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Berechnung des IWKeiner da

In der deutschen Wirtschaft werden zukünftig 1,3 Millionen mehr Arbeitskräfte fehlen als zunächst angenommenn. Grund dafür ist etwa die gesunkene Zuwanderung.

epd | Der Renteneintritt der Babyboomer-Generation wird den deutschen Arbeitsmarkt einer Prognose zufolge stärker treffen als zunächst angenommen. „Am Ende fehlt ein Potenzial von mehr als vier Millionen Arbeitskräften“, heißt es in einer Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, die am Montag veröffentlicht wird und dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt. Das seien etwa 1,3 Millionen mehr als bisher erwartet. Einen Grund dafür sieht das Institut in der Migrationspolitik der Bundesregierung. Zuerst hatte die Rheinische Post berichtet (Samstag, online).

2036 werde der letzte Jahrgang der Babyboomer das Rentenalter erreichen, erklärte das arbeitgebernahe Institut. Bis dahin werde die Erwerbsbevölkerung laut der IW-Bevölkerungsprognose um rund 4,3 Millionen Arbeitskräfte schrumpfen. Vor zwei Jahren sei die Berechnung noch von einer Lücke von drei Millionen ausgegangen.

Die Bevölkerung schrumpfe schneller als angenommen, heißt es in dem IW-Bericht. 2024 habe man noch mit einem Wachstum Deutschlands bis 2040 gerechnet. Doch 2025 ging die Bevölkerungszahl laut dem Statistischen Bundesamt erstmals seit vielen Jahren zurück. Bis 2040 wird sie laut IW auf unter 82 Millionen Menschen sinken, weil weit mehr Menschen sterben, als geboren werden.

„Migrationswende“ der Bundesregierung ein Grund für die Entwicklung

Bislang habe Zuwanderung die Entwicklung ausgeglichen. Allerdings sei die Zahl der Zuzüge stark gesunken. Als Gründe nennt das Institut etwa die „Migrationswende“ der Bundesregierung. Auch die getrübte konjunkturelle Perspektive lasse kurz- und mittelfristig geringere Wanderungsgewinne erwarten.

Die aktuelle Legislaturperiode sei „die letzte Chance, Maßnahmen einzuleiten“, um die Folgen der Babyboomer-Verrentung abzumildern, hieß es. Die Fachkräftezuwanderung sei „ausbaufähig“. Die Erwerbsbeteiligung könne erhöht werden und es gebe Potenziale bei der Pro-Kopf-Arbeitszeit. Das IW schlug vor, Arbeiten solle attraktiver gemacht werden, etwa durch eine geringere Belastung mit Steuern und Sozialbeiträgen.

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