Die Wahrheit: Zwei wie Schwech und Pefel
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über ein politisches Pärchen der Zukunft erfreuen.
Da haben sich wohl zwei gefunden,
verschränkte Quanten irgendwie.
Und wir, die medialen Kunden,
sind Publikum und hören sie.
Der eine herrscht mit Macht in Bayern,
der täglich zeigt, was er so schlemmt.
Das Greenhorn sah man jüngst beim Leiern,
wie er nen Haftbefehl-Rap slamt.
Und plötzlich schien die Welt zu stehen!
Zum schlimmen Unwort „Hurensohn“
war Markus Söder kurz zu sehen,
der Babo auf dem Bayernthron.
Doch während wir bei Söder warten,
dass Senf tropft, wenn er Witze reißt,
ist es nicht catchy nachzukarten,
indem man so verbal entgleist.
Denn wär nicht „Hundesohn“ genauer,
so wie der in der Hütte keift
und daliegt auf der Dauerlauer
und jeden in die Waden kneift?
Da übt wohl einer schon das Dissen
fürs zukünftige Kanzleramt,
derweil der Söder frische Bissen
ins nimmersatte Mäulchen rammt.
Wie mag ’ s da nur dereinst gelingen,
wenn das Regierungsbündnis droht?
Hilft da, im Doppel-Rap zu singen
zu Burgers Bürgerangebot?
Doch Vorsicht, Greenhorn, sieh gut hin –
sonst landest du im Semmel drin!
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