Unser Fenster in die Ukraine : Vier Jahre Krieg – Medien im Exil
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Leben und arbeiten im Exil: Ukrainische Medienschaffende sprechen über Krieg, geopolitische Risiken und die Rolle der russischen Sprache.
„Zum jetzigen Zeitpunkt hat der Krieg in der Ukraine einen regelrechten Marathon-Charakter angenommen“, sagt die ukrainische Journalistin Oksana Pugachova im Podcast Freie Rede.
Im Gespräch mit Moderator Tigran Petrosyan analysiert sie die aktuelle Lage und warnt vor möglichen geopolitischen Folgen. Besteht eine reale Gefahr, dass sich der Krieg auf die baltischen Staaten oder andere Teile Europas ausweiten könnte? Wie wahrscheinlich ist ein solches Szenario? Und welche Erwartungen knüpft die Ukraine an mögliche Vermittlungsinitiativen der USA?
„Politisch bleibt die Ukraine weiterhin von ihren Partnern abhängig. Wir sind bereit, selbst weiterzukämpfen, aber wir sind uns bewusst, dass wir in vieler Hinsicht ein abhängiges Land sind – auch wenn wir unseren militärisch-industriellen Komplex weiterentwickeln“, betont Pugachova.
Die Ostukraine bleibt besetzt
Ein weiterer Schwerpunkt der Episode ist das Leben ukrainischer Medienschaffender im Exil. Gemeinsam mit dem Journalisten Yaroslav Halchenko spricht Pugachova über ihre Arbeit außerhalb der Ukraine. Beide haben ihr Heimatland verlassen und leben heute in der lettischen Hauptstadt Riga, da Teile der Ostukraine besetzt sind oder weiterhin als unsicher gelten.
Ein besonders sensibles Thema ist die Sprache. Obwohl Russland Krieg gegen die Ukraine führt, bleibt die russische Sprache für viele ukrainische Journalistinnen und Journalisten ein wichtiges Arbeitsinstrument. Ist das eine rein praktische Entscheidung – oder auch eine ethische Frage?
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