Queerly Beloved: Romnja & Sintizze : „Shame on you, ZDF“
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In der letzten Folge von „Queerly beloved – Rom*nja Widerstand im Wandel der Zeit“ ist der schwule Großvater, Autor und Aktivist Gianni Jovanovic zu Gast.
Warum gelten Sinti und Roma noch immer als „Minderheit“, obwohl sie seit fast 500 Jahren Teil dieser Gesellschaft sind? Und wie angemessen ist dieser Begriff angesichts der historischen Verfolgung, der zwischen 200.000 und 500.000 Sinti und Roma während des Holocaust zum Opfer fielen?
In der sechsten und letzten Folge ihrer Reihe sprechen Ann Toma-Toader und Melania Swiontek Brzezinski mit Gianni Jovanovic – einem schwulen Rom, Vater, Großvater, Autor und Aktivisten. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die Repräsentation von Sinti und Roma, die Herausforderungen seines Aktivismus und die Frage, was ihm trotz aller Widerstände Kraft gibt.
Auch die mediale Darstellung bleibt problematisch. Statt Vielfalt und Lebensrealitäten abzubilden, dominieren weiterhin stereotype Bilder von Armut und sozialen Brennpunkten. Ein Beispiel für diese tief verwurzelten Vorurteile zeigt sich in einer viel diskutierten Sendung von Markus Lanz, in der rassistische Bezeichnungen für Sinti und Roma fielen – ohne eine nachträgliche Entschuldigung des ZDF. „Shame on you, ZDF“, sagt Jovanovic.
Wie lassen sich diese Strukturen aufbrechen? Wie kann der Kampf für Gleichberechtigung effektiver geführt werden? Für Jovanovic ist dies eine zentrale Aufgabe seines Aktivismus – eine, die Kraft und Ausdauer erfordert. Trotz aller Herausforderungen gibt es für ihn keinen Zweifel: Der Kampf gegen Diskriminierung und für historische Aufarbeitung ist unerlässlich.
Diese Podcastserie ist eine Produktion der taz Panter Stiftung, mit Unterstützung von n-ost. Insgesamt wurden seit dem 18. Januar sechs Folgen veröffentlicht. Alle können unter dem Schwerpunkt „Freie Rede“ oder überall dort, wo es Podcasts gibt, gefunden werden.
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