Wo Preise steigen, wird Politik spürbar : Alle unter Druck, aber Politik bleibt im Leerlauf?
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Handwerker, Landwirt und Ost-Stimme: Drei Perspektiven auf Inflation, Spritpreise und Ungleichheit – und was die Politik jetzt konkret ändern muss!
Ben Berger ist Tischler aus Rheinland-Pfalz und führt einen kleinen Zwei-Mann-Betrieb. Die aktuell schwierige Lage spürt er direkt im eigenen Geldbeutel. Früher hat er rund 300 Euro im Monat für Benzin ausgegeben, inzwischen sind es 700. „Also diesen Monat kann ich keine Aushilfe beschäftigen, weil ich den Sprit an sich zahlen muss. Entweder fahre ich Bus oder ich habe eine Aushilfe. Beides geht nicht.“
Für Berger wäre eine schnelle Entlastung die Abschaffung der Doppelbesteuerung beim Benzinpreis. „Bauer Willi“ sieht das anders. Er erinnert sich an die Coronazeiten. „Zu Coronazeiten wurde auch Steuerentlastung gemacht, und was ist passiert? Die Firmen haben das gleich einkassiert.“
Die dritte Gästin dieser Folge von „Mauerecho – Ost trifft West“, Nine Christine Müller, bringt noch einmal eine Perspektive ein, die in solchen Debatten oft zu kurz kommt: „Da gibt es auch einfach einen Ost-West-Unterschied. Die Lohnunterschiede liegen immer noch bei 16 Prozent. Das wirkt sich massiv auf Rente und Einkommen aus. Du bist einfach weniger resilient, wenn die Preise steigen.“ Solche Diskussionen hört man gerade überall in Deutschland. Denn wie unsere Gäste ächzen viele Menschen unter Inflation, steigenden Spritpreisen und wirtschaftlicher Unsicherheit.
Genau hier wird Politik konkret. Host Dennis Chiponda diskutiert mit Müller, ostdeutscher Kommunikationsexpertin und Host des Podcasts „Ostwärts“ aus Berlin, Willi Kremer-Schillings („Bauer Willi“), westdeutschem Landwirt, und Berger, Handwerker.
„Mauerecho – Ost trifft West“ ist ein Podcast der taz panterstiftung. Er erscheint alle zwei Wochen donnerstags auf taz.de/mauerecho sowie überall, wo es Podcasts gibt. Besonderer Dank gilt unserem neuen Cutter Sebastian Jautschus.
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