+++ Corona News am 19. Juni +++: Erste Probandin erhält Impfstoff

Die Uniklinik Tübingen hat erstmals den Impfstoff von Curevac verabreicht. Grünen-Politikerin zeigt Tönnies an. Nachrichten zum Coronavirus im Live-Ticker.

ein Haufen unbenutzer Spritzen

In den nächsten Tagen sollen 99 weitere Freiwillige geimpft werden Foto: Matthias Rietschel/ap

Den Live-Ticker bearbeitet Anselm Denfeld.

Soldaten bei Tönnies-Betrieb im Einsatz

15.41 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch beim Schlachtereibetrieb Tönnies sind 25 Soldaten der Bundeswehr am Freitag beim Werk in Rheda-Wiedenbrück eingetroffen, um erste Tests durchzuführen. De Sprecher der Bundeswehr in Nordrhein-Westfalen, Uwe Kort, teilte weiter mit: „Es wurden Absperrungen und Zäune aufgebaut.“ Der Kreis Gütersloh hatte die Bundeswehr zuvor um Hilfe bei einem Reihentest auf Corona-Infektionen bei dem Schlachtbetrieb gebeten. „Der Kreis hat aber weiter die Verantwortung“, so der Bundeswehr-Sprecher. „Wir unterstützen nur.“ Insgesamt 25 Soldaten aus Augustdorf im benachbarten Kreis Lippe und aus Rheinland-Pfalz sind nun in Rheda-Wiedenbrück im Einsatz. (dpa)

Erste Freiwillige erhält Corona-Impfstoff von Curevac

15.07 Uhr: Die Studie mit dem Corona-Impfstoff der Firma Curevac ist am Freitag in die heiße Phase gegangen: Eine Freiwillige erhielt an der Uniklinik Tübingen die erste Impfung. Anschließend bleibe die junge Probandin 24 Stunden unter Beobachtung, sagte Studienleiter Peter Kremsner der Deutschen Presse-Agentur. Kremsner rechnet bereits in zwei Monaten mit ersten Ergebnissen. „Das wird ziemlich fix gehen“, sagte der Direktor des Instituts für Tropenmedizin, wo der Wirkstoff getestet wird. Schon jetzt hätten sich aufgrund der Medienberichte Hunderte Freiwillige gemeldet.

Das Tübinger Unternehmen Curevac arbeitet an sogenannten mRNA-Impfstoffen. mRNA ist eine Art Botenmolekül, in dem die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen steckt. Für ihren Impfstoff haben die Curevac-Forscher mRNA mit der Bauanleitung für ein Protein des Coronavirus Sars-CoV-2 versehen. Die menschlichen Zellen bilden nach der Impfung dieses Protein, was der Körper als fremd erkennt. Er bildet Antikörper und andere Abwehrzellen dagegen. (dpa)

Schweiz erlaubt Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Leuten

15.00 Uhr: Die Schweiz lockert ihre Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie weiter. Die Regierung reduziert aufgrund der geringen Fallzahlen die Vorgabe für den Mindestabstand zwischen zwei Personen auf von zwei auf eineinhalb Meter. Die Sperrstunde für Restaurants, Diskotheken und Nachtclubs zwischen 00.00 und 06.00 Uhr soll aufgehoben werden. Ab Montag soll zudem die maximale Personenzahl bei Veranstaltungen von 300 auf 1.000 angehoben werden. Sofern sich die epidemiologische Lage nicht verschlechtere, seien Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen ab Anfang September wieder erlaubt. (rtr)

Zypern lockert: keine Coronatests mehr für Deutschland

14.39 Uhr: Touristen aus Deutschland und 21 weiteren Staaten brauchen von diesem Samstag an keinen Coronatest mehr vorlegen, um nach Zypern zu reisen. Dies berichtete das Staatsfernsehen unter Berufung auf die Regierung. Unter diesen Ländern sind auch Österreich, die Schweiz und Liechtenstein. Zypern hatte seine Flughäfen für zahlreiche Staaten bereits am 9. Juni geöffnet. Sollten Touristen auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion erkranken, wolle die Regierung die Kosten übernehmen, hatte die Regierung in Nikosia bereits am 9. Juni erklärt. (dpa)

Einer von hundert Corona-Tests ist positiv

14.36 Uhr: Nur einer von hundert Corona-Tests fällt einem Bericht zufolge in Deutschland positiv aus. Rund 400.000 Menschen ließen sich seit Mitte März wöchentlich mit einem Rachen- oder Nasenabstrich auf Covid-19 testen, berichtete Zeit Online am Freitag. Weil sich zuletzt in Deutschland immer weniger Menschen infiziert hätten, die Anzahl der Tests aber gleich geblieben sei, sei der Anteil positiver Tests niedrig. Die Meldekette für Neuinfektionen zum Robert-Koch-Institut sei seit dem Beginn der Pandemie schneller geworden. Im März habe die mittlere Dauer zwischen Erkrankungs- und Meldebeginn bei acht Tagen gelegen, im Mai seien es im Schnitt nur noch vier Tage gewesen. (afp)

Noch kein Konsens beim EU-Gipfel über Milliardenprogramm

14.07 Uhr: Ein Videogipfel zum geplanten EU-Konjunkturprogramm nach der Coronakrise hat den Streit der 27 Staaten wie erwartet noch nicht ausgeräumt. Die Diskussion sei aber konstruktiv gewesen, hieß es am Freitag aus Teilnehmerkreisen in Brüssel. Der Videogipfel am Freitag war das erste Mal, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und die anderen Staats- und Regierungschefs gemeinsam über den Plan der EU-Kommission für ein 750-Milliarden-Programm berieten. Eine schnelle Einigung war schon vorher nicht erwartet worden, weil die Positionen der 27 EU-Staaten weit auseinanderlagen. (dpa)

UKE-Studie: Ältere Kinder haben häufiger Antikörper

13.57 Uhr: Bei älteren Kindern lassen sich häufiger Antikörper gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 nachweisen als bei jüngeren – das ist das Zwischenfazit einer Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Bei 36 von 2.436 getesteten Kindern seien Antikörper im Blut gefunden worden, sagte die Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKE, Ania C. Muntau, am Freitag zu der vorläufigen Auswertung der Studie C19.CHILD. Bei der Altersgruppe von 0 bis 9 Jahren ergab sich den Angaben zufolge ein Prozent positive Antikörper-Nachweise, in der Altersgruppe 10 bis 18 Jahre waren es zwei Prozent. Der Unterschied sei statistisch signifikant. (dpa)

UN warnen vor Einstellung humanitären Flugbetriebs

13.27 Uhr: Wegen akuten Geldmangels droht die Einstellung der Hilfsflüge durch das Welternährungsprogramm zu Ende Juli. Die für dieses Jahr benötigten Mittel seien erst zu 14 Prozent gedeckt, sagte WFP-Sprecherin Elisabeth Byrs am Freitag in Genf. Wenn die Geberstaaten in den kommenden Wochen nicht einen substanziellen Anteil der fehlenden 787 Millionen US-Dollar (mehr als 700 Millionen Euro) überwiesen, müsse der Großteil der Flugzeugflotte stillgelegt werden. Dieser Schritt sei vor dem Hintergrund der Coronakrise besonders dramatisch, so Byrs.

Zum Netzwerk des WFP gehören auch die humanitären Drehkreuze, von denen aus weltweit Mediziner ausgeflogen sowie Medikamente, Beatmungsgeräte und Atemschutzmasken im Kampf gegen die Coronapandemie verteilt werden. Seit Anfang des Jahres hat das WFP nach eigenen Angaben 375 Frachtflüge in Afrika, Lateinamerika und dem mittleren Osten geflogen. Zudem seien mehr als 2.500 Hilfskräfte von über 80 Organisationen transportiert worden. (epd)

EU-Kommission: Recht auf Asyl muss gewahrt bleiben

13.05 Uhr: Die EU-Staaten sollen den Zugang zu Asylverfahren nach einem Aufruf der EU-Kommission auch während der Corona-Krise gewähren. Die Brüsseler Behörde rief am Freitag angesichts des Weltflüchtlingstags dazu auf, grundlegende Prinzipien auch während einer Pandemie auf der ganzen Welt anzuwenden. Jene in Not müssten weiter Zugang zu Verfahren für internationalen Schutz haben.

Mehrere EU-Staaten hatten den Zugang zu Asylverfahren in den vergangen Monaten eingeschränkt. Malta und Italien erklärten im Zuge der Coronakrise, sie könnten keine sicheren Häfen für Migranten mehr bieten, die aus Seenot gerettet wurden und sich in ihren Hoheitsgewässern befanden. Die griechische Küstenwache versucht seit April mit rabiaten Mitteln, das Übersetzen von Migranten aus der Türkei zu den griechischen Inseln im Osten der Ägäis zu verhindern. (dpa)

Grünen-Politikerin erstattet Strafanzeige gegen Tönnies

12.58 Uhr: Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag, Britta Haßelmann, hat wegen des massiven Corona-Ausbruchs Strafanzeige gegen die Fleischfabrik Tönnies im nordrhein-westfälischen Landkreis Gütersloh erstattet. Haßelmann sagte dem Evangelischen Pressedienst am Freitag in Berlin, der große Ausbruch lasse „sich nur durch eine massive Nicht-Einhaltung von Arbeitsschutzstandards, Arbeitsbedingungen sowie einer unverantwortlichen Wohn-, Unterbringungs- und Transportsituation“ erklären.

Die Anzeige wegen Körperverletzung und weiterer in Betracht kommender Delikte ging am Donnerstag per Telefax an die Staatsanwaltschaft Bielefeld. Haßelmann hat dort und im benachbarten Kreis Gütersloh ihren Wahlkreis. (epd)

Ein Gesundheitsarbeiter räuchert ein Wohnhaus in Mumbai aus Foto: Rafiq Maqbool/dpa

Indien meldet mehr Neuinfektionen als je zuvor

12.54 Uhr: Indien meldet einen Höchstwert bei der Zahl der Infektionen. Dem Gesundheitsministeriums zufolge wurden binnen 24 Stunden insgesamt 13.500 neue Fälle gezählt. Auch seien mehr als 300 Tote registriert worden. Weltweit haben nur noch die USA, Brasilien und Russland mehr Infektionen gemeldet. Der südindische Bundesstaat Tamil Nadu verhängt eine Abriegelung mit strengen Beschränkungen in der Autostadt Chennai und den umliegenden Distrikten bis zum 30. Juni. (rtr)

Großbritannien senkt die Covid-19-Alarmstufe

12.30 Uhr: Großbritannien senkt die Covid-19-Alarmstufe von 4 auf 3. Demnach ist nicht mehr von einer Epidemie die Rede, deren Übertragung hoch sei und exponentiell steige, wie leitende Mediziner mitteilen. Das Gemeinsame Biosicherheitszentrum spricht nun von einer Epidemie, die allgemein im Umlauf sei. Die Zahl der Corona-Fälle sei in England, Wales, Schottland und Nordirland stetig gesunken. „Das bedeutet nicht, dass die Pandemie vorbei ist“, betonen die Mediziner. (rtr)

Fast 10 Millionen Downloads der Corona-App

11.50 Uhr: Die deutsche Corona-App ist mittlerweile fast zehn Millionen Mal heruntergeladen worden. Es seien 9,6 Millionen Downloads registriert worden, sagt eine Regierungssprecherin. Die App wurde Anfang der Woche freigeschaltet und soll helfen, Infektionsketten schneller nachzuverfolgen. (rtr)

Haben Sie heute schon ihr persönliches Corona-Risiko per App ermittelt? Foto: Michael Kappeler/dpa

Save the Children warnt vor Corona im Nordwesten Syriens

11.46 Uhr: Im Nordwesten Syriens sind seit dem Waffenstillstand in der syrischen Rebellenhochburg Idlib nach Angaben der Kinderhilfsorganisation Save the Children im März mehr als 200.000 Menschen aus überfüllten Flüchtlingslagern geflohen. Wegen der Pandemie hätten viele der betroffenen Menschen, von denen mehr als die Hälfte Kinder seien, in ihre zerstörten Häuser zurückkehren müssen, teilte die Hilfsorganisation am Freitag vor dem Weltflüchtlingstag am 20. Juni mit. Die beengten Lager seien nicht für einen Ausbruch der Krankheit Covid-19 gewappnet. Nötig sei ein uneingeschränkter Zugang für humanitäre Helfer zu den Menschen in der Region. Idlib ist nach fast neun Jahren Bürgerkrieg in Syrien das letzte große Rebellengebiet.

„Sie flohen vor heftigen Kämpfen, leben unter unvorstellbaren Bedingungen und sind nun gezwungen, vor der Bedrohung durch ein tödliches Virus zu fliehen“, sagte Sonia Khush, Landesdirektorin von Save the Children in Syrien über die Situation von Kindern und Familien. (dpa)

EU-Regierungen beginnen Ringen um künftige EU-Finanzen

11.30 Uhr: Die 27 EU-Staats- und Regierungschefs haben in einer Videokonferenz am Freitag mit Verhandlungen über die künftigen EU-Finanzen begonnen. Sowohl EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen als auch EU-Ratspräsident Charles Michel appellierten an den Einigungswillen der EU-Staaten. Eine Verständigung auf den EU-Finanzrahmen von 2021 bis 2027 sowie auf einen zusätzlichen Aufbaufonds in dreistelliger Milliardenhöhe für besonders von Corona betroffene EU-Staaten wird allerdings nach Angaben mehrerer Regierungen am Freitag nicht erwartet. Eine Einigung wird vielmehr auf einem physischen Treffen in Brüssel im Juli angepeilt. Umstritten sind vor allem die Höhe und die genaue Verwendung der Finanzpakete. (rtr)

Ausgangsbeschränkungen für 15 Millionen Inder:innen

11.19 Uhr: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sind im Osten Indiens für 15 Millionen Menschen Ausgangsbeschränkungen verhängt worden. Die Bewohner von Chennai, der Hauptstadt des Bundesstaats Tamil Nadu, sowie umliegender Bezirke müssen zwölf Tage lang weitgehend zu Hause bleiben, wie die Behörden am Freitag mitteilten.

Das bevölkerungsreiche Indien hat bislang mehr als 380.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, mehr als 12.500 Infizierte starben. Experten zufolge dürften die wirklichen Fallzahlen angesichts der relativ seltenen Corona-Tests in dem Schwellenland allerdings deutlich höher liegen. (dpa)

Opposition kritisiert Konjunkturpaket im Bundestag

11.05 Uhr: Das Konjunkturpaket der Bundesregierung und ihr Nachtragsetat mit einer Rekordverschuldung von über 218 Milliarden Euro stoßen bei der Opposition auf Kritik. In der ersten Beratung des Bundestags über Teile des 130-Milliarden-Euro-Pakets begrüßten Redner von Grünen, Linken und FDP am Freitag zwar im Grundsatz, dass die Regierung Maßnahmen zur Wiederankurbelung der Wirtschaft nach dem Einbruch in der Viruskrise ergreife. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter warf Union und SPD aber vor, sie investierten nicht entschlossen genug in die Zukunft. Die FDP lehnte die Mehrwertsteuersenkung ab, die Linke forderte eine dauerhafte Absenkung. Die AfD verlangte ein Ende aller Einschränkungen: Die Pandemie sei „fast nicht mehr vorhanden“. (rtr)

Studie: Coronavirus seit Dezember in Italiens Abwässern

10.29 Uhr: Das neuartige Coronavirus ist in Italien offenbar schon viel länger aktiv als bislang angenommen. Der Erreger Sars-CoV-2 sei in Abwässern der beiden norditalienischen Großstädte Mailand und Turin vom Dezember nachgewiesen worden, heißt es in einer Stellungnahme von Italiens nationalem Gesundheitsinstitut ISS, in die die Nachrichtenagentur AFP am Freitag Einsicht hatte. Offiziell festgestellt worden war der Coronavirus-Ausbruch in Italien erst Mitte Februar. (afp)

Ein Mensch watet durch einen hell erleuchteten Abwasserkanal

Abwasseranalysen gelten zunehmend als gute Datenquelle bei Virus-Ausbrüchen Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Bis zu 1,2 Millionen Laptops für bedürftige Schüler:innen

10.26 Uhr: Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann, CDU, rechnet damit, dass die Bundesländer in den nächsten Monaten bis zu 1,2 Millionen Laptops für bedürftige Schüler anschaffen werden. Allein in Baden-Württemberg sei der Kauf von rund 300.000 Laptops geplant, sagte Eisenmann dem Handelsblatt. Das von Bund und Ländern ausgegebene Ziel, dass die Laptops schon nach den Sommerferien bereitstehen sollen, sei aber „ambitioniert“. Dennoch seien Bund und Länder in der Pflicht.

Vor dem Hintergrund des Heimunterrichts wegen der Corona-Pandemie hat der Bund zugesagt, 500 Millionen Euro für die Anschaffung von digitalen Endgeräten für Schüler zur Verfügung zu stellen. Eisenmann, die im März 2021 als Spitzenkandidatin der CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg ins Rennen geht, räumte Defizite bei der Digitalisierung des Bildungswesens ein. Sowohl bei der technischen Ausstattung als auch bei der Entwicklung digitaler Lernkonzepte müsse Deutschland besser werden. (dpa)

Grüne und FDP kritisieren „Wildwuchs“ von Corona-Apps

10.25 Uhr: Politiker von Grünen und FDP kritisieren die vielen unterschiedlichen Corona-Warn-Apps in Europa. Es gebe „innerhalb der EU einen Wildwuchs an verschiedenen Apps mit unterschiedlichen Architekturen und Datenschutzstandards“, sagte der Grünen-Digitalexperte Dieter Janecek dem Handelsblatt. Gleichzeitig sei „ein starker Anstieg an transnationalen Reisen in den kommenden Wochen zu erwarten“. Deutschland solle eine „Harmonisierung der App-Infrastrukturen auf hohem Datenschutzniveau“ zu einem Thema der Ratspräsidentschaft machen, die am 1. Juli beginnt, forderte Janecek. Auch FDP-Fraktionsvize Michael Theurer sagte der Zeitung, die Bundesregierung müsse sich dafür einsetzen, die „eklatanten EU-Lücken“ bei den Corona-Apps zu schließen. (afp)

Bundestag startet Debatte über Konjunkturpaket

9.46 Uhr: Der Bundestag hat am Freitag mit den Beratungen über das Konjunkturpaket zur Überwindung der Coronakrise begonnen. Dabei geht es insbesondere um die befristete Absenkung der Mehrwertsteuer, den Kinderbonus von 300 Euro sowie weitere Erleichterungen für Unternehmen. „Wir werden dafür sorgen, dass die Konjunktur wieder anspringt“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz, SPD, zum Auftakt der Debatte. (afp)

Stressforscher Adli: Soziale Isolation kostet Lebensjahre

8.22 Uhr: Der Stressforscher Mazda Adli rechnet mit einer Zunahme psychischer Belastungen der Bevölkerung infolge der Coronakrise. „Soziale Isolation kostet uns Lebensjahre“, sagte Adli der Neuen Osnabrücker Zeitung. Die meisten Menschen hätten eher die klassischen gesundheitlichen Risiken wie Fettleibigkeit, Rauchen oder Bluthochdruck im Blick. „Aber: Einsamkeit steht diesen weit verbreiteten Risikofaktoren in nichts nach“, sagte der Chefarzt der Fliedner Klinik Berlin. Er hoffe, dass in der Folge der Pandemie das Thema Einsamkeit stärker in den gesellschaftlichen Fokus rückt. „Einsamkeit gehört zu den tabuisierten Themen. „Wenn wir als Gesellschaft dafür sensibler werden, wäre es bereits erfolgreiche Prävention“, sagte der Psychiater. (epd)

Eine Person steht alleine am Ufer eines Sees

Fällt es auch dieser Person schwer, über Einsamkeit zu sprechen? Foto: Felix Kästle/dpa

Stammen die Viren vom Ausbruch in Peking aus Europa?

8.08 Uhr: China veröffentlicht genetische Sequenzierungsdaten für das Coronavirus, das für den jüngsten Ausbruch in Peking verantwortlich ist. Nach ersten Forschungsergebnissen handle es sich um einen Virus-Stamm aus Europa, schreibt die chinesische Seuchenschutzbehörde. Er unterscheide sich allerdings von den Viren, die aktuell in Europa kursierten. Möglicherweise sei das Virus mit Tiefkühlprodukten nach China importiert worden oder es habe sich in dunklen, feuchten und nicht desinfizierten Ecken wie auf dem Xinfadi-Markt verborgen. (rtr)

Behinderten-Werkstätten beklagen massive Auftragsverluste

7.15 Uhr: Die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen fordert, ihre Beschäftigten in Krisenzeiten finanziell besser abzusichern. In der Pandemie seien „Regelungslücken und rechtliche Unklarheiten“ offenbar geworden, die eine soziale Sicherung der Menschen mit Behinderungen in den Werkstätten zusätzlich erschwerten, sagte Verbandschef Martin Berg dem Evangelischen Pressedienst (epd). Betroffene dürften etwa durch Betretungsverbote nicht finanziell benachteiligt werden: „Auch für sie müssen Lohnersatz- oder Entschädigungsleistungen geschaffen werden.“

Den zuständigen Behörden müsse klar sein, dass das Verbot ihrer beruflichen Tätigkeit empfindliche Einkommenseinbußen bedeute. „Gerade viele Empfänger von Erwerbsminderungsrenten, für die das Werkstattentgelt anrechnungsfrei ist, sind auf diesen Einkommensbestandteil angewiesen.“ (epd)

Zulassungsrekord bei Wohnmobilen

6.30 Uhr: Nach coronabedingten Einbrüchen im April hat die Zahl der Neuzulassungen von Wohnmobilen im Mai den höchsten Stand der Branchengeschichte erreicht. Mehr als 10.000 neue Wohnmobile seien seit Lockerung der Einschränkungen registriert worden, teilte der Caravaning Industrie Verband (CIVD) mit – eine Steigerung um mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Mai 2019. Der Verband erwartet auch in den kommenden Monaten eine hohe Nachfrage: „Caravaning ist in diesen Zeiten eine der sichersten Urlaubsformen, da man mit einem Freizeitfahrzeug nur mit Personen des eigenen Haushaltes verreist“, sagte CIVD-Chef Daniel Onggowinarso. (dpa)

Ferienhäuser an Nord- und Ostsee zu 90 Prozent ausgelastet

6.16 Uhr: Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind bei Urlaubern nach Branchenangaben in der Coronakrise gefragt. In den Ferienorten an Nord- und Ostsee seien die Unterkünfte für die Sommerferien zu 90 Prozent ausgelastet, teilte der Deutsche Ferienhaus-Verband der Deutschen Presse-Agentur mit. Hoch im Kurs stünden auch beliebte Regionen in Süddeutschland wie das Allgäu und die Bodenseeregion. Dort gebe es kaum Abweichungen zum Buchungsgeschehen des Vorjahres. Wer noch etwas buchen möchte, müsse flexibel sein, empfahl der Verband. (dpa)

Kuba lockert Beschränkungen nach drei Monaten

5.40 Uhr: In Kuba werden die zur Eindämmung der Pandemie verhängten Einschränkungen nach drei Monaten wieder gelockert. Restaurants dürfen wieder öffnen, Strandausflüge sind wieder erlaubt. Einige Geschäfte und Unternehmen klagen jedoch über Warenengpässe, weshalb die Rückkehr zur Normalität schwierig sei. Der internationale Tourismus soll im Juli wieder anlaufen, allerdings dürfen zunächst nur Charterflugreisende ins Land. (rtr)

Japan erlaubt wieder uneingeschränkte Reisen im Inland

5.07 Uhr: Japan hebt sämtliche coronabedingten Beschränkungen für den inländischen Reiseverkehr auf. Ministerpräsident Shinzo Abe ruft zugleich dazu auf, unter Beachtung der Abstandsregeln wieder in Konzerte zu gehen, Ausflüge zu machen und andere Aktivitäten aufzunehmen, um der Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen. (rtr)

770 Neuinfektionen in Deutschland binnen 24 Stunden

4.18 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infizierten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts binnen eines Tages um 770 auf 188.534 gestiegen. 16 weitere Menschen seien gestorben, insgesamt liege die Zahl der Corona-Toten damit bei 8.872. (rtr)

Erneuter Höchstwert bei Neuinfektionen in Mexiko gemeldet

2.59 Uhr: Mexiko meldet einen Höchstwert beim Anstieg der Neuinfektionen. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 5.662 auf nunmehr 165.455. 667 weitere Menschen starben, insgesamt zählte Mexiko bislang 19.747 Tote. Die Regierung geht allerdings selbst von einer hohen Dunkelziffer aus. (rtr)

Nach Ausbruch: 25 Ansteckungen in Peking registriert

2.44 Uhr: Chinas Nationale Gesundheitsbehörde meldet 32 neue Corona-Fälle per Ende Donnerstag. 25 davon seien in der Hauptstadt Peking registriert worden. Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vortag, als 28 neue Fälle bestätigt wurden, davon 21 in Peking. Die Lokalbehörden ergreifen in der Hauptstadt bereits wieder verstärkte Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. (rtr)

Ausbreitung in Brasilien verlangsamt sich nicht

0.00 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter rasant aus. Das Gesundheitsministerium meldet 22.765 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 978.142. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 1.238 auf 47.748 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle aus. (rtr)

USA verzeichnen über 20.000 Neuinfektionen

0.00 Uhr: Die Zahl der Infektionen in den USA ist nach Angaben der Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) um 22.834 auf knapp 2,16 Millionen gestiegen. Zudem seien 754 weitere Todesfälle und damit insgesamt 117.632 verzeichnet worden. (rtr)

Hier finden Sie die Live-Ticker der vergangenen Tage. Alle Texte der taz zum Thema finden sich in unserem Schwerpunkt Coronavirus.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie im Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 29. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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Bis dahin wünschen wir Euch eine gute Zeit!
Eure taz