HIV damals und Corona heute: Das Virus der Anderen

Bei Corona hegte man nur kurz die Illusion, mit dem Virus nichts zu tun zu haben. Bei HIV vergingen Jahre, bis Politik und Gesellschaft reagierten.

Im Central Park liegen bunte Gedenk-Decken. Menschen einen Kreis gebildet

Gedenken an Aids-Tote im Central Park in New York, 1988 Foto: Wilbur Funches/dpa

Schockierende Bilder aus New York gingen in den letzten Tagen um die Welt. Holzsärge, die in einem riesigen Massengrab auf einer Insel vor New York gestapelt wurden. Hart Island, die ehemalige Gefängnisinsel. Menschen, die die Aidskrise über- oder erlebt haben, haben meist schon einmal von diesem Ort gehört: In den 1980er Jahren hat die Stadt New York dort neben Armen, Obdach- und Namenlosen ihre Aids­toten beerdigt. Zu Beginn sogar in Einzel- statt in den üblichen Massengräbern, weil man Angst hatte, dass die Seuche sonst auf die anderen Leichen (!) übergreifen würde.

New York, so viele Tote. Das ist auch in anderer Hinsicht ein Déjà-vu: Schon einmal wurden die USA von einem Präsidenten gelenkt, der die Bedrohung durch ein neuartiges Virus viel zu lange und mit tödlichen Folgen ignorierte – im Fall von Aids auch, weil es zunächst vordergründig „die Richtigen“ traf, also Homosexuelle, Prostituierte, DrogenkonsumentInnen. Ronald Reagan nahm das Wort Aids erstmals 1985 in den Mund und auch nur, weil es nicht mehr anders ging.

Sein ehemaliger Schauspielkollege und Hollywood-Star Rock Hudson war an den Folgen der Immunschwächekrankheit gestorben. Gleichzeitig hatte er sich als Homosexueller geoutet: Anders als Corona war Aids von Beginn an mit Sexualität und moralisch abweichendem Verhalten assoziiert.

Auch in Deutschland fühlen sich nun insbesondere Ältere an längst vergangen geglaubte Zeiten erinnert: Der Kontakt mit anderen Menschen wird zur Gefahr – und Sexualität ist nur noch in monogamer Partnerschaft beziehungsweise unter Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern möglich, also gar nicht. Als Aids aufkam, lange vor dem Internet, wurde Telefonsex populär. Denn so war garantiert, dass man „es sich nicht holt“. Aber was eigentlich?

Am Anfang der Epidemie war Aids nur ein „Schreck von drüben“, wie der Spiegel im Mai des Jahres 1982 schrieb. In New York, Los Angeles und San Francisco litten plötzlich junge schwule Männer zwischen 25 und 30 Jahren unter Kaposisarkomen, einer seltenen Krebsart, begleitet von schweren Infektionskrankheiten, Lungenentzündungen.

Bald schon stellte man fest, dass durchaus auch heterosexuelle Männer und Frauen betroffen waren, Bluter, Drogenabhängige – und ein Begriff für die Bedrohung wurde gefunden, nicht mehr „Gay Related Disease“ (GRID), sondern „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ (AIDS).

Der Atlantik war nicht breit genug

Man wusste aber nicht genau, was der Auslöser war: Hatte es mit dem Gebrauch von Poppers zu tun? Lag es am exzessiven Gebrauch von Sonnenstudios, waren es Bakterien – oder eine Geißel Gottes, die „extra Peitsche, die der liebe Gott für die Homosexuellen bereit hat“, wie der Spiegel den Berliner Bakteriologen Franz Fehrenbach zitierte. Der Ton der Debatte war damit früh gesetzt, in den folgenden Jahren schwankte er meist zwischen apokalyptischen Seuchenängsten und Bestrafungsfantasien.

Im Juni 1983 geht der Spiegel erstmals mit dem Thema Aids auf den Titel, das amerikanische Seuchenzentrum in Atlanta hat zu diesem Zeitpunkt 1.556 eindeutige Aidsfälle weltweit registriert, in Deutschland sind 24 bekannt, 558 Todesfälle gibt es bislang in den USA: „Droht eine Pest? Wird Aids wie ein apokalyptischer Reiter auf schwarzem Ross über die Menschheit kommen? Ist eine moderne Seuche in Sicht, die sich zu Tod, Hunger und Krieg gesellen wird, wie einst im Mittelalter? Oder werden nur die homosexuellen Männer daran glauben müssen?“

Holzsärge, die in einem riesigen Massengrab auf einer Insel vor New York gestapelt wurden

Der Atlantik war entgegen mancher Hoffnung nicht breit genug gewesen – für viele schwule Männer aus der Mittelschicht war es zu dieser Zeit bereits üblich, regelmäßig in die USA zu fliegen – und zwar nicht zum Ski fahren.

1983 erklärt die Bundesregierung Aids in einer Pressemitteilung erstmals zu einem nationalen Problem, und der seinerzeitige Gesundheitsminister Heiner Geißler verkündet, die Krankheit bekämpfen zu wollen. Aber wie und womit? Das Bundesgesundheitsministerium lädt eine Task Force aus San Francisco ein, um sich beraten zu lassen.

Man prüft die Möglichkeiten des Bundesseuchengesetzes – aber wie lässt sich damit eine Krankheit bekämpfen, deren Übertragungswege und Inkubationszeiten niemand kennt? Und die vor allem eine Bevölkerungsgruppe betrifft, über die man wenig bis gar nichts weiß – während diese umgekehrt nach Verfolgungserfahrung im Rahmen des Paragrafen 175 ein tiefes Misstrauen gegenüber dem eigenen Staat hegt?

Ein gewisser Horst Seehofer

Bereits im Sommer 1983 gründete daher eine Gruppe schwuler Männer zusammen mit der Krankenschwester Sabine Lange die Deutsche Aidshilfe – eine Selbsthilfeorganisation, die allmählich vom staatlichen Gesundheitswesen inkorporiert wurde. Ganz im Geist der (neoliberalen) Zeit orientierte sich die Bundesregierung an der WHO-Charta von Ottawa (1986) und versuchte, Gesundheitsförderung in den jeweiligen Milieus oder Communitys herzustellen – unter aktiver Miteinbeziehung und durch Selbsthilfe. Die deutschen Aidshilfen erhielten via BZgA (Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung) massive staatliche Unterstützung.

Es war der Beginn einer letztlich erfolgreichen bundesdeutschen Aidsstrategie, der mit dem Namen Rita Süssmuth verbunden ist – die zugleich eine andere, sehr wichtige Voraussetzung hatte, nämlich die Entdeckung der Krankheitsursache im April 1984: Der Amerikaner Robert Gallo gab bekannt, dass Aids durch ein von ihm entdecktes Virus ausgelöst werde (bereits ein Jahr zuvor hatten Luc Montagnier und Françoise Barré-Sinoussi vom Institut Pasteur in Paris den HIV Typ 1 beschrieben).

Gegen eine Geißel Gottes hilft nur beten. Ein Virus kann man mit den Mitteln der Aufklärung bekämpfen. Was Rita Süssmuth, Gesundheitsministerin im Kabinett Kohl und gläubige Katholikin, in Angriff nahm, nachdem sie sich mit ihrem liberalen Ansatz gegen ihre Unions-Konkurrenz aus Bayern hatte durchsetzen können.

Wäre es nach der CSU gegangen, hätte man die Möglichkeiten des Bundesseuchengesetzes voll ausgeschöpft, inklusive „Contact Tracing“ und „Absonderung“ in speziellen Heimen, wie es ein gewisser Horst Seehofer seinerzeit forderte.

Flatten the Curve

Über die Aidshilfen konnten nun die „Risikogruppen“ in ihren unmittelbaren Umfeldern adressiert werden. 1984 waren bereits die ersten HIV-Tests erhältlich, 1985 setzte sich allmählich die Erkenntnis durch (außer im Vatikan), dass man sich mit Hilfe von Kondomen relativ gut vor der Ansteckung schützen kann.

Erstmals kam die leise Hoffnung auf, dass man diese Krankheit längerfristig in den Griff bekommen könnte. Und während man in München die Schwulensaunen schloss und die Heizung auf öffentlichen Toiletten herunterdrehte – im Februar 1987 hatte das Kabinett von Franz Josef Strauß einen Aids-Maßnahmenkatalog (Razzien, Zwangstests) beschlossen –, setzte man im Rest der Republik im großen Stil auf Aufklärung und Prävention.

„Kondom“ wurde das Wort des Jahres 1987. Und es funktionierte: Die Neuinfektionsraten in Deutschland sanken massiv, insbesondere die schwulen Männer änderten ihr Sexualverhalten – für den Fall, dass dem nicht so gewesen wäre, Flatten the Curve, hatte sich übrigens auch Süssmuths Bundesgesundheitsministerium härtere Maßnahmen in der Hinterhand behalten.

Anfang der neunziger Jahre geriet Aids dann in dem Maß in Vergessenheit, in dem die Mehrheitsbevölkerung begriff, dass die Apokalypse ausbleiben und sie als heterosexuelle Normalbürger ein relativ geringes Risiko hatten, sich mit dem HI-Virus zu infizieren. Den Gesundheitspolitikern war es gelungen, das Virus aus der Mitte der Gesellschaft herauszuhalten. Doch gerade zu diesem Zeitpunkt starben in der Gay-Community sehr viele Menschen unter teils tragischen Bedingungen. Aufmerksamkeit erregten aber nur noch prominente Fälle, etwa der Tod Freddie Mercurys 1991.

Der Wendepunkt

Aids blieb die Krankheit „der Anderen“, auch wenn es durchaus eine große Solidarisierung mit den Opfern gab, vor allem mit der Hauptbetroffenengruppe, den schwulen Männern. Im Großen und Ganzen aber wurde Aids im Laufe der Neunziger zu einem weiteren Problem „des Globalen Südens“, vor dem man glaubte die Augen verschließen zu können.

Ja, auch diese Seuche bekam man im Westen in den Griff. 1996 kam der Wendepunkt mit der Einführung von Haart, einer Kombinationstherapie mit Medikamenten, die das früher oder später zum Tod führende Virus an seiner Replikation hindern. Das Sterben hörte bei jenen auf, die Zugriff auf die Medikamente hatten, eine Heilung bedeutet diese Therapie indes bis heute nicht, denn das Virus verbleibt im Körper der Infizierten. Mit einem dieser Medikamente, Kaletra, verbindet sich nun die Hoffnung, Covid-19 in den Griff zu bekommen.

Während Corona gerade erst beginnt zu wüten, gibt es in Bezug auf Aids die konkrete Hoffnung auf ein Ende der Pandemie, die weltweit geschätzt 32 Millionen Todesopfer (UNAIDS) gefordert hat: Mithilfe der in immer mehr Ländern eingesetzten Medikamente und ihrer prophylaktischen Einnahme (PrEP) sowie konsequenter Testung hofft man die Krankheit längerfristig vom Antlitz der Erde zu verbannen.

Noch aber leben laut UNAIDS geschätzt 36,9 Millionen Menschen (Stand 2014) mit dem Virus – die Mehrheit von ihnen wartet noch immer auf Zugang zur antiretroviralen Therapie. In Deutschland leben laut Robert-Koch-Institut (Stand 2015) geschätzte 84.700 Menschen mit dem Virus, 72.000 davon mit Diagnose, 12.700 ohne. Im Jahr 2015 starben in Deutschland 460 Menschen an den Folgen von Aids, seit Beginn der Epidemie waren es insgesamt 28.100 Menschen.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie im Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 29. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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