Erneute Straftat in Cottbus: Synagoge mit Hakenkreuz beschmiert
Unbekannte sprühen erneut rechtsextreme Symbole auf eine Synagoge in Cottbus. Auch ein alternatives Wohnprojekt in der Stadt traf es.
Foto: Patrick Pleul/dpa
epd | Die Synagoge in Cottbus ist in der Nacht zu Montag erneut mit rechtsextremen Symbolen beschmiert worden. Eine Polizeistreife entdeckte gegen 3.30 Uhr ein aufgemaltes Hakenkreuz an dem Gebäude. Es war 1,50 mal zwei Meter groß, sagte Polizeisprecher Sascha Erler am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Schmiererei mit schwarzer Farbe wurde zunächst überklebt und soll im Laufe des Tages entfernt werden.
Es ist der zweite antisemitische Vorfall an der Synagoge innerhalb weniger Tage. Bereits am Freitag hatten Unbekannte das Gebäude in der Cottbuser Innenstadt mit einem judenfeindlichen Schriftzug beschmiert. In beiden Fällen ermittelt der polizeiliche Staatsschutz. Laut Erler sollen unter anderem mögliche Videoaufzeichnungen ausgewertet werden. Zudem soll mit der Gemeinde über mehr Schutzmaßnahmen gesprochen werden.
Bei einem weiteren mutmaßlich rechtsextremen Vorfall wurde in der Nacht zu Montag in dem Cottbuser alternativen Wohnprojekt „WK51“ eine Rauchbombe gezündet, wie die „Initiative Sichere Orte Südbrandenburg“ am Montag mitteilte. Aufgrund einer Vielzahl vorheriger Vorfälle gehe die Initiative von einer politisch motivierten Tat aus.
Vergangene Woche war bekannt geworden, dass der Sprecher der Initiative – ein evangelischer Pfarrer – bedroht wird. Demnach hatten zwei Unbekannte in dessen Wohnhaus die Haustür eingetreten und vor seiner Wohnungstür randaliert. Sie hinterließen rechte Sticker. Laut Brandenburger Verfassungsschutz ist Cottbus eine „Hochburg des Rechtsextremismus“.
Umverteilung gegen rechts
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