Hass im Netz und Kanzlerkandidatur: Gefakte Nacktbilder von Baerbock
Gefakte Bilder, gefälschte Zitate: Die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wird im Netz verstärkt angegriffen. Sie hat jetzt Personenschutz.
Foto: Jörg Carstensen/dpa
afp | Die Grünen beklagen nach der Kür der Parteivorsitzenden Annalena Baerbock zur Kanzlerkandidatin zunehmende Angriffe im Netz. „Sowohl Annalena Baerbock als auch Robert Habeck werden im Netz schon lange attackiert“, sagte Parteisprecherin Nicola Kabel dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitagsausgaben). Seit Baerbocks Wahl zur Kanzlerkandidatin hätten gefälschte Zitate und gefakte Bilder aber zugenommen. „Das begann gleich in den ersten Tagen“, fügte sie hinzu.
Alleine in den letzten zwei Wochen habe die Parteizentrale 15 Meldungen im Rahmen des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes gemacht, sagte die Sprecherin den Zeitungen. „Wenn Dinge strafrechtlich relevant erscheinen, bringen wir sie zur Anzeige“, erläuterte Kabel.
„Nicht alles hat automatisch eine frauenfeindliche Komponente, aber sie kommt in manchen Fällen noch dazu“, sagte die Sprecherin. Zuletzt waren unter anderem vermeintliche Nacktbilder Baerbocks aufgetaucht, die aber in Wahrheit nicht sie zeigen, sondern ein russisches Modell. Die Grünen-Vorsitzende bekomme seit kurzem Personenschutz.
Die frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Ulle Schauws, sagte dem Redaktionsnetzwerk: „Dass eine Frau Kanzlerkandidatin bei den Grünen ist und deshalb angegriffen wird, zeigt eine gewisse Hilflosigkeit derer, die sie angreifen.“ Das sei ein „sehr billiges und chauvinistisches Mittel“. Es spreche eher gegen die Verursacher, als dass es Baerbock schade.
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