Die Wahrheit: Das Joch der Übergangsjacke

Donnerstag ist Gedichtetag: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über ein jahreszeitliches Kleidungsstück erfreuen.

Ein Mann mit blauer Jacke und Hund spaziert durch den Schnee.

Übergangsjacke im Winter: Doch schlüpf ich wieder in sie rein, beginnt der Schweiß zu fließen Foto: AP

Zieh ich sie aus im Sonnenschein,

bemerk ich kühle Brisen.

Doch schlüpf ich wieder in sie rein,

beginnt der Schweiß zu fließen.

Wie immer man sich auch entscheidet,

nur eines ist gewiss: Man leidet.

Ist’s warm, schlepp ich sie nutzlos rum,

spür ihre Last mich stressen.

Ist mir mal kalt, ich bräucht sie drum,

hab ich sie fix vergessen.

Die Jackenplage kostet Nerven,

so kam der Plan, sie wegzuwerfen.

Bloß für die Tonne voller Dreck

ist sie zu gut erhalten.

Als Spende für den guten Zweck

hat sie zu viele Falten.

Sie kann nicht mal – ist’s denn zu fassen?! –

in ihrer letzten Stunde passen.

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kari

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