Apothekerin an der Ladentür

Auf Nachfolgesuche: Annerose Zerbe-Kunst an der Tür ihrer Apotheke in Neuzelle Foto: Julia Baier

Apothekensterben in Deutschland:Zukunftsrezept gesucht

Annerose Zerbe-Kunst führt die Apotheke in Neuzelle – noch. Sie findet keinen Nachfolger. Über das Apothekensterben in Deutschland.

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19.3.2021, 14:02  Uhr

Annerose Zerbe-Kunst hat es wirklich versucht. Sie hat Annoncen geschaltet, sie hat persönliche Kontakte genutzt und Kontakte von Kontakten. Sie hat In­ter­es­sen­t:in­nen getroffen, junge Apotheker:innen, die sich vorstellen können, eines Tages selbst eine Apotheke zu führen. Aber nichts half. Seit mittlerweile sieben Jahren sucht die Inhaberin der Klosterapotheke im brandenburgischen Neuzelle eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Jemanden, der oder die sich vorstellen kann, eine Dorfapotheke zu führen, wie Zerbe-Kunst es ausdrückt. Mit allem, was dazugehört: Stammkund:innen, denen es mehr um das Gespräch geht als um die Packung Blutdrucksenker. Nacht- und Wochenenddienste, in denen es auch mal sehr ruhig sein kann.

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Ein Leben in einem Ort mit gut einem Dutzend Straßen, einem geschichtsträchtigen Kloster, inklusive Brauerei und Mönchen. „Meine größte Sorge ist“, sagt Zerbe-Kunst, „dass in der Region hier, die eh schon schlecht versorgt ist, etwa mit Ärzten, dass hier auch noch dieses Stück Versorgung wegbricht.“

Zerbe-Kunst und ihre Klosterapotheke sind kein Einzelfall. Seit zehn Jahren sinkt die Zahl der Apotheken in Deutschland. Langsam, aber stetig, jedes Jahr ein paar hundert weniger. Für 2020 ist ein weiterer Tiefststand zu verzeichnen: 18.753 Apotheken zählte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. In Deutschland kommen damit im Schnitt 23 Apotheken auf 100.000 Einwohner:innen. Zum Vergleich: Der EU-Durchschnitt liegt bei 32 Apotheken. Was ist da los in dem Land, das doch eigentlich für eine breite und kleinteilige medizinische Versorgung bekannt ist?

Es ist der Onlinehandel, sagen die einen. Die Menschen lassen liefern und das Geschäft fehle den niedergelassenen Apotheken, die vergleichsweise hohe Ausgaben haben, für Miete, Personal, Notdienste.

Arzneimittel-Mischen

Gehört zu jeder Apotheke: Arzneimittelherstellung im Labor Foto: Julia Baier

Es sind die Nachwuchsprobleme, sagen die anderen. Schon in der Stadt sei es nicht einfach, Personal zu finden. Die Bundesagentur für Arbeit stufte das Berufsbild „Apotheker“ im vergangenen Jahr zum vierten Mal in Folge als Engpassberuf ein, also: zu wenig Personal für den Bedarf. Auf dem Land mache sich diese Situation noch stärker bemerkbar.

Es ist die Liberalisierung durch die Politik, sagen die Dritten. Die Erlaubnis des Versandhandels, die Freigabe der Preise von rezeptfreien Medikamenten und die Möglichkeit, dass ein:e Apo­the­ken­in­ha­be­r:in bis zu drei weitere Filialen besitzen darf, haben ab Mitte der nuller Jahre den Markt durcheinandergewirbelt. Seitdem schaffe es die Politik nicht, den Handel so zu reformieren, dass gleichzeitig die Vorteile der Digitalisierung genutzt werden und die Versorgung vor Ort erhalten bleibt, sodass alle Menschen auch nachts um halb vier in halbwegs vertretbarer Entfernung eine Packung Magensaft erstehen können.

Eine Apothekerin aus Leidenschaft

Annerose Zerbe-Kunst erzählt: „Ich bin seit 1975 Apothekerin. Für mich war es immer der Traumberuf, schon mit 16 wollte ich Pharmazie studieren. Nach der Ausbildung hatte ich dann die Chance und das große Glück, einen Studienplatz in Leipzig zu bekommen. Ursprünglich wollte ich ja lieber in die Forschung oder in die Produktion, aber ich habe gemerkt: Wenn man etwas weiß über ein Arzneimittel und das so erklärt, dass der Andere das versteht, dann kann das beglückend sein. Da sagen dann schon mal Kunden: Sie sind die Erste, die mir das so erklärt hat, dass ich es verstanden habe.“

Zerbe-Kunst kommt aus Leipzig, und das hört man auch nach Jahrzehnten in Brandenburg noch. Weil pandemiebedingt nur Gespräche übers Telefon möglich sind, schickt sie Fotos. Sie zeigen die 70-Jährige in ihrer Apotheke: eine blonde Frau mit kurzen Haaren und Brille im weißen Apothekerinnenkittel, die genauso freundlich und resolut in die Kamera schaut, wie sie am Telefon klingt. Sie macht kein Geheimnis aus ihrer DDR-Herkunft und daraus, dass es nicht immer einfach für sie war, möchte aber keine Details ausgebreitet wissen. Während sie erzählt, klingt manchmal im Hintergrund das klassische helle Dingdong, wenn jemand die Apotheke betritt oder verlässt. Ja, es ist schon etwas los in der Klosterapotheke in Neuzelle.

„1990 habe ich meine erste Apotheke übernommen in Frankfurt (Oder). Aber mit der Zeit habe ich gemerkt: Hier fehlt das Hinterland. Die Zahlen waren nicht so toll. Daher habe ich bald angefangen, mich nach einer neuen Apotheke umzuschauen.“

Es ist die Zeit, in der die Zahl der Apotheken rasant steigt. In Frankfurt (Oder) sind es laut Zerbe-Kunst von ursprünglich 4 bald 16. Bundesweit gab es im Jahr 1990 nach der Statistik der Apothekenverbände 19.898 Verkaufsstellen für Pillen und Kräuter. Es werden immer mehr. Von Mitte der 1990er Jahre bis 2011 liegt die Zahl bundesweit immer über 21.000.

Die Klosterapotheke in Neuzelle kam für Zerbe-Kunst genau zur richtigen Zeit. Der Inhaber wollte sich zur Ruhe setzen, sie studierte die Zahlen, die Räumlichkeiten, den Ort, das Personal. Besprach den Plan mit ihrem Mann. Und entschied sich für die Übernahme. Sie war die Erste, die morgens aufschloss und die Letzte, die abends zumachte. „Ich arbeite richtig mit, einfach nur Chef sein, geht hier nicht.“ Wer keine Lust habe auf Kundenkontakt, sei bei einer Landapotheke falsch.

Das fragile Gebilde der Apothekenwirtschaft

Die Apothekenbranche ist komplex. Das hat mit der Zahl der Akteure und ihren sich teilweise widersprechenden Interessen zu tun: Da sind die In­ha­be­r:in­nen von Apotheken und ihre Verbände sowie die Angestellten und ihre gewerkschaftliche Vertretung. Sie alle wollen ein möglichst gutes Auskommen für ihre Arbeit. Da sind die gesetzlichen Krankenkassen, deren Fokus eher auf kostengünstigen Medikamenten liegt. Dagegen die Pharmaindustrie, die möglichst hohe Einnahmen generieren will. Und die Ärzt:innen, deren Verordnungsverhalten die Einnahmen der Apotheken beeinflusst. Dann die Politik, die je nach Partei und Lobbyismuslage weder die Apo­the­ke­r:in­nen noch die Ärz­t:in­nen noch die Krankenkassen verärgern will. Und die Patient:innen, die am Ende entscheiden, wo sie kaufen. Um die Ecke oder im Stadtzentrum? Im Laden oder beim Versand? Bei der Franchise-Apotheke oder der Solo-Apothekerin?

Um sich vorstellen zu können, wie dieses fragile Gebilde einigermaßen im Gleichgewicht zu bleiben versucht, ist es wichtig, ein paar Zahlen und Abkürzungen zu kennen. Also: Kun­d:in­nen können in einer Apotheke drei Arten von Produkten kaufen. Das eine sind verschreibungspflichtige Medikamente. Dazu kommen nicht verschreibungspflichtige Medikamente, das sogenannte OTC-Sortiment – die Abkürzung steht für „over the counter“, also über die Ladentheke. Drittes Segment sind die apothekenüblichen Ergänzungsprodukte von Sonnencreme bis Kirschkernkissen. Auch wenn Letztere für Kun­d:in­nen ordentlich ins Geld gehen – für die wirtschaftliche Situation einer Apotheke sind die verschreibungspflichtigen Arzneimittel die maßgeblichen. Mit ihnen macht eine Apotheke – je nach Standort und je nach Statistik – etwa 80 Prozent des Umsatzes.

Neuzelle

Ein Dutzend Straßen, das Kloster, die Brauerei, Mönche – und die Apotheke. Das ist Neuzelle Foto: Julia Baier

Diese Zahl ist auch deshalb so wichtig, weil sie ein Indiz dafür ist, wo und unter welchen Bedingungen der Versandhandel den stationären Apotheken ernsthafte Konkurrenz machen kann. Verschreibungspflichtige Medikamente sind etwas, das ein:e Pa­ti­en­t:in in der Regel sofort oder zumindest am selben Tag haben möchte. Der Versandhandel, mit den üblichen Paketlieferzeiten, ist da eher unattraktiv – zumal zuvor das Rezept übermittelt werden muss. Doch bei apothekenpflichtigen Produkten, die nicht zeitkritisch sind, ist er klar im Vorteil: Das Preisniveau liegt hier meist deutlich unter dem einer Ladenapotheke.

Das nehmen immer mehr Kun­d:in­nen wahr: Während die Kurve mit der Zahl von niedergelassenen Apotheken seit 2010 nach unten zeigt, steigt der Marktanteil der Versandapotheken. Die aktuellsten Zahlen der Apothekerverbände stammen von 2019, da lag er für nicht verschreibungspflichtige Produkte und Freiverkäufliches bei knapp 17 Prozent. Deutlich überschaubarer sieht es bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten aus, hier liegt er im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Bei einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom gaben aber mehr als die Hälfte der Befragten an, regelmäßig Medikamente online zu kaufen. Bei den 16- bis 49-Jährigen waren es über 70 Prozent.

Die Politik signalisiert, darin ein Problem zu sehen. Der Bundestag beschloss im vergangenen Herbst ein Vorhaben mit dem plastischen Namen „Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken“. Das Neue: Die Apotheken dürfen den gesetzlichen Krankenversicherungen für Botendienste 2,50 Euro pro Tag und Lieferort in Rechnung stellen. Sie sollen pharmazeutische Dienstleistungen anbieten und abrechnen dürfen – Genaueres ist aber noch Verhandlungssache. Und es gibt eine Art Preisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel. Versandapotheken dürfen sie also nicht durch Rabatte günstiger anbieten – sie haben aber bereits angekündigt, dagegen zu klagen. Unter Apo­the­ke­r:in­nen wünscht man sich daher vor allem eines: ein Komplettverbot des Versandhandels mit Medikamenten.

„Apotheken sind extrem von den politischen Rahmenbedingungen abhängig“, sagt Christian Knobloch, Leiter der Forschungsstelle für Apothekenwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. Daher reagierten die Akteure in der Branche sehr sensibel auf neue Regeln.

Nun ist es allerdings nicht so, dass In­ha­be­r:in­nen von Apotheken flächendeckend ein prekäres Dasein fristeten. Nicht jede Vor-Ort-Apotheke benötigt eine gesetzliche Stärkung. So kommt eine Analyse der Apotheker- und Ärztebank zu dem Ergebnis: Das durchschnittliche Brutto-Einkommen eines selbstständigen Apothekers liegt bei 162.900 Euro im Jahr. Weiter heißt es: „Das Einkommen eines Apothekers […] differiert je nach Apothekenform, Region und Dauer der Selbstständigkeit zum Teil stark.“ Und, um es noch komplizierter zu machen: Wirtschaftlich schwierig kann es manchmal eher für eine Innenstadtapotheke in einer überversorgten Gegend sein als auf dem Land.

Neues Arbeitsfeld Impfen?

Wie langsam Reformen mitunter greifen, zeigt die Sache mit dem Impfen. In zahlreichen anderen Ländern weltweit, auch innerhalb der EU, etwa in Frankreich oder Finnland, ist es ganz normal: Wer eine Impfung benötigt, muss dafür nicht extra zur Hausärztin gehen. Sondern in die Apotheke. Der Vorteil für die Patient:innen: keine Wartezeit, kein Ansteckungsrisiko im Wartezimmer und niedrigschwelligerer Zugang, gerade in Gebieten, in denen es zwar noch eine Apotheke, aber kei­ne:n Ärz­t:in mehr gibt. Der Vorteil für die Apotheken: eine zusätzliche Dienstleistung, mit der sie Geld verdienen können. Der Vorteil für die Gesellschaft: Durch das leicht zugängliche Angebot könnten sich mehr Menschen für eine Impfung entscheiden, was auch den Schutz von Nichtgeimpften verbessert. Das käme gerade dann zum Tragen, wenn der Schutz vor einer Erkrankung jährlich neu aufgebaut werden muss, wie bei der Grippeimpfung. Der Nachteil läge bei den Arzt:innen: Selbst wenn die Impfquoten steigen würden, hätten sie vermutlich etwas weniger abzurechnen.

Doch mit dem Impfen in Apotheken sieht es in Deutschland aktuell so aus: Im März vergangenen Jahres ist die entsprechende gesetzliche Grundlage in Kraft getreten, die Modellprojekte zum Impfen gegen Influenza in Apotheken erlaubt. Im vergangenen Oktober setzte der Apotheker Markus Reiz in der Donatus-Apotheke in Bornheim bei Bonn die Spritze für die erste Grippeschutzimpfung in einer deutschen Apotheke. Doch ob es Modellprojekte gibt, entscheiden die jeweiligen Landesapothekerverbände in Verhandlung mit den Krankenkassen. Während etwa im Verband Nordrhein die Impfungen schon gestartet sind, planen andere Landesverbände keine Projekte. Drei Jahre sollen die Modellprojekte laufen, danach gibt es erst einmal eine Evaluation.

Dabei wären es solche Veränderungen, die eine Apotheke, gerade auf dem Land, für Pa­ti­en­t:in­nen attraktiver machen könnten – und ihre Umsätze steigern. Denn während eine Stadtapotheke versuchen kann, ihre Attraktivität durch bestimmte Konzepte zu verbessern – etwa einem Fokus auf pflanzliche Medikation, mit erweiterten Öffnungszeiten oder einer besonderen Verbundenheit zum Viertel –, ist das für eine Apotheke auf dem Land kaum möglich. Sie ist begrenzt durch ihren Einzugsbereich. Wer fährt schon freiwillig 50 statt 20 Kilometer zur Apotheke, nur weil dort wechselnde Kunst an den Wänden hängt?

Auch junge Phar­ma­zeu­t:in­nen wünschen den Apotheken eine Rollenveränderung. Zum Beispiel Svea Türschmann. Sie studiert im sechsten Fachsemester Pharmazie an der Freien Universität in Berlin. Türschmann sagt: „Ich hoffe, dass die Apotheken ein bisschen innovativer werden, als sie es jetzt sind.“ Schnelltests in der Pandemie seien schon eine gute Entwicklung, aber es gehe noch viel mehr: Allergietests, Hausbesuche, Programme zur Raucherentwöhnung.

Und was ist mit den Nachwuchssorgen – warum ist die Perspektive von einer Gründung oder Übernahme einer Apotheke unter Studierenden so wenig attraktiv? Türschmann erklärt: „Man muss bedenken, dass mit einer Apothekengründung oder einer -übernahme nicht nur sehr viel Verantwortung einhergeht, sondern auch ein immenses finanzielles Risiko. Das sind Kredite im sechsstelligen Bereich, die man da aufnimmt. Wenn man in meinem Alter ist und studiert und solche Zahlen liest, dann schluckt man erst mal. Ich würde mir das auch zweimal überlegen. Und der Faktor Land spielt für viele Menschen zusätzlich eine große Rolle – das sehen wir ja auch bei der Debatte über Landärzte und wie schwer es ist, die zu finden.“

Das elektronische Rezept kommt

Die nächste Veränderung, die kommen wird, ob die Akteure das wollen oder nicht, ist das elektronische Rezept. Mitte des Jahres soll es starten, 2022 wird es für gesetzlich Versicherte Pflicht. Rezepte sollen ab dann per App, für Menschen ohne Smartphone als ausgedruckter QR-Code, ausgegeben werden. Das elektronische Rezept könnte dazu führen, die Apotheken vor Ort zu stärken. Denn die dazugehörige App ermöglicht es Patient:innen, direkt nachzuschauen, welche Apotheke das Medikament vorrätig hat. Kein Abklappern oder Durchtelefonieren mehr. Es könnte aber auch dazu führen, dass die Versandapotheken profitieren: Denn über die App lässt sich das E-Rezept auch einfach an eine Online-Apotheke übermitteln. Eine Studie von 2019 sieht die Einführung des elektronischen Rezepts als Zäsur, die die Zahl der stationären Apotheken weiter nach unten drücken wird. Im extremsten Fall würde bis 2030 jede dritte Ladenapotheke schließen.

Wissenschaftler Christian Knobloch sagt: „Das elektronische Rezept könnte ein Game-Changer sein.“ Das gelte umso mehr, wenn der Europäische Gerichtshof die Preisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel kippt, die Spahns Gesetz vorsieht. „Denn wenn ein chronisch kranker Patient jedes Mal auf sein Rezept 5 Euro Rabatt bekommt bei der Versandapotheke – das macht sich für den schon bemerkbar.“

Zerbe-Kunst sieht in ihrem Standort dabei einen Vorteil: „Hier muss man sich keine Sorgen machen, dass einen die Versandapotheken oder das elektronische Rezept umbringen.“ Den Stamm­kun­d:in­nen gehe es um viel mehr als nur das Einlösen eines Rezepts: Um die Beratung, klar, aber auch: um die Zuwendung. Zerbe-Kunst wird weitersuchen. Und so lange selbst in der Apotheke stehen, wie es noch geht. Morgens aufschließen, das hat sie schon an die Kolleginnen abgegeben. „Ich muss da nicht mehr um neun stehen.“ Sie macht eine Pause. „Aber wenn irgendwann mal was ist, mit mir oder mit meinem Mann, dann ist hier ganz schnell Schluss.“

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