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Person mit Mikrofon, das wie ein Maulkorb aussieht, und einem Mund, der wegfliegt

Unser Fenster nach Russland Kaffee in der Hand und das Imperium im Kopf

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Illustration: Manuel Fazzini

Drei Journalistinnen aus Osteuropa sprechen über Russland, blinde Flecken im Westen und ihre Realität – persönlich, politisch und oft überhört.

Beim diesjährigen taz lab am 25. April wurde der Podcast „Freie Rede“ der taz panterstiftung live aufgezeichnet. Es war ein Gespräch am Morgen – und doch ging es um große Fragen: um Osteuropa, um blinde Flecken im Westen und um die politischen Dimensionen scheinbar alltäglicher Perspektiven.

Zu Gast waren drei Journalistinnen aus Ukraine, Moldau und Georgien. Was sie verbindet, ist nicht nur ihre Herkunft, sondern auch eine gemeinsame Erfahrung – und Freundschaft.

Mila Corlăteanu arbeitet als freie Journalistin und Projektmanagerin bei n-ost. Anastasia Rodi ist Journalistin und Doktorandin an der Humboldt-Universität. Tamuna Iluridze ist als Journalistin und politische Bildnerin tätig. Gemeinsam mit Moderator Tigran Petrosyan sprechen sie über die Entwicklungen in ihren Heimatländern und über deren Verhältnis zu Russland.

Es sind Perspektiven, die im westlichen Diskurs oft untergehen. Die drei Gäste kennen den russischen Imperialismus nicht aus theoretischen Abhandlungen, sondern aus gelebter Realität. Ihre Länder stehen seit Jahren unter politischem Druck – mit direkten und indirekten Auswirkungen auf Gesellschaft, Medien und Alltag.

taz panterstiftung

Durch Spenden an die taz panterstiftung werden unabhängige und kritische Jour­na­lis­t:in­nen vor Ort und im Exil im Rahmen der Projekte „Tagebuch Krieg und Frieden“ sowie „Unser Fenster nach Russland, Belarus und in andere postsowjetische Länder“ finanziell unterstützt. Am letzten Tag jedes Monats erscheint unser Podcast "Freie Rede", in dem Stimmen aus Projekten der Stiftung zu Wort kommen.

Postkoloniale Perspektiven in der deutschen Debatte

In ihrer Arbeit versuchen sie, diese Erfahrungen sichtbar zu machen: in journalistischen Formaten, im Bildungsbereich, in politischen Debatten. Es geht ihnen darum, postkoloniale Perspektiven einzubringen – und damit auch die gängigen Erzählungen über „Osteuropa“ zu hinterfragen.

Doch das stößt nicht selten auf Widerstand. Im Westen begegnen ihnen häufig Ignoranz oder eine gewisse Ermüdung gegenüber den Themen der Region. Gleichzeitig halten sich alte Narrative hartnäckig – vereinfachte Bilder, die komplexe Realitäten ausblenden.

Osteuropa gehört zu den Schwerpunkten der taz panterstiftung, die dorthin blickt, wo der Zugang zu Informationen immer schwieriger wird – Russland und Belarus gehören dazu. Am letzten Tag im Monat erscheint eine neue Podcastfolge von „Unser Fenster nach u. a. Russland/Belarus“ im Podcastformat „Freie Rede“ der taz panterstiftung.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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