Tödliche Hitzewelle in Indien: Menschenleere Straßen
Indien leidet unter einer seit Wochen anhaltenden Hitzewelle. Für mehr als 1.800 Menschen war das Extremwetter tödlich.
ap | Durch die weiter anhaltende Hitze in Indien mit Temperaturen über 45 Grad sind Hunderte weitere Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Opfer stieg auf 1.826, teilten die Behörden am Freitag mit. Das Wetteramt teilte mit, die Hitzewelle, die Mitte April begann, werde noch mindestens zwei Tage andauern. Abkühlung durch Monsunregen wird erst in der kommenden Woche erwartet.
Betroffen von der Hitze sind in erster Linie die beiden Staaten Andhra Pradesh und Telangana. Dort wurden nach amtlichen Angaben bis zu 48 Grad Celsius gemessen. Die meisten Opfer starben an Austrocknung und Hitzeschlag. Zu der Hitze kommt eine seit Jahren andauernde Dürre hinzu.
Nach Angaben des Wetterdienstes AccuWeather erlebt Indien eine der schwersten Hitzewellen seit Jahren. Die Zahl der Hitzetoten allein in Andhra Pradesh liegt schon jetzt höher als 2003, als Telangana noch zu dem Unionsland gehörte und 1.300 Hitzeopfer gezählt wurden.
Die Armen und Alten leiden am meisten unter der Hitze. In den Elendsvierteln gibt es oft noch nicht einmal Bäume, die Schatten spenden. Kaum einer dort hat Zugang zu einem Gebäude mit Klimaanlage.
Dennoch: Viele können es offensichtlich vermeiden, draußen in der Hitze zu sein. Die Straßen vieler Städte, oft chronisch verstopft, sind fast menschenleer.
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