Terror in Afghanistan: Zahlreiche Tote bei Anschlagsserie
In einer Moschee in Kabul sollen mehr als ein Dutzend, in Masar-e Scharif mindestens neun Menschen getötet worden sein. Bei den Opfern handele es sich um Zivilisten.
dpa | Bei einer Anschlagsserie in Afghanistan sind mehr als ein Dutzend Menschen getötet worden. Einer der Angriffe habe sich gegen Gläubige in der Hazrat-Zakarya-Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul gerichtet, teilte ein Polizeisprecher am Mittwoch mit. Mindestens 22 Verwundete seien in ein Krankenhaus der italienischen Nichtregierungsorganisation Emergency gebracht worden. Fünf von ihnen waren der NGO zufolge bei ihrer Ankunft bereits tot.
In der nordafghanischen Stadt Masar-e Scharif sind mindestens neun Menschen bei drei aufeinanderfolgenden Explosionen getötet und fünfzehn weitere verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Sprengkörper seien in drei Kleinbussen platziert worden. Bei den Opfern handle es sich ausschließlich um Zivilisten, darunter Frauen und Kinder.
In den vergangenen Monaten wurden mehr als 100 Menschen bei Angriffen auf Moscheen, religiöse Minderheiten und Schulen getötet. Die Terrormiliz Islamischer Staat hat sich zu den meisten Anschlägen bekannt. Die sunnitischen Extremisten betrachten Schiiten als Abtrünnige vom wahren Glauben, obwohl auch sie Muslime sind. Die militant-islamistischen Taliban sind seit August 2021 nach 20 Jahren wieder an der Macht.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert