Wegen Meinungsverschiedenheiten: Chefredakteur verlässt die „Süddeutsche Zeitung“
Seit zehn Jahren führte Wolfgang Krach die „SZ“ als Chefredakteur. Nun verlässt er die Redaktion wegen Meinungsverschiedenheiten mit den Gesellschaftern.
kna | Wolfgang Krach gibt seinen Posten als Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung zum Jahresende ab. Das gab der Verlag am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt. Krach habe den Gesellschaftern wegen unterschiedlicher Vorstellungen über die Gestaltung der Zusammenarbeit und die Weiterentwicklung der SZ seinen Rückzug angeboten. Man habe sich einvernehmlich auf eine Trennung geeinigt.
Der 62-Jährige war 2003 vom Spiegel zur SZ gewechselt und dort zunächst als Geschäftsführender Redakteur und Leiter des Newsdesks tätig. 2007 wurde er stellvertretender Chefredakteur, seit 2015 führt er die Redaktion als Chefredakteur. Ab dem kommenden Jahr leitet Judith Wittwer die Redaktion als alleinige Chefredakteurin. Sie führte die Redaktion seit 2020 gemeinsam mit Krach in einer Doppelspitze. Ulrich Schäfer bleibt stellvertretender Chefredakteur.
„Ich hatte – mit allen Höhen und Tiefen – 23 fantastische Jahre bei der SZ, davon 18 Jahre in der Chefredaktion. Auf diese Zeit blicke ich dankbar und glücklich zurück“, sagte Krach. SZ-Geschäftsführer Christian Wegner dankte Krach für seinen langjährigen Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Seine Leidenschaft für die Redaktion und sein Einsatz für journalistische Exzellenz haben unser Haus über Jahre hinweg entscheidend geformt“, so Wegner weiter.
Krach soll der Süddeutschen Zeitung weiter verbunden bleiben. Wie genau die Zusammenarbeit in Zukunft aussehen wird, ließ der Verlag offen.
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