Corona und Altenheime in Bayern: „Man kann an Vereinsamung sterben“

In Bayerns Altenheimen dürfen sich Bewohner nicht näher als 1,5 Meter kommen. Eine Petition will das ändern und fordert: Weniger Abstand, mehr Würde.

Hände von älteren Menschen.

In Bayern derzeit verboten: Körperkontakt von Bewohnern in Altenheimen Foto: Panthermedia/imago

MÜNCHEN taz | Richard Reich ist auf dem Sprung. Er und seine Frau wollen gleich noch deren Tante besuchen. Was gar nicht so unkompliziert ist, wie es klingt. Denn die Tante wohnt im Altenheim, und bayerische Altenheime gleichen derzeit Hochsicherheitstrakten – nur dass es in diesem Fall darum geht, die „Insassen“ vor der Allgemeinheit zu beschützen.

88 Jahre ist die Tante jetzt alt und braucht Betreuung. Sie leidet unter Depressionen und beginnender Demenz. Bis vor einem Jahr konnte sie noch zu Hause gepflegt werden, doch dann starb der Mann, und es gab keine andere Lösung mehr: Sie zog ins Heim. Anfangs gefiel es ihr dort ganz gut. Aber dann kam Corona.

Wie alle anderen Heimbewohner in Bayern durfte wie wochenlang überhaupt keinen Besuch mehr empfangen. Und auch innerhalb des Heims hieß die Devise: Abstand. Eine Regelung, die noch immer gilt. In der Allgemeinverfügung des Gesundheitsministeriums zu Regelungen in Pflegeeinrichtungen heißt es: „Es ist jederzeit und von jeder Person in der Einrichtung grundsätzlich ein Mindestabstand zu weiteren Personen von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.“ Ausgenommen davon sind lediglich pflegerische Tätigkeiten des Personals, bei denen das Abstandhalten nicht möglich ist.

Eine Entfernung, die besonders weit ist, wenn diesseits und jenseits dieser 1,5 Metern zwei Menschen sitzen, die vielleicht schon sehr schwerhörig sind oder an Demenz leiden und ohnehin nur noch auf Kommunikation durch Berührung reagieren. „Sie will auch körperliche Nähe“, sagt Richard Reich über die Tante. Seit Corona habe sie kognitiv und psychisch dramatisch abgebaut. „Wir waren erschüttert, wie schnell das geht.“

Schutzmaßnahmen nicht im Interesse der Senioren

Jetzt versuchen Reich und seine Frau mit der alten Dame wenigstens während der Besuchszeiten nachzuholen, was noch nachzuholen ist. Meist holen sie sie dann für kurze Zeit aus dem Heim. Heute gehen sie mit ihr ins Café. Den Platz auf der Terrasse, wo man etwas abseits sitzen kann, haben sie bereits reserviert. Oder letztens, da haben sie eine kleine Spritztour gemacht. Die alte Frau sei richtig aufgedreht, habe lauthals mitgesungen, als Reich eine CD mit Liedern aus ihrer Jugend aufgelegt hat. Musik aus einem Marika-Rökk-Film: „Maske in Blau“. Ausgerechnet.

Aber jedes Mal kommt dann der Moment des Abschieds, und der fällt der 88-Jährigen immer schwerer. Warum sie denn nicht noch mit reinkommen, fragt sie dann, versteht es nicht, wird wütend. Und muss schließlich allein wieder zurück in die Isolation. „Ihr wurde ein Stück weit der Lebensmut genommen“, sagt Reich.

Was aber bringt das Leben, wenn der Lebensmut fehlt? Sind die Schutzmaßnahmen tatsächlich noch im Interesse der alten Menschen? Nein, finden drei Mitarbeiterinnen eines Coburger Altenheims und haben jetzt eine Onlinepetition auf den Weg gebracht. Der Titel: „Abstand heißt Einsamkeit“. Die Petition, die sich an das bayerische Gesundheitsministerium richtet, hat eine einzige Forderung: das Abstandsgebot innerhalb eines Wohnbereichs eines Altenheims fallen zu lassen, also in der Regel für Gruppen von rund 20 bis 30 Personen.

Sie wollten keine Vermischung der Bewohner verschiedener Wohnbereiche, stellen die drei Initiatorinnen der Petition klar, auch keine Lockerung der Abstandsregelung für Mitarbeiter und Besucher. „Wir wollen lediglich die Bewohnerinnen und Bewohner von der Abstandsregelung zueinander befreien und ihnen ein Stück Normalität, Gemeinschaft und Bedürfnisbefriedigung ermöglichen“, schreiben sie in der Petition. „Aktuell lassen wir unsere Bewohner sehenden Auges vereinsamen.“

„Es sind nicht mehr die gleichen Menschen“

Die drei Frauen wollen das Sprachrohr der Alten sein, die sich meist selbst nicht mehr artikulieren können. Noch bis zum 25. Oktober kann man unterschreiben.

Die Altenpflegerinnen kritisieren, dass die Maßnahmen im Heim dieselben seien, die man aus dem öffentlichen Raum kenne. Für die Heimbewohner betreffe das jedoch ihr Zuhause. „Wir können zumindest zu Hause ein normales Leben führen – wie vor Corona“, sagt Czwielongs Kollegin Gabriele Schier. „Aber genau das ist den Heimbewohnern verwehrt. Und wir sehen ja bei der tagtäglichen Arbeit, wie die Leute drunter leiden, wie sie abbauen. Es sind einfach nicht mehr die gleichen Menschen.“

Regelmäßig werden die Heimmitarbeiterinnen Zeuginnen der Verzweiflung der alten Menschen und ihrer Versuche, dem vermeintlichen Schutz zu entgehen. Czwielong erzählt von einer Bewohnerin, die einer anderen einen Kaffee einschenken wollte, aber die trennende Plexiglasscheibe nicht gesehen hat. „Dann ist sie immer wieder mit der Kaffeekanne gegen diese Scheibe gestoßen und schließlich unheimlich wütend und verzweifelt geworden. Ich musste dazwischen gehen, damit die Plexiglasscheibe nicht umfällt.“

Oder die beiden fast hundertjährigen Frauen, die vor der Pandemie jeden Tag miteinander verbracht haben, eine saß im Rollstuhl, die andere schob sie durchs Haus. Die Corona-Schutzmaßnahmen hätten diese Freundschaft nun beendet – wenn die beiden Frauen sich daran gehalten hätten. Tun sie aber nicht. Sie besuchen sich heimlich weiterhin, verstecken sich im Zimmer und gehen schnell auseinander, sobald eine Schwester kommt. „Muss man sich mit fast 100 Jahren verstecken – weil man seine Freundin trifft?“, fragen die Heimmitarbeiterinnen. „Durch die Abstandsregeln entstehen Situationen, die für uns nichts mehr mit Würde zu tun haben.“

Psychische Gesundheit in Gefahr

Und gefährden die beiden tatsächlich sich und andere durch ihr verbotenes Handeln? Ist ihre gelebte Freundschaft ein Sicherheitsrisiko? „Die Gefahr ist so gering, dass diese Abstandsregelung einfach unverhältnismäßig ist“, argumentiert Gabriele Schier. „Schutzmaßnahmen sind wichtig, aber was für einen Sinn macht es, nur den Körper zu schützen, wenn die Seele leidet? Man kann auch an Vereinsamung sterben.“

Natürlich sitzt der Schock von Würzburg noch tief. Dort hatte das Virus zu Beginn der Pandemie im Altenheim St. Nikolaus gewütet. Mehr als die Hälfte der Bewohner infizierte sich, 25 starben. Richard Reich plädiert dennoch für einen „angstfreieren Umgang“ mit dem Virus. Im März und April sei man kalt erwischt worden. „Aber jetzt haben wir eine andere Situation. Wir können testen, wir können für mehr Sicherheit sorgen.“

Ob er schon unterschrieben habe? Andreas Krahl freut sich über die Erinnerung. Nein, aber das werde er gleich nach dem Telefonat nachholen. Krahl ist Landtagsabgeordneter der Grünen und in seiner Fraktion für die Themen Pflege und Senioren zuständig, hat selbst lange in der Krankenpflege gearbeitet. Natürlich gebe es das Restrisiko einer Ansteckung, sagt er. „Aber wie kommt denn das Virus rein? Das fliegt ja nicht einfach durch die Tür.“

Entscheidend sei daher, die Maßnahmen zu verstärken, die das Virus erst gar nicht ins Heim ließen. Krahl fordert regelmäßige Tests für die Menschen, die zur Arbeit in die Heime kämen. Und eine bessere Schutzausrüstung. So sollten FFP2- oder FFP3-Masken flächendeckend zur Verfügung gestellt werden. Aber für die Bewohner eines Wohnbereichs sollte man die Vorschriften lockern, das findet auch Krahl. „Das ist doch die gleiche Situation wie in einem Privathaushalt. Zu Hause trage ich auch keine Maske.“

Gesundheitsministerin konzentriert sich auf Besuche

Warum die bayerischen Regelungen dennoch so streng sind, ist ihm genauso wie den Heimmitarbeiterinnen aus Coburg unbegreiflich. „Die anderen Bundesländer sind da deutlich lockerer“, sagt Gabriele Schier. Der Landkreis Coburg grenzt direkt an Thüringen. „Da gibt es das überhaupt nicht. Da können die Heimbewohner ganz normal leben.“

Warum also ist das in Bayern nicht möglich? Gesundheitsministerin Melanie Huml antwortet auf Anfrage der taz schriftlich und ausweichend: Gerade bei Demenzerkrankten seien Berührung und Nähe ein wichtiges Mittel zur Kommunikation, räumt die CSU-Politikerin einerseits ein und verspricht: „Wie wir diese wichtige Nähe in der aktuellen Situation ermöglichen können, prüfen wir derzeit.“ Andererseits betont sie: „Das A und O ist der Mindestabstand von 1,5 Metern.“ Das Abstandsgebot könne „mit geringem und zumutbarem Aufwand“ eine Ansteckung verhindern. Dies könne auch helfen, Besuchsmöglichkeiten aufrechtzuerhalten.

Überhaupt legt die Gesundheitsministerin ihren Schwerpunkt auf das Thema Besuche, nicht auf den Kontakt der Heimbewohner untereinander. „Der Schutz der Pflegedürftigen vor Einsamkeit liegt mir sehr am Herzen“, sagt sie, und deswegen setze sie alles daran, drastische Maßnahmen wie etwa ein generelles Besuchsverbot zu vermeiden. Im Gegenteil: Sie drängt die Heime sogar dazu, Besuche auch auf den Zimmern der Bewohner zuzulassen.

Das komme überhaupt nicht in Frage, sagt Cornelia Thron, Chefin der Caritas im Landkreis Kronach, die dort beispielsweise das Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth betreibt. Der Umgang mit den Besucherregeln sei ja gerade das, was ihr Bauchschmerzen bereite. Schließlich ist die Infektionsgefahr bei Besuchen um einiges höher als innerhalb des Heims.

Und der Mindestabstand zwischen den Bewohnern – wie geht sie damit um? Gar nicht. Innerhalb eines Wohnbereichs von St. Elisabeth müssten die Heimbewohner keinen Mindestabstand einhalten. Auch Plexiglasscheiben gebe es hier nicht. Und das alles mit dem Segen des Gesundheitsamtes. Auch die Heimaufsicht sei bereits da gewesen und habe nichts zu beanstanden gehabt. Vielleicht kommt es ja doch nur auf die richtige Auslegung der ministeriellen Vorgaben an.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. In den vergangenen Monaten beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Ab wann Spiele wieder vor Publikum stattfinden, ist noch nicht klar.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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