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Die WahrheitBestrickende Spiele und mehr

Bei der 358.000. Vorstandssitzung des Wahrheitklubs knallen zu Ehren Norwegens in Leipzig sämtliche Sicherungen durch.

Die folgende Mitteilung des Wahrheitklub-Vorstands dürfen ausschließlich Vollmitglieder lesen. Nichtmitgliedern ist es strengstens untersagt, den amtlichen Inhalt des Textes auch nur zur Kenntnis zu nehmen:

„Norwegen, wir kommen auf Umwegen!“ – auch in diesem verwackelten Jahr fand wieder eine öffentliche Vorstands­sitzung des Wahrheitklubs auf der Leipziger Buchmesse statt. Da der Vorstandsvorsitzende ©Tom und der Exekutivvorstand Michael Ringel aus Gründen verhindert waren, mussten, ebenfalls aus Gründen, das Exe­kutivorgan und Vorstands­mitglied Harriet Wolff, im ­tatkräftigen Messeverbund mit dem Wahrheit-Zeichner Rattelschneck aka Marcus Weimer aka ©Tom-Ersatz mit Gummiglatze und dem ewigen Wahrheitklub-Anwärter Andreas Rüttenauer, seines Zeichens taz-Leibesübungen-Redakteur und in i. V. für Michael Ringel, aber so was von ran!

Die folgenden Aufzeichnungen können deshalb das ­Geschehen am taz-Messestand nur unvollständig, doch ­unterhaltsam wiedergeben. Da Norwegen Gastland der ­Buchmesse war, tagte der Wahrheitklub unter den Motti: „Norwegen, wir kommen auf Umwegen!“, gefolgt von: „Die Norweger sind da. Die Norwegerinnen sind schon längst da!“ Und holla die Norwegenfee, letzteres stimmte genau auf den Punkt und pünktlich.

Hallöchen und Heisann

Denn wahrhaftig: Gerade als die Klubsitzungssause ihren Höhepunkt (dazu im Folgenden mehr) erreichte, erreichten uns doch wahrhaftig am Bühnenrand zwei waschechte, mit allen Wassern frisch gewaschene Norwegerinnen, um dem Wahrheit-Komitee und den Wahrheit-Lesern ein herzhaftes „Hallöchen und Heisann“ entgegenzuschleudern. Direkt aus München und Oslo angekommen, durften wir Frøydis Tuseth-Kraft und Nina Lykke begrüßen!

Lykke bereichert mit diversen und sehr lesbaren Romanen auch die deutsche ­Literatur, musste sich jedoch am ver­gangenen Samstag einem ausführlichen Norwegen-­Referat von Rüttenauer i. V. für Ringel geschlagen geben. Er nahm darin gekonnt und informativ durchgeknallt Bezug auf den aktuellen Outfit-­Skandal der norwegischen Skispringer. Doch der Reihe nach.

Stücker zwei Norwegerpullis mussten in Leipzig dank rosafarbener Polyesterwolle mit Öko-Siegel ganz verstrickt werden

Normalerweise wird bei Wahrheitklub-Sitzungen statt geklatscht gebuht. Und das ­besonders stark gleich zu Beginn, wenn dem wichtigsten Wahrheit-Symbol gehuldigt wird: dem LAMINATOR. Doch dieses Jahr kam es aus Gründen anders. Es wurde durchgängig frenetisch geklatscht und einzig gebuht, als es darum ging, den bösen Schnitter Tod zu ­dissen, der uns Ende letzten Jahres unseren allzeit geschätzten und verdienten Wahrheit-Fotografen Burghard Mannhöfer weggeholt hat. RIP Burghard.

Er hätte seine Freude gehabt, fotografisch wie menschlich, am Herzstück der 358.000. ­Vorstandssitzung des Wahrheitklubs, galt es doch beim Publikumsspiel gleich Stücker zwei Norwegerpullis zu stricken! Und das auch noch aus rein rosafarbener Polyesterwolle mit Öko-Siegel – klar, dass hier die zwei Mit­spielergruppen aus je zehn Personen sofort anstrickten und bestrickend weiterstrickten an den längsten und fadenscheinigsten Norwegerpullis der Welt.

Ein Strickgruppentrupp strickte sogar einen Pappbecher voll mit klebrigen Wahrheit-Sekt in sein Werk hinein, was fast zum Spielausschluss führte, letztlich aber zum gemeinsamen Sieg mit dem anderen strickenden Wolltrupp! Denn die Wahrheitklub-Leitung verfügte im Strickstreich, dass es diesmal keine Einzelgewinner und ­-gewinnerinnen geben würde.

Der Preis war dann auch so wahrhaft bestrickend, dass er nur beinhalten konnte: Wahrheit­klub-Anwärter Andreas Rüttenauer, hier i. V. für Michael Ringel, wird in zwei Norwegerpullis ­eingestrickt! Wie immer galt dabei, und auch am Leipziger Ende dieser tumultösen ­Veranstaltung, die Wahrheitklub-Devise: „Ridentem dicere verum.“

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