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Bürgerkrieg in MaliRegierungstruppen erobern die Stadt Kidal zurück

Tuareg-Rebellen haben sich aus der nordmalischen Stadt zurückgezogen, die sie vor fünf Monaten erobert hatten. Es ist ein großer symbolischer Sieg für die Regierung.

Die malischen Streitkräfte haben nach Angaben der Übergangsregierung die nordmalische Stadt Kidal zurückerobert. Die Stadt war vor fünf Monaten von Tuareg-Separatisten der Azawad-Befreiungsfront (FLA) und der mit al-Qaida verbundenen Gruppe Jama'at Nusrat al-Islam (JNIM) eingenommen worden. An der Rückeroberung seien Luft- und Bodentruppen sowie die russische paramilitärische Einheit Afrikakorps beteiligt gewesen, sagte Regierungssprecher Issa Ousmane Coulibaly im Staatsfernsehen.

Die Regierung in Bamako teilte mit, die Truppen würden ihre Präsenz verstärken, um ‌die Rückkehr der öffentlichen Verwaltung zu ermöglichen. Die Separatistengruppe Befreiungsfront von Azawad (FLA) erklärte, der Abzug sei eine Reaktion auf Luftangriffe der malischen Armee und russischer Kräfte. Es handele sich um eine vorübergehende Maßnahme, um die eigenen Kräfte zu schonen.

Mali wird seit mehr als einem Jahrzehnt von islamistischen Kämpfern sowie einem Aufstand der Tuareg im Norden geplagt. Die Militärregierungen in Mali, Burkina Faso und Niger haben sich in den vergangenen Jahren von westlichen Partnern abgewandt und Russland um Unterstützung im Kampf gegen die Extremisten gebeten.

Das Afrikakorps hat die russische Söldnergruppe Wagner ersetzt und arbeitet mit dem malischen Militär zusammen. Die malische Armee hatte sich im April aus Kidal zurückgezogen, nachdem es im ganzen Land zu einer Reihe von Angriffen gekommen war, bei denen Verteidigungsminister Sadio Camara getötet wurde.

Der Sahel-Experte Rida Lyammouri bezeichnete die Rückeroberung von Kidal als „großen symbolischen Sieg für die Zentralregierung“.

Die Bundeswehr hatte ‌ihren jahrelangen Einsatz im Rahmen der UN-Mission ⁠Minusma in Mali Ende 2023 beendet, nachdem sich die Beziehungen zur Junta zunehmend verschlechtert hatten. Eine Analystin ‌bezeichnete die Einnahme von ‌Kidal als „symbolisch“, aber nicht als „entscheidend“ im Kampf gegen die Aufständischen. (ap/rtr)

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