Falschinformationen über Corona: „Infodemie“ bekämpfen
Krude Coronathesen fluten das Netz. ExpertInnen aus aller Welt fordern Tech-Konzerne auf, Falschinformationen zu bekämpfen.
Kokain heilt Covid-19. Das Virus ist eine biologische Waffe, hergestellt in einem Labor in China oder in den USA. Und überhaupt ist die Pandemie nur eine Erfindung der Medien oder einer geheimen Weltmacht. Diese und andere fragwürdige Theorien werden derzeit zuhauf auf Facebook, Twitter oder Youtube gestreut. In einem über das Kampagnen-Netzwerk Avaaz verbreiteten offenen Brief warnen Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen vor den Folgen solcher Fehlinformationen.
„Diese Lügen sind von Bedeutung, weil sie falsche Heilmittel anpreisen oder die Menschen von Impfungen und wirkungsvollen Behandlungen abbringen wollen“, heißt es. Menschenleben würden durch die weltweite „Infodemie“ gefährdet. Zu den Unterzeichner:innen des Briefes zählen der Virologe Christian Drosten, die Professorin Melanie Brinkmann von der TU Braunschweig sowie Expert:innen aus der ganzen Welt.
Sie fordern die Tech-Konzerne auf, auf den Plattformen Richtigstellungen zu veröffentlichen. Zudem sollen Algorithmen angepasst werden, damit falsche Informationen sich nicht weiterverbreiten.
Gegenüber der taz bekräftigte Facebook, dass man Mitarbeiter:innen im Gesundheitswesen uneingeschränkt unterstütze. Gegen gezielte Falschinformationen gehe man aggressiv vor. Zudem seien Tausende Beiträge, die zur unmittelbaren Gefahr werden könnten, entfernt worden.
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