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Entschuldigung, Mexiko!iDisculpa!

Unser Autor prognostizierte vor dem Turnierbeginn, dass Mexiko chancenlos sei. Jetzt leistet er Abbitte und sagt Danke für den herrlichen Auftritt.

Es ist an der Zeit für eine Entschuldigung. Mexiko, schrieb ich bei der taz-Vorstellung der Teams vor zweieinhalb Wochen, habe nur Chancen, wenn sich Kameruner und Kroaten die Beine brächen, die Brasilianer keine Lust hätten und alle anderen Gegner von den Kartellen eingeschüchtert würden.

Was für ein Schwachsinn! Was für schönen Fußball Ihr geliefert habt! Und welche Tragik, dass Ihr denn doch noch in der letzten Minute von den Niederländern rausgeworfen wurdet! Ausgerechnet von denen!

Was habt ihr nicht alles zu dieser WM beigetragen! Gegen Kamerun weggesteckt, dass gleich zwei reguläre Tore nicht gegeben wurden und trotzdem weitergekämpft und verdient gewonnen. Den Brasilianern mit 0:0 und besseren Chancen den Zahn gezogen. Die Kroaten mit 3:1 rausgeworfen. Immer nach vorne gespielt, nie eingemauert, herrlich!

Und das erste Tor gegen die Niederlande, durch vier Gegner durchgeknallt, wunderbar! Und die überzeugende Landes- und Sprachkunde, mit der ihr uns alle gelehrt habt, dass ihr euch in Mexiko einfach alle immer gegenseitig mit „Stricher“ anredet und die „Puto“-Rufe Eurer Fans in den Stadien also keineswegs homophob waren!

Danke Mexiko! ¡Putos holandeses!

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