Bundestagskandidat Tareq Alaows: Verbal und physisch bedroht

Der erste aus Syrien geflüchtete Bundestagskandidat erhielt mehrere Drohungen. Nun zieht Tareq Alaows seine Kandidatur zurück.

Tareq Alaows vor dem Bundestag

Tareq Alaows kandidierte als erster syrischer Geflüchteter für den Bundestag Foto: Fabrizio Rensch/reuters

DINSLAKEN taz | Nach Drohungen zieht Tareq Alaows seine Kandidatur für den Bundestag zurück. Der Jurist und Organisator ist gebürtiger Syrer und kandidierte als erster Geflüchteter für Bündnis 90/Die Grünen in Oberhausen und Dinslaken.

Die Pressestelle der Grünen in Dinslaken gab der taz am Vormittag bekannt, dass Tareq Alaows seine Bundestagskanditatur zurückziehen wird und begründete dies mit Morddrohungen gegen ihn und Personen aus seinem Umfeld seit der Bekanntgabe seiner Kandidatur. Konkrete Drohungen zwangen Alaows, sich vorerst vollständig aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen: „Die hohe Bedrohungslage für mich, und vor allem für mir nahestehende Menschen, ist der wichtigste Grund für die Rücknahme meiner Kandidatur.“

Alaows kandidierte als erste aus Syrien geflüchtete Person für den Bundestag, um „die Rechte von Geflüchteten und Mi­gran­t*in­nen in Deutschland zu vertreten und für eine vielfältige und gerechte Gesellschaft für Alle einzutreten“.

Die mit Tareq Alaows auf dem taz lab, dem Kongress der taz, am 24. April geplante Veranstaltung über solidarische Wege zu einer gerechten Klimapolitik sagt die taz vorerst ab. An dieser Stelle soll nun voraussichtlich über Hass in unserer Einwanderungsgesellschaft gesprochen werden.

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