Reduziertes Angebot beim Zugverkehr: Bahnen fahren weiter

Öffentliche Verkehrsmittel sind auch während des verschärften Lockdowns unterwegs. Fahrgäste müssen aber auf Einschränkungen gefasst sein.

Hamburg: Mitarbeiter der Deutschen Bahn und der Bundespolizei stehen vor und im Regionalexpress.

Auch der Regionalexpress fährt trotz Lockdown weiter Foto: DPA

BERLIN taz | Im Zuge des verschärften Lockdowns müssen sich Nut­ze­r:in­nen von öffentlichen Verkehrsmitteln auf Einschränkungen des Angebots einstellen. Die Deutsche Bahn wird ab dem heutigen Donnerstag nur noch 85 Prozent ihres regulären Sitzplatzangebots zur Verfügung stellen. Im Fernverkehr soll aber ein Grundtakt aufrechterhalten werden, teilte der Staatskonzern mit. Die taz-Anfrage, bis wann das reduzierte Angebot vorgesehen ist und ob es wie im Frühjahr für Bahncard-Inhaber:innen eine Gutschrift geben wird, beantwortete das Unternehmen bis Redaktionsschluss nicht.

Einschränkungen gibt es unter anderem bei langen Zügen mit zwei Teilen. Hier will die Deutsche Bahn auf einen Zugteil verzichten. Außerdem soll in Absprache mit ausländischen Partnern der internationale Bahnverkehr eingeschränkt werden.

Züge sind zurzeit kaum ausgelastet, selbst über die ansonsten äußerst stark frequentierten Weihnachtsfeiertage waren sie es nur zu 25 Prozent. Über die Feiertage hatte die Deutsche Bahn ihr Angebot so weit ausgedehnt wie nie zuvor. Das hatte dem Konzern Lob von Ver­kehrs­politiker:innen und Pan­demieexpert:innen, aber auch Kritik etwa vom Bund der Steuerzahler eingebracht. Die Coronakrise kostet die Bahn Milliarden.

Auch im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird es teilweise zu Einschränkungen kommen. Im Berufsverkehr sollen die Kapazitäten aber nach Möglichkeit nicht heruntergefahren werden. „Die ÖPNV-Unternehmen wollen auch bei eingeschränktem Bewegungsradius für Bürger das volle Angebot zumindest in den Stoßzeiten aufrechterhalten“, sagte Ingo Wortmann, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen und Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft.

Aufgrund stark eingebrochener Fahrgastzahlen leiden auch Verkehrsunternehmen extrem unter Einnahmeausfällen. Bund und Länder hatten deshalb für die Betriebe nach der ersten Coronawelle einen Rettungsschirm mit 5 Milliarden Euro bereitgestellt. Der VDV fordert, dass die Politik auch für die Kompensation weiterer Einnahmeausfälle während der Coronakrise sorgt.

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