piwik no script img

KI und die OscarsKein Preis für computergenerierte Schauspieler

Oscars können nicht an KI-Schöpfungen verliehen werden, gaben die Academy of Motion Picture Arts and Sciences am Freitag bekannt. Ähnliches gilt auch für Drehbücher.

Eine Oscar-Statue steht beim 91. Oscar-Nominierten-Lunch vor dem Schriftzug Foto: Danny Moloshok/Invision/AP/dpa

afp | Nachdem der im vergangenen Jahr verstorbene US-Schauspieler Val Kilmer mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz wieder auf der Leinwand erschien, haben die Oscar-Organisatoren ein Machtwort gesprochen: Der wichtigste Filmpreis der Welt werde nicht an KI-Schöpfungen verliehen, erklärten sie am Freitag. „In der Kategorie Schauspiel werden nur Rollen berücksichtigt, die im Abspann des Films aufgeführt und nachweislich von Menschen mit deren Einverständnis gespielt wurden“, erklärte die US-amerikanische Academy of Motion Picture Arts and Sciences.

Gleiches gilt der Erklärung zufolge für die Vorlagen für Filme: „In den Drehbuchkategorien ist festgelegt, dass Drehbücher von Menschen verfasst sein müssen, um zugelassen zu werden.“

Erst vor wenigen Tagen hatte eine KI-Version des verstorbenen Val Kilmer für Furore gesorgt. Bei einer Präsentation für Kino-Besitzer wurde der Trailer für den Archäologie-Actionfilm „As Deep As The Grave“ mit einer digitalen Version des „Top Gun“-Stars gezeigt. Das Projekt wurde von der Familie des verstorbenen Schauspielers unterstützt, die Zugang zu Kilmers Videoarchiv gewährte. Dieses wurde genutzt, um den Filmstar in verschiedenen Lebensabschnitten zu rekonstruieren.

Bei Kilmer war bereits früher KI zum Einsatz gekommen – im Film „Top Gun: Maverick“ aus dem Jahr 2022. In Folge einer Kehlkopfkrebs-Erkrankung hatte der Schauspieler seine Stimme verloren, die mit Hilfe von KI in den Film eingefügt wurde.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare