Die Wahrheit: Abschiedsbriefe
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über verflossene Beziehungen erfreuen.
Zu guter Letzt, so dacht ich mir,
sag ich dir’s möglichst milde:
Nicht eins der Kinder ist von dir.
Nimm’s nicht so schwer. Tschüss, Hilde
Dein Mundgeruch: spektakulär.
Noch krasser: deine Winde.
Ich hab gekämpft, ich kann nicht mehr.
So leid's mir tut, Sieglinde
Wie sehr hab ich davon geträumt:
Von Strand und Whiskey-Cola.
Ich hab dein Konto abgeräumt.
Aus Rio grüßt Carola
Ich hab gekocht, gesaugt, gewischt,
von dir kam nie ein Danke.
Ich hab Arsen ins Bier gemischt.
Have good vibrations! Anke
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Warum sachlich, wenn es persönlich geht.
Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.
Warum beweisen, wenn man behaupten kann.
Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.
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