piwik no script img

WM-Podcast „Russisch Brot“„Nicht schön, aber effektiv“

Portugal 1:0, Uruguay 1:0, Spanien 1:0 – die Favoriten dieser WM spielen mies, straucheln aber nicht. Folge 8 unseres Podcasts.

Johannes Kopp wollte nach Nischni Nowgorod. Vor der Abreise bekam er noch eine Mitteilung von seiner dortigen Vermieterin. Auf Russisch. Also ab damit in einen Online-Übersetzer. Das Ergebnis: „Hallo, in der Wohnung, die auf dem Foto ist, gibt es kein Licht und kein Wasser.“

Nicht so gut. Aber die Vermieterin hatte glücklicherweise noch was anderes parat. In der alternativen Bleibe gab es zwar Wasser – aber viel zu viel davon. Einmal den Hahn aufgedreht, ließ er sich nicht mehr schließen. Aber irgendwas ist ja immer.

Bei der WM ist gerade immer 1:0. Portugal mühte sich zu einem 1:0 gegen Marokko, Uruguay mühte sich zu einem 1:0 gegen Saudi-Arabien und Spanien mühte sich zu einem 1:0 gegen den Iran. Das war alles schrecklich anzusehen, aber was soll's: Gewonnen ist gewonnen. Und: Irgendwas ist ja eh immer. Außerdem wird sich das noch ändern, sagt Hanna Voß: „Auch die Fußballzwerge müssen im dritten Spiel mehr in die Offensive gehen.“ Sonst würde es nicht reichen.

Und überhaupt sei es halt ein Trend im aktuellen Spitzenfußball, erst einmal das Heil in der Defensive zu suchen. Nicht hübsch, aber effektiv. Das sehe man auch Wochenende für Wochenende in der Bundesliga. „Damit müssen wir uns alle arrangieren.“

„Russisch Brot“ ist der Podcast zur Fußball-WM 2018 von taz und detektor.fm. Sechs Tage die Woche – von Montag bis Samstag – melden sich unsere Reporter Andreas Rüttenauer und Johannes Kopp aus Russland. Alle bisherigen Folgen finden Sie hier.

Darüber hinaus sprechen die KollegInnen aus Berlin über alles, was die WM, Sie und uns bewegt: über die Spiele, die kommen; über die Spiele, die waren; über den Videoschiedsrichter, die Politik und die Gesellschaft. Aus der Redaktion werden sich unter anderem Doris Akrap, Barbara Oertel, Jürn Kruse und Jan Feddersen melden.

Jeden Vormittag gibt es eine neue Folge zu hören: hier auf taz.de, bei detektor.fm, bei Spotify, Apple Podcasts, Deezer und vielen anderen Podcast-Playern.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare