Feuer in Flüchtlingsheimen

Brandursachen ungeklärt

In Berlin und Hamburg hat es in Flüchtlingsunterkünften gebrannt. Niemand wurde verletzt. Die Ursachen sind noch unklar.

Feuerwehreinsatz in Hamburg-Hammerbrook, alle 15 Bewohner des Flüchtlingsheims sind unverletzt. Bild: dpa

HAMBURG/BERLIN dpa | Nach dem Feuer in einer Hamburger Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge ist die Brandursache weiter unklar. Die Brandermittler werteten derzeit Spuren aus, hieß es am Mittwochmorgen bei der Polizei. Die etwa 15 Bewohner der Unterkunft waren am Dienstag nach Angaben der Feuerwehr bei dem Brand im Stadtteil Hammerbrook unverletzt geblieben. Die Hamburger Sozialbehörde geht nach Angaben eines Sprechers nicht von einem Anschlag aus. Bei den Bewohnern der Unterkunft handelt es sich laut Sozialbehörde um minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, die straffällig geworden sind. Die 16 Container stehen in einem Industriegebiet.

In Berlin sind beim Brand in einem Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge die Bewohner glimpflich davongekommen. Es wurde niemand verletzt, allerdings ist das Haus im Stadtteil Lichterfelde nun unbewohnbar, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Zuvor hatte es den Verdacht gegeben, dass zwei Jugendliche Rauchgasverletzungen erlitten haben. Das Feuer brach am Dienstag aus noch unbekannter Ursache in einem Zimmer im ersten Stock des dreigeschossigen Hauses aus. Von dort griff es auf ein anderes Zimmer und das Dach über. Das Dach brannte großflächig und stürzte in das darunter liegende Geschoss.

Etwas über die mögliche Brandursache zu sagen, sei noch viel zu früh, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ermittler könnten ihre Arbeit erst aufnehmen, wenn der Brand komplett gelöscht sei. Am Dienstagabend war das noch nicht der Fall. Ein benachbartes anderes Flüchtlingsheim sei nicht von dem Feuer betroffen, hieß es.

In dem Haus befand sich laut Polizei zugleich ein Wohnheim für Alkoholiker und Obdachlose. Fast alle Bewohner des Hauses – 62 Jugendliche und 76 Erwachsene – hätten sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht, sagte der Feuerwehrsprecher. Die Betreuer hätten sie ins Freie geführt. Zwei Jugendliche seien mit Atemschutz-Hauben von der Feuerwehr aus dem Haus geholt worden. Die Bewohner seien nun in einer Ersatzunterkunft. Die Feuerwehr war mit 100 Einsatzkräften vor Ort.

In Berlin hatte es bereits am Wochenende in einer Flüchtlingsunterkunft gebrannt. Im Stadtbezirk Treptow-Köpenick brannte ein Zimmer komplett aus. Ursache war vermutlich die Zigarette eines Bewohners, der beim Rauchen eingeschlafen war.

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