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Haushaltsentwurf 2027Kürzungen bei Entwicklungsgeldern

Hilfswerke melden Protest gegen Sparpläne für Montag an. Hochschulen kritisieren, dass die Kooperationen mit Unis im Globalen Süden gestrichen wird.

Ein Bündnis von rund 20 Entwicklungs- und Hilfsorganisationen hat für Montag Proteste vor dem Bundeskanzleramt gegen die geplanten Abstriche im Bundeshaushalt 2027 angekündigt. Dort will die schwarz-rote Koalition am Montag den Haushaltsentwurf beschließen. Aus den bereits veröffentlichten Eckdaten dazu geht hervor, dass dem Bundesentwicklungsministerium (BMZ) dann weitere 600 Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen sollen. Seit 2022 hat die Bundesregierung den Etat bereits um ein Drittel gekürzt und das Budget für humanitäre Hilfe um die Hälfte beschnitten.

In dem gemeinsamen Dossier „Der Preis der Kürzungen“ weisen die Organisationen, darunter Oxfam, Aktion gegen den Hunger und Misereor, auf das Ausmaß der Mittelkürzungen hin. Bis 2030 könnten schätzungsweise 9,4 bis 22,6 Millionen vermeidbare Todesfälle nicht verhindert werden, darunter rund fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren. Auch Kirchenvertreter kritisierten die Sparpläne vergangene Woche.

Kein Geld mehr für Hochschulkooperationen

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen warnte zudem vergangene Woche vor den Folgen der geplanten Kürzungen beim BMZ für die internationale Hochschulzusammenarbeit. Das BMZ will bis 2031 schrittweise alle Hochschulkooperationsprogramme der Entwicklungszusammenarbeit einstellen, einzig das Alumniprogramm soll weiterlaufen.

Über diese Programme hat bislang zum Beispiel der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) Forschungskooperationen mit Hochschulen im Globalen Süden sowie die Ausbildung von Fachkräften oder Entwicklung von Studiengängen gefördert.

Bis 2031 wären rund 60 Hochschulen in Deutschland von der Beendigung der Programme betroffen sowie zahlreiche Hochschulen weltweit: Allein 2025 hätten rund 450 Partnerhochschulen und -institutionen und fast 120.000 Menschen in knapp 60 Ländern weltweit von den Programmen profitiert, erklärt der DAAD.

„Wer akademische Kooperationen – sowohl institutionelle als auch individuelle – zurückfährt, beschneidet international Potenziale für Wohlstand und die Fähigkeit, global vernetzt Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu finden“, sagte der Sprecher der Allianz, Walter Rosenthal.

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1 Kommentar

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  • In vielen Köpfen geistert die Auffassung, dass Entwicklungshilfe ohnehin verschwendetes Geld sei - vor allem bei den Rechten ist das ein gern genutztes Mittel um Leute aufzuhetzen, siehe Trump und die AgD und nicht nur die. Es ist auffällig, dass sich über den "Flüchtlingsstrom" echauffiert wird bis zum Anschlag, über die FluchtURSACHEN aber gar nicht mehr diskutiert wird. Kein*e Politiker*in greift das auf, aus keiner Partei. Die unterstützen lieber extrem unfaire "Frei"handelsabkommen mit den Ländern des globalen Südens mit dem die Bevölkerung betrogen wird, dortige Entwicklungen ausgebremst werden um den Unternehmen der EU gigantische Profite zu sichern. Die auch daraus resultierenden Fluchtbewegungen werden z.T. kriminalisiert und die Menschen mit unwürdigen Maßnahmen misshandelt, siehe die Anstrengungen die Grenzen zu schließen und Asylanträge unmöglich zu machen. Die Familien, auch Kinder die es in die EU geschafft haben, werden in Gefängnislagern möglichst außerhalb der EU zu konzentriert - rechtswidrig und inhuman.