+++ Nachrichten zum Nahostkonflikt +++: Libanon meldet 31 Tote bei israelischen Angriffen
Israel weitet seine Bodenoffensive in Libanon aus. Bei israelischen Luftangriffen auf Gaza soll auch ein neuer Hamas-Führer getötet worden sein.
Israel weitet Bodenoffensive aus
Bei israelischen Angriffen in Libanon werden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 31 Menschen getötet und 40 weitere verletzt. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Die Angriffe gelten nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen Zielen im Süden und Osten des Landes, wie aus diesen Kreisen gegenüber Reuters verlautet. Ein Vertreter des israelischen Militärs erklärt, die Armee gehe nach Vorgaben der politischen Führung auch jenseits der vorderen Verteidigungslinie gegen direkte Bedrohungen für israelische Bürger und Soldaten vor. (rtr)
UN-Sicherheitsrat: Verstoß gegen Völkerrecht
Der UN-Sicherheitsrat verurteilt den Angriff auf das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der Angriff verstoße gegen das Völkerrecht, teilt das Gremium in einer Erklärung mit. Verantwortliche für die Attacke nennt der Rat nicht.
Die VAE hatten vergangene Woche mitgeteilt, aus Irak seien sechs Drohnen gestartet, von denen eine das Kraftwerk getroffen habe. In Irak hatten sich von Iran unterstützte Milizen während des Krieges zwischen den USA, Israel und Iran zu Angriffen auf „feindliche Stützpunkte in Irak und in der Region“ bekannt. (rtr)
Sie nutzen Google? Sie wollen beim Googeln taz-Texte besser finden? Dann können Sie mit einem Google-Konto die neue Funktion „bevorzugte Quellen“ nutzen. Um die taz als „bevorzugte Quelle“ einzustellen, müssen Sie nur diesen Link anklicken und einen Haken setzen. Fertig.
Sie wollen Google meiden? Kein Problem, es gibt zahlreiche Alternativen. Stellvertretend erwähnt seien Ecosia, DuckDuckGo oder Startpage.
Mehr Details zur Funktion „bevorzugte Quelle“ bei Google finden Sie hier.
Netanjahu: Angriff auf neuen Hamas-Führer in Gaza
Nach der jüngsten Tötung des militärischen Führers der Hamas im Gazastreifen hat Israel eigenen Angaben zufolge nun auch dessen Nachfolger angegriffen. Mohammed Odeh sei einer der Drahtzieher des Terrorüberfalls vom 7. Oktober 2023, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz am Abend. „Odeh war für die Ermordung, Entführung und Verwundung zahlreicher israelischer Bürger verantwortlich.“
Aus Israel und dem Gazastreifen gab es zunächst keine Angaben dazu, ob Odeh tatsächlich getroffen oder gar getötet wurde. Aus medizinischen Kreisen im Gazastreifen hieß es allerdings, dass bei einem israelischen Angriff auf ein Haus in der Stadt Gaza mehrere Menschen ums Leben gekommen seien. Zudem habe es dabei mehrere Verletzte gegeben. Es war zunächst aber unklar, ob es sich bei dem Luftschlag um den Angriff auf Odeh handelte.
Israel hatte vor rund anderthalb Wochen bereits den Tod von Hamas-Militärchef Iss al-Din al-Haddad bei einem israelischen Luftangriff bestätigt. Der israelische Verteidigungsminister bezeichnete ihn damals ebenfalls als einen der Drahtzieher des Hamas-Massakers. Laut Israels Armee soll Odeh kurz nach al-Haddads Tötung die Führung des militärischen Flügels der Hamas im Gazastreifen übernommen haben. Die Hamas bestätigte das allerdings nicht offiziell.
Israel werde weiterhin alle Beteiligten des Hamas-Terrorüberfalls verfolgen, drohten nun Netanjahu und Katz. „Israel wird sie alle früher oder später fassen.“ Im Krieg zwischen Israel und der Hamas gilt offiziell seit Oktober 2025 eine Waffenruhe, beide Seiten werfen sich Verstöße gegen das Abkommen vor. (dpa)
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert