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Jahresbericht der WelthungerhilfeMehr Hungernde durch die Klimakrise

Jeder elfte Mensch hat nicht mehr genug zu essen. Trotzdem sinken die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit.

afp | Durch den Klimawandel, Krisen und Kriege waren auch 2024 wieder mehr Menschen weltweit von Hunger betroffen. Laut dem Jahresbericht der Welthungerhilfe hat inzwischen jeder elfte Mensch nicht mehr genug zu essen. Die Organisation ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland, politisch und konfessionell unabhängig und vorwiegend durch Spenden finanziert.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind Fortschritte im internationalen Kampf gegen den Hunger schon länger rückläufig. So hungerten bereits 2023 mehr als 750 Millionen Kinder, Frauen und Männer. Die heftigen Budgetkürzungen bei Hilfsorganisationen drohten nun zusätzlich bisherige Erfolge zunichtezumachen, sagte Marlehn Thieme, Präsidentin der Welthungerhilfe, bei der Vorstellung des Berichts.

Besonders einschneidend sind Kürzungen bei den Entwicklungsgeldern der USA, weil diese international bisher einer der größten Geldgeber für Entwicklungshilfeprojekte waren. Aber auch andere Länder, etwa Deutschland, haben ihre Hilfe für die Ärmsten zurückgefahren. Die Regierungen begründen das mit der Wirtschaftslage und wachsenden Militärausgaben. Es fehle aber nicht nur Geld, sagte Thieme. Auch die humanitäre Hilfe insgesamt werde stärker hinterfragt. Deshalb hat die Organisation ihre Strategie geändert und will künftig vermehrt lokale Gemeinschaften stärken, innovative Ansätze suchen und sich besser mit internationalen Partnern vernetzen. Ein wichtiger Ansatz sei die Förderung von Klimaresilienz. Das verbinde „Ernährungssicherheit mit Umwelt- und Klimaschutz“.

2024 kooperierte die Welthungerhilfe mit 318 nationalen Hilfsorganisationen und unterstützte mit 649 Auslandsprojekten rund 18,7 Millionen Menschen in 37 Ländern.

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