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Dekoder: Russland, Belarus entschlüsseln „Es geht darum, die Vorgänge in diesen Ländern zu verstehen“

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Illustration: Manuel Fazzini

„dekoder – das bedeutet ‚dekodieren‘, entschlüsseln. Diese tiefgründige Aufgabe steht im Mittelpunkt der Arbeit der Redaktion der Online-Plattform.

Dekoder möchte Russland und Belarus entschlüsseln und damit einer breiteren Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum zugänglich machen. In Russland und Belarus, wo Informationsströme häufig verworren sind und die Wahrheit oft schwer fassbar scheint, setzt dekoder alles daran, Klarheit zu schaffen. Dabei geht es darum, die komplexen politischen und sozialen Hintergründe zu erklären.

Friederike Meltendorf und Julian Hans, beide erfahrene Re­dak­teu­r:in­nen bei dekoder, sind zu Gast im Podcast „Freier Redner“ der taz Panter Stiftung. Der postsowjetische Raum ist ein Schwerpunkt der Stiftung. Diese Folge ist ein Kooperationsprojekt mit Dekoder im Rahmen von „Der Krieg und seine Opfer“.

2025 feiert dekoder sein zehnjähriges Bestehen – ein bedeutender Meilenstein, der jedoch in die Kriegszeit fällt. Das russische Justizministerium hat die Plattform als unerwünschte Organisation eingestuft und in Russland blockiert. „Unser Ziel ist es, wichtige belarussische, russische, aber auch ukrainische Texte auch in Deutschland zugänglich zu machen und die Hintergründe zu erklären. Das ist das Entschlüsseln. Es geht darum, die Vorgänge in diesen Ländern zu verstehen“, erklärt Hans.

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In diesem Gespräch, das Tigran Petrosyan moderiert, reflektieren sie über ihre Arbeit, die immer wieder von Herausforderungen geprägt ist – sei es durch die Gefahr der Zensur, fundierte und faire Berichterstattung zu liefern, oder die emotionalen Belastungen, die mit der ständigen Auseinandersetzung mit Repressionen, Kriegsverbrechen und Gewalt verbunden sind. Trotz all der Dunkelheit, die ihre Arbeit oft umgibt, werfen Meltendorf und Hans, auch einen Blick auf die positiven Erinnerungen, die sie in ihren Jahren in Russland gesammelt haben. Sie sprechen über die schönen Zeiten, die sie in Städten wie Novosibirsk, Moskau und St. Petersburg verbracht haben.

Texte aus der Dekoder-Sonderbeilage „Östlich der Erinnerung“, die am 24. Januar 2025 erschienen ist, könnten unter dem Osteuropa-Schwerpunkt der taz Panter Stiftung gelesen werden.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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