Gender Solidarity Gap: Frauen machen's vor
Obwohl Frauen benachteiligt werden, sind sie solidarischer. Von Organspende bis zu gleicheren Löhnen: Fünf Studien zeigen, wie das konkret aussieht.
Im binären Geschlechtervergleich werden Frauen nach wie vor strukturell benachteiligt: Weltweit verdienen sie weniger als Männer, sind häufiger von Altersarmut bedroht und leisten den Großteil unbezahlter Care-Arbeit. Sie putzen, übernehmen Pflegeverantwortung und tragen einen erheblichen Teil der emotionalen und organisatorischen Arbeit, damit unser gesellschaftliches Zusammenleben funktioniert.
Diese Ungleichheiten – ob Gender Pay Gap, Pension Gap oder Care Gap – bleiben viel zu oft unsichtbar. Gleichzeitig werden die Leistungen von Frauen systematisch unterbewertet. Was braucht es, damit wir diesen Zustand nicht weiter normalisieren? Zum Beispiel mehr Solidarität für den feministischen Kampf – von Männern. Heute mehr denn je.
Wie Solidarität aussehen kann, zeigen Frauen bereits selbst. Der sogenannte Gender Solidarity Gap verdeutlicht, dass Frauen sich häufiger für Klimagerechtigkeit einsetzen, großzügiger spenden und in ihrem Arbeitsumfeld egalitärer handeln. Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob Solidarität möglich ist – sondern wer bereit ist, sich anzuschließen.
Geld bis Organe, Frauen geben mehr
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Gerechtere Wissenschaft
In einem brasilianischen Netzwerk von mehr als 270.000 Wissenschaftler:innen zeigt sich: Männer arbeiten stärker mit anderen Männern zusammen als Frauen, die egalitärer vernetzt sind. Frauen nähern sich bei der Zusammenarbeit dem tatsächlichen Frauenanteil im Feld an, Männer liegen immer darunter.
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Disclaimer: Geschlecht wird in quantitativen Studien häufig nur in männlich und weiblich unterteilt. Die hier dargestellten Studien sollten unter diesem Vorbehalt betrachtet werden.
Zum feministischen Kampftag am 8. März wird die wochentaz zur feministaz. Während Rechte von Frauen, trans, inter und nichtbinären Personen weltweit angegriffen und zurückgedreht werden, fragt die Ausgabe, was gegen Ohnmacht und Ratlosigkeit helfen kann. Unsere Antwort: Solidarität. Auf 52 Seiten zeigt die feministaz, wie Solidarität im Großen wie im Kleinen gelebt wird. Auch auf taz.de wird das Thema vier Tage lang begleitet. Das ganze Editorial können Sie hier lesen.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
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