Die Wahrheit: Rätsel Rücktritt
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit. Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über einen nichts merkenden Politiker erfreuen.
Warum treten immer die zurück,
die es eigentlich nicht müssten,
während wir so manches rohe Stück
gerne in der Wüste wüssten?
Wer zurücktritt, hat ja noch Gefühl
und nimmt wieder Teil am Leben,
spürt mal wieder Wärme, da wo kühl
Bleibende den Irren geben.
Da ist jener, der mal Bienen liebt,
würgend Richtung Ahorn schreitet,
sich mit Dönern satt die Kante gibt
und die Backentaschen weitet.
Etwas später sieht man ihn vegan,
bärtig und am Hungertuche.
Wie im Bunde mit Sankt Florian
ist er voll auf Zündelsuche.
Dessen Rücktritt aber wär mal was!
Wenn ihm wer das Mikro böte,
während er von Abschiedstränen nass
schweigt – die alte Södertröte.
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Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.
Warum beweisen, wenn man behaupten kann.
Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.
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