gemessen worden. Insbesondere in Nordspanien habe es über mehrere Tage hinweg „für einen Mai außergewöhnlich hohe Temperaturen“ gegeben, erklärte der nationale Wetterdienst Aemet.
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Wegen des erhöhten Sterberisikos bei Hitze informiert das spanische Gesundheitsministerium die Bevölkerung mithilfe einer Hitze-Alarm-Skala von grün für „kein Risiko“ bis rot für „hohes Risiko“. Am Mittwoch ist dort die Lage aber entspannt, fast landesweit zeigte die Karte „grün“. Die Höchsttemperaturen langen bei knapp 30 Grad.
Seit dem Beginn der Datenerhebung 2015 bis zum Sommer 2025 wurden insgesamt 27.564 Todesfälle hohen Temperaturen zugeschrieben. Das tödlichste Jahr war laut Gesundheitsministerium 2022 mit 4.789 mutmaßlichen Hitze-Toten, gefolgt von 2025 mit 3.832 Fällen.
Die Menschen in Spanien sind zwar an Hitze gewöhnt. In den vergangenen Jahren haben die Hitzewellen allerdings zugenommen, und dies auch außerhalb der Sommermonate.
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