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+++ Nachrichten im Ukrainekrieg +++Russland droht mit Einsatz von Atomwaffen

In Moskau beginnt Revisionsprozess gegen Düsseldorfer Karnevalisten. Vier Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine. Selenskyj spricht mit US-Vermittlern.

Gouverneur: Vier Menschen bei russischen Angriffen in der Ukraine getötet

Bei russischen Angriffen im Nordosten der Ukraine sind nach Behördenangaben vier Menschen getötet worden. Russland habe unter anderem die Stadt Tschuhujiw angegriffen, erklärte der Gouverneur der Region Charkiw, Oleh Synehubow, am Dienstag im Onlinedienst Telegram. Dabei seien drei Frauen und ein Mann getötet worden.

„Die Angriffe haben Brände ausgelöst und mindestens 18 Fahrzeuge beschädigt“, fügte er hinzu. Zudem seien mehrere Wohngebäude beschädigt worden. In der Stadt Charkiw wurden Synehubow zufolge bei russischen Angriffen 15 Menschen verletzt. (afp)

Russland droht mit Atomwaffen

Russland und Belarus sind ‌zur Gewährleistung ihrer Sicherheit nach russischen Angaben jederzeit bereit, alle verfügbaren Mittel einschließlich Atomwaffen einzusetzen. Dies sagt der russische Vize-Außenminister Michail Galusin ⁠der Zeitung Iswestija. Russland unterhalte eine militärische Präsenz in Belarus und beide Länder nähmen regelmäßig gemeinsame Bereitschaftsprüfungen vor, erklärt er weiter. Man bleibe in ständiger Bereitschaft, ‌um die ‌Sicherheit des aus beiden Ländern bestehenden Unionsstaates ⁠zu gewährleisten. (rtr)

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Revisionsprozess gegen Düsseldorfer Karnevalswagenbauer beginnt in Moskau

Im April war der Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Moskau in Abwesenheit zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden – an diesem Dienstag soll der Revisionsprozess beginnen. Vor dem Berufungsgericht des Moskauer Stadtgerichts ist die Verhandlung für den Morgen angesetzt. Unklar ist aber, was genau Gegenstand des Prozesses ist.

Ob die Staatsanwaltschaft oder die Verteidigung die Revision beantragt habe, wisse er nicht, sagte Tilly vorab der Deutschen Presse-Agentur. Die Pflichtverteidigerin hatte Freispruch beantragt, während die Staatsanwaltschaft weitgehend durchkam mit ihrem Strafantrag. Beobachtet wird der Prozess von Mitarbeitern der Deutschen Botschaft in Moskau.

Ein Gericht in Moskau hatte im April geurteilt, dass Tilly sich mit seinen Darstellungen im Düsseldorfer Rosenmontagszug der Verletzung religiöser Gefühle und der Verbreitung von Falschnachrichten über die russischen Streitkräfte schuldig gemacht habe. Tilly hatte Kremlchef Wladimir Putin und den von ihm befohlenen Krieg in der Ukraine immer wieder satirisch angeprangert. Auch der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill wurde verspottet. (dpa)

Selenskyj spricht mit US-Vermittlern

Kurz nach seinem Treffen mit europäischen Partnern der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj nach eigenen Angaben mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner über eine Auffrischung der diplomatischen Initiativen für eine Beendigung des Ukrainekriegs gesprochen. Er danke Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, und dem Sondergesandten Witkoff für ihre Bereitschaft, in den kommenden Wochen so aktiv wie möglich an einer Wiederbelebung der Diplomatie für ein Ende des russischen Angriffskriegs zu arbeiten, schrieb Selenskyj in sozialen Medien.

In dem Telefonat, das er bei einem Zwischenstopp am Flughafen Chisinau in der Republik Moldau führte, ging es demnach auch um Perspektiven im Zusammenhang mit dem G7-Gipfel und „anderen Ereignissen im Juni“. Am Sonntag hatten sich Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und Selenskyj in London getroffen und Russland zu einem Waffenstillstand und Verhandlungen aufgerufen. (dpa)

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