Literaturwissenschaftler über Kolonialismus „Keine Perspektive vergessen“ Das Erinnerungskonzept zum Kolonialismus für Berlin muss aus der kritischen Zivilgesellschaft kommen. Das sagt Literaturwissenschaftler Ibou Diop. Interview von Susanne Memarnia 4.9.2022
Dekoloniale Erinnerungskultur in Berlin Den Kolonialismus verspotten Das Dekoloniale-Festival eröffnet mit einer „Revue Noire“. Darin geht es um den Bruch mit kolonialen Klischees und das eigene Begehren. Von Susanne Messmer 1.9.2022
Rückgabe von Benin-Bronzen Die Schätze sind nur noch geliehen Die größte deutsche Sammlung an Benin-Bronzen gehört nun offiziell Nigeria. Aber Berlin darf ein Drittel als Leihgaben behalten. Von Susanne Memarnia 25.8.2022
Würdigung von Rudolf Duala Manga Bell Schwaben erinnern an Justizopfer Die Hinrichtung von Rudolf Duala Manga Bell 1914 war ein Mord der deutschen Kolonialherren. Nun wird der Duala-König gewürdigt. Von Susanne Memarnia 15.8.2022
Afrikastein in Berlin-Neukölln In Stein gehauene Taten Der „Afrikastein“ in Neukölln ehrt Täter des Genozids an den Herero und Nama, nicht die Opfer. Nach Jahrzehnten der Kritik soll sich nun etwas ändern. Von Susanne Memarnia 7.8.2022
Straßenumbenennung an der FU Berlin Koloniale Kanonenkugel zum Uni-Start Noch immer tragen drei Straßen im Umfeld der FU koloniale Namen. Studierende schlagen für die Iltisstraße nun Nora Schimming als Namensgeberin vor. Von Uta Schleiermacher und Bert Schulz 19.7.2022
Ausstellung in Hannover Ein neuer Blick auf alte Verbrechen Mit Verhüllungen, Markierungen und sparsamem Nippes-Einsatz: Das Historische Museum Hannover sucht nach einer Bildsprache fürs Thema Kolonialismus. Von Nadine Conti 24.7.2022
Deutsche Kolonialverbrechen und Schule Black History Matters An einer Schule haben Schüler:innen eine Black History Class entwickelt. Sie fordern, dass Kolonialverbrechen Teil des Stundenplans werden. Von Ralf Pauli 29.6.2022
Gerson Liebl streitet für deutschen Pass Koloniales Unrecht wirkt bis heute Gerson Liebl geht in Berufung: Ihm wird der Pass verweigert, weil seine Großeltern wegen rassistischer Gesetze der Kaiserzeit nicht heiraten durften. Von Susanne Memarnia 26.6.2022
Kolonialismus-Aufarbeitung im Museum Kaisers Münzen umtanzt Zahlungsmittel als Symbol kolonialer Herrschaft: die multimediale Intervention „Macht. Mittel. Geld“ im Museum für Hamburgische Geschichte. Von Petra Schellen 2.6.2022
Restitutionspolitik Der Anfang einer langen Reise Das Ethnologische Museum im Humboldt Forum gibt 23 Objekte aus seiner Sammlung nach Namibia zurück. Zunächst aber nur als Leihgabe. Von Susanne Messmer 24.5.2022
Deutsche Kolonialvergangenheit in Afrika Erbärmliche Gesten Gastkommentar von Henning Melber Deutschland wird von der kolonialen Erblast und der eigenen Gewaltgeschichte eingeholt. Das deutsche Wesen bedarf endlich einer Genesung. 25.5.2022
Folgen des deutschen Kolonialismus Er streitet für sein Recht Gesetze aus Kaiserzeiten wirken nach, zeigt der Fall Gerson Liebl. Erneut weist ein Gericht seine Klage auf deutsche Staatsbürgerschaft ab. Von Susanne Memarnia 19.5.2022
Deutschland als Täterland Den Opfern zuhören Kolumne Poetical Correctness von Lin Hierse Deutschland wäre gern was anderes, aber ist ein Täterland. Es müsste also den Zeigefinger gegen sich selbst erheben, bevor es ihn in die Welt richtet. 11.5.2022
Erinnerung an Afrikaner*innen in Berlin Ingenieur, Performer, Kommunist Joseph Ekwe Bilé aus Kamerun gehörte zu den schärfsten Kritikern des Kolonialismus. Ab dem 21. April erinnert eine Berliner Gedenktafel an ihn. Von Susanne Messmer 21.4.2022
Raubkunst aus China in Museen Waggons voller Kunstobjekte Bislang denken alle an Afrika, wenn es um die Rückgabe von Raubkunst geht. Doch eigentlich müsste auch viel Kunst aus Deutschland nach China zurück. Von Susanne Messmer 15.4.2022
Museumsbund wählt Präsidentin Wiebke Ahrndt soll's machen Noch nie hatte der Deutsche Museumsbund eine Präsidentin. Nun hat der Vorstand die Direktorin des Bremer Überseemuseums vorgeschlagen. Von Benno Schirrmeister 15.4.2022
Neue Dauerausstellung im Linden-Museum Lediglich ein Extrakt Das Stuttgarter Linden-Museum zeigt dauerhaft Teile seiner enormen Ozeanien-Sammlung. Und beleuchtet damit auch die koloniale Erwerbsgeschichte. Von Carmela Thiele 13.4.2022
Wilhelmshavens Last der Vergangenheit Kolonialer Alptraum Die Marinestadt Wilhelmshaven ist ein Freilichtmuseum des deutschen Imperialismus. Ein Runder Tisch versucht nun die Dekolonialisierung. Von Benno Schirrmeister 3.4.2022
Kunstwerk zu Kolonialismus „Der verschwiegene Punkt“ Kang Sunkoo über seine Installation „Statue of Limitations“: Warum eine Hälfte im Humboldt Forum steht und die andere ab diesem Freitag im Wedding. Interview von Susanne Memarnia 25.3.2022