piwik no script img

Grüner FraktionsvorsitzFür Toni bleibt's spannend

Anton Hofreiter kündigt an, im Herbst erneut für den Vorsitz der grünen Bundestagsfraktion zu kandidieren. Auch Katrin Göring-Eckardt will bleiben.

Ulrich Schulte

Aus Berlin

Ulrich Schulte

Anton Hofreiter will Grünen-Fraktionschef bleiben – und sich im Herbst erneut als Vorsitzender der Bundestagsfraktion zur Wahl stellen. „Ich will im Herbst die gemeinsame Arbeit mit der Fraktion fortsetzen“, sagte Hofreiter der taz. „Ich finde meine Aufgabe gerade total spannend. Es ist ein Privileg, die Fraktion in diesen Zeiten führen zu dürfen.“

Der 49-jährige Hofreiter führt seit 2013 gemeinsam mit Katrin Göring-Eckardt die grüne Bundestagsfraktion. Der Fraktionsvorstand wird turnusgemäß alle zwei Jahre neu gewählt. Göring-Eckardt hat bereits zuvor öffentlich gemacht, erneut zu kandidieren.

Hofreiter gehört seit 2005 dem Deutschen Bundestag an und war von 2011 bis 2013 Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 bewarb sich der promovierte Biologe vergeblich um die grüne Spitzenkandidatur an der Seite Göring-Eckardts. In einer Urwahl landete er hinter dem damaligen Parteivorsitzenden Cem Özdemir und dem derzeitigen Amtsinhaber Robert Habeck nur auf dem dritten Platz.

Während Göring-Eckardt angekündigt hat, bei der nächsten Bundestagswahl nicht wieder Spitzenkandidatin ihrer Partei werden zu wollen, lässt Hofreiter seine Ambitionen vorerst offen. Auf die Frage, ob er im Falle von Neuwahlen Interesse an der Spitzenkandidatur der Grünen hätte, antwortete er, es werde viel darüber spekuliert, wann gewählt werde oder wann nicht. Wenn es dann so weit wäre, „werden wir Grünen gemeinsam entscheiden, was die beste Aufstellung für uns ist“.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

8 Kommentare

 / 
  • Die ganze Armseligkeit des Herrn Hofreiter offenbart sich im Interview zum Thema "Friday for future" im DLF heute morgen.



    Erschreckend die Unbedarftheit. Ein Kaiser ohne Kleider. Einfach lächerlich.



    www.deutschlandfun...:article_id=443693

    • @Trabantus:

      Angesichts der weltweiten Demonstrationen ist wohl eher der Reporter ärmlich, dem ausser der Schulpflicht nichts anderes einfällt

    • @Trabantus:

      Das Interview war in der tat unsäglich. Solche Auftritte erweisen dem berechtigten Anliegen einen Bärendienst. Haben die Grünen denn keine Medientrainer, die das Spitzenpersonal auf Interviews vorbereiten?

    • 9G
      98589 (Profil gelöscht)

      @Trabantus:

      Da muss ich Ihnen widersprechen.



      Die Antworten von Herrn Hofreiter treffen genau den Punkt.



      Wünschenswert wäreallerdings gewesen, er hätte den Lehrern Mut gemacht, an den Demos teilzunehmen, diese in den Unterricht einzubinden.



      Haben ja heute einige gemacht. Prima!

  • Mit dieser Eloquenz und diesen nachhaltigen Konzepten sollte er/sie sich eigentlich als Kanzler*innenkandidat*in bewerben. Meine Stimme wäre ihr/ihm sicher.

    • @C.O.Zwei:

      Nö, keine Satire, Realität.

    • @C.O.Zwei:

      Ist das jetzt Satire?

    • @C.O.Zwei:

      Ist das Realsatire?