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Streit um VerfassungsgerichtsbesetzungCSU stellt eigenen Kandidaten infrage

Die CSU will das Kandidatenpaket für die Wahl der Rich­te­r*in­nen noch mal aufschnüren. Bei den Grünen kommt das nicht gut an.

dpa/taz | CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann schlägt vor, den Koalitionsstreit über die Besetzung dreier Posten am Bundesverfassungsgericht mit einem neuen Personalpaket zu lösen. Dieses könne „aus komplett neuen Namen bestehen, muss aber nicht“, sagte Hoffmann der dpa.

Bisher hatte die Union vor allem einen möglichen Rückzug der SPD-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf diskutiert. Gegen diese hatten rechte Medien und Ab­trei­bungs­geg­ne­r*in­nen in einer konzertierten Kampagne Stimmung gemacht. Dabei wurde der Juristin fälschlicherweise unterstellt, sie befürworte Schwangerschaftsabbrüche bis kurz vor der Geburt. Hinzu kam in letzter Minute ein inhaltlich unhaltbarer Plagiatsvorwurf. Zahlreiche Unionsabgeordnete wollten sie nicht mitwählen, letztlich musste die Wahl aller drei Kan­di­da­t*in­nen abgesetzt werden.

Mit seinem Vorschlag signalisiert Hoffmann nun Bereitschaft, auch den von der Union nominierten Günter Spinner zurückzuziehen. Die dritte Kandidatin, Ann-Katrin Kaufhold, wurde ebenfalls von der SPD aufgestellt. Auch gegen sie läuft inzwischen eine von rechts befeuerte Kampagne.

Die SPD hatte zuletzt ihre Unterstützung für Brosius-Gersdorf bekräftigt und Äußerungen über sie aus der Union als „unerträglich“ und „unverschämt“ bezeichnet. Auch die Grünen übten scharfe Kritik – auch am neuen Vorschlag der CSU. Den „Gipfel der Respektlosigkeit“ nannte Fraktionschefin Katharina Dröge, dass die beiden weiteren Kan­di­da­t*innen infrage gestellt würden. „Ich frage mich, wer sich in Zukunft überhaupt noch zur Wahl stellen soll, wenn CDU und CSU ihre Zustimmung derart willkürlich zurückziehen. Das ist auch ein Schaden für den Deutschen Bundestag.“

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3 Kommentare

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  • rero

    Un die festgefahrene Situation zu lösen, ist das doch ein konstruktiver Vorschlag.

    Warum das so extrem negativ in der Überschrift geframed wird, ist mir nicht nachvollziehbar.

  • Sonnenhaus

    Womit mal wieder bewiesen ist, dass die Union nichts als politische Dilletanten stellt. Dabei wären einfach nur die Basics des Anstands zu wahren. Klapp wohl nicht. So wird das wohl nix werden mit dem wirtschaftlichen Aufschwung, wenn`s schon juristisch nicht funktioniert.

  • Lowandorder

    Herr wirf 🧠 vom Himmel - die Tage!



    Bayern gleich doppelt - keine Frage •

    unterm——-



    Denn der alte Zausel hat euch doch längst verlassen.



    Nich zu fassen - ever wohr!



    Ne Kölsch am Rhing mit de Flesch - Boohr!



    Un kütt nochens een: “Prost - nich schlech!“



    “Ja nee! De leeve Jott?! - Mähtst du dann hee?!“



    “Homeoffice“ • 🙀🥳🤣